Ange­mes­se­ne Ein­la­gen­ren­di­te in der Fami­li­en­per­so­nen­ge­sell­schaft

Ist ein Ange­hö­ri­ger als typisch stil­ler Gesell­schaf­ter an einer Fami­li­en­per­so­nen­ge­sell­schaft betei­ligt, so muss nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs eine zunächst ange­mes­se­ne Ren­di­te bei Ver­än­de­rung der tat­säch­li­chen Ver­hält­nis­se (hier: nicht erwar­te­ter Gewinn­sprung) nach dem Maß­stab des Fremd­ver­gleichs kor­ri­giert wer­den. Auch hier­bei ist dem Cha­rak­ter der stil­len Betei­li­gung als einer risi­ko­be­haf­te­ten Teil­ha­be am Erfolg oder Miss­erfolg des Han­dels­ge­wer­bes Rech­nung zu tra­gen und die (ange­mes­se­ne) Ein­la­ge­ren­di­te in einen ange­mes­se­nen und der ver­än­der­ten Gewinn­erwar­tung ange­pass­ten (gerin­ge­ren) Gewinn­an­teils­satz umzu­for­men.

Ange­mes­se­ne Ein­la­gen­ren­di­te in der Fami­li­en­per­so­nen­ge­sell­schaft

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 19. Febru­ar 2009 – IV R 83/​06