Mel­de- und Bei­trags­ver­fah­ren zur Sozi­al­ver­si­che­rung

Mel­de­ko­pi­en nun auch elek­tro­nisch mög­lich

Ab dem 1. Janu­ar 2009 dür­fen Arbeit­ge­ber ihren Beschäf­tig­ten auf siche­rem Über­tra­gungs­weg eine Kopie der Mel­dung nach § 28a SGB IV auch elek­tro­nisch über­mit­teln. Damit fällt der damit ver­bun­de­ne Ver­wal­tungs­auf­wand weg. Erstat­tungs­an­trä­ge nach dem Auf­wen­dungs­aus­gleichs­ge­setz sind elek­tro­nisch mög­lich. Eben­falls ab dem 1. Janu­ar 2009 müs­sen Arbeit­ge­ber nicht nur die Bei­trags­nach­wei­se für die Umla­gen nach dem Auf­wen­dungs­aus­gleichs­ge­setz elek­tro­nisch abge­ben, son­dern sie kön­nen auch die Erstat­tungs­an­trä­ge elek­tro­nisch an die Kran­ken­kas­sen über­mit­teln.

Mel­de- und Bei­trags­ver­fah­ren zur Sozi­al­ver­si­che­rung

Berufs­stän­di­sche Ver­sor­gungs­wer­ke wer­den in das Mel­de­ver­fah­ren inte­griert

Haben Arbeit­ge­ber Beschäf­tig­te, die in einem berufs­stän­di­schen Ver­sor­gungs­werk ver­si­chert sind, gilt für sie ab dem 1. Janu­ar 2009 das voll­elek­tro­ni­sche Mel­de- und Bei­trags­ver­fah­ren. Die­se spe­zi­el­len Mel­dun­gen und Bei­trags­nach­wei­se wer­den über die Annah­me­stel­le der berufs­stän­di­schen Ver­sor­gungs­wer­ke zen­tral ange­nom­men und von dort aus an die zustän­di­gen Ein­rich­tun­gen wei­ter­ge­lei­tet. Das bis­he­ri­ge Papier­ver­fah­ren ent­fällt damit voll­stän­dig.

Optio­na­les voll­elek­tro­ni­sches Ver­fah­ren für Zahl­stel­len

Arbeit­ge­ber, die am Zahl­stel­len­ver­fah­ren teil­neh­men müs­sen, kön­nen ab dem 1. Janu­ar 2009 auch für die­ses Ver­fah­ren eine voll­elek­tro­ni­sche Über­tra­gung nut­zen. Bis zum 1. Janu­ar 2011 ist die Teil­nah­me frei­wil­lig, danach wird sie ver­bind­lich. Gera­de gro­ße Arbeit­ge­ber wer­den durch die­se Maß­nah­me erheb­lich ent­las­tet.

Mel­dun­gen auch für die Unfall­ver­si­che­rung

Neu ist auch die Inte­gra­ti­on der Anga­ben für die Unfall­ver­si­che­rung in das Mel­de­ver­fah­ren der Sozi­al­ver­si­che­rung. Das Ver­fah­ren star­tet ab dem 1. Janu­ar 2009 und sorgt dafür, dass die Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger ab 2010 die not­wen­di­gen Anga­ben für die Betriebs­prü­fung auch in Sachen Unfall­ver­si­che­rung zur Ver­fü­gung haben. Ab 2011 soll dann auch der bis­her noch not­wen­di­ge Lohn­nach­weis ent­fal­len und in das Ver­fah­ren inte­griert wer­den.

Sofort­mel­dung wird wie­der ein­ge­führt – nun aber voll elek­tro­nisch

In den Wirt­schafts­bran­chen, in denen bis­her schon die Mit­füh­rungs­pflicht des Sozi­al­ver­si­che­rungs­aus­wei­ses galt, und der Fleisch­wirt­schaft wird ab dem 1. Janu­ar 2009 die Sofort­mel­de­pflicht wie­der ein­ge­führt. Neu ist, dass die Mel­dung elek­tro­nisch spä­tes­tens bei Beschäf­ti­gungs­auf­nah­me abzu­ge­ben ist und direkt an die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung in die Betriebs­prü­fungs­da­tei geht. Sobald die nor­ma­le Anmel­dung erfolgt, wird sie wie­der gelöscht. Zugriff auf die­se Mel­dun­gen haben sowohl die Kon­trol­leu­re der Schwarz­ar­beits­be­kämp­fung wie auch die Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten in Fäl­len von ver­mu­te­ter ille­ga­ler Beschäf­ti­gung. Außer­dem gilt in die­sen Bran­chen ab dem 1. Janu­ar 2009 auch die Mit­füh­rungs­pflicht von Per­so­nal­do­ku­men­ten. Die Mit­füh­rungs­pflicht des Sozi­al­ver­si­che­rungs­aus­wei­ses ent­fällt – er muss aber bei Beschäf­ti­gungs­auf­nah­me wei­ter dem Arbeit­ge­ber vor­ge­legt wer­den.

Gleit­zo­nen­fak­tor F im Bun­des­an­zei­ger ver­öf­fent­licht

Ab dem 1. Janu­ar 2009 gilt für Beschäf­tig­te in der Gleit­zo­ne (400,01 bis 800,00 Euro Ent­gelt im Monat) der neue Gleit­zo­nen­fak­tor 0,7472. Erst­ma­lig ori­en­tiert sich dabei der zu berück­sich­ti­gen­de Bei­trags­satz für die Kran­ken­ver­si­che­rung an dem fest­ge­leg­ten ein­heit­li­chen all­ge­mei­nen Bei­trags­satz für das Jahr 2009 und nicht mehr am durch­schnitt­li­chen Bei­trags­satz zum 1. März des lau­fen­den Jah­res.