PKW-Kauf: Nicht abzieh­ba­re Vor­steu­er

Bei der Anschaf­fung eines auch pri­vat genutz­ten betrieb­li­chen PKWs im Jah­re 1999 schrieb § 15 Abs. 1 UStG vor, dass die hälf­ti­ge Umsatz­steu­er nicht als Vor­steu­er abge­zo­gen wer­den durf­te. Dies wider­sprach zwar Art. 17 der EU-Richt­li­nie 77/​388/​EWG, wonach der vol­le Vor­steu­er­ab­zug für den Pkw hät­te gel­tend gemacht wer­den kön­nen, gleich­wohl haben vie­le Unter­neh­mer die Vor­steu­er nur hälf­tig gel­tend gemacht.

PKW-Kauf: Nicht abzieh­ba­re Vor­steu­er

Hin­sicht­lich der nicht abge­zo­ge­nen USt-Hälf­te hat der Bun­des­fi­nanz­hof nun­mehr ent­schie­den, dass die­se zu den Anschaf­fungs­kos­ten zählt, also auch über die Jah­re mit abge­schrie­ben wer­den muss und nicht direkt im Anschaf­fungs­jahr als Betriebs­aus­ga­be nach § 9b Abs. 1 Satz 2 EStG abge­zo­gen wer­den darf, da der nicht abge­zo­ge­ne Vor­steu­er­an­teil von 50% wie im Regel­fall auch der abso­lu­te Betrag der nicht abge­zo­ge­nen Vor­steu­er die Grenz­wer­te des § 9b Abs. 1 S. 2 EStG über­schrei­te und auch § 9b Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 EStG ist auf den Fall der gemäß § 15 Abs. 1b UStG nur hälf­tig abge­zo­ge­nen Vor­steu­er nicht anwend­bar sei.

(BFH, Urteil vom 03.03.2005 – III R 72/​03 )