Ver­sand und inner­ge­mein­schaft­li­che Lie­fe­rung II

Art. 28c Teil A Buchst. a Unter­abs. 1 der Sechs­ten Richt­li­nie 77/​388/​EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Har­mo­ni­sie­rung der Rechts­vor­schrif­ten der Mit­glied­staa­ten über die Umsatz­steu­ern ? Gemein­sa­mes Mehr­wert­steu­er­sys­tem: ein­heit­li­che steu­er­pflich­ti­ge Bemes­sungs­grund­la­ge in der durch die Richt­li­nie 91/​680/​EWG des Rates vom 16. Dezem­ber 1991 geän­der­ten Fas­sung ist in dem Sinn aus­zu­le­gen, dass er der Finanz­ver­wal­tung eines Mit­glied­staats ver­wehrt, die Befrei­ung einer tat­säch­lich aus­ge­führ­ten inner­ge­mein­schaft­li­chen Lie­fe­rung von der Mehr­wert­steu­er allein mit der Begrün­dung zu ver­sa­gen, der Nach­weis einer sol­chen Lie­fe­rung sei nicht recht­zei­tig erbracht wor­den.

Ver­sand und inner­ge­mein­schaft­li­che Lie­fe­rung II

Bei der Prü­fung des Rechts auf Befrei­ung einer sol­chen Lie­fe­rung von der Mehr­wert­steu­er muss das Gericht die Tat­sa­che, dass der Steu­er­pflich­ti­ge zunächst bewusst das Vor­lie­gen einer inner­ge­mein­schaft­li­chen Lie­fe­rung ver­schlei­ert hat, nur dann berück­sich­ti­gen, wenn eine Gefähr­dung des Steu­er­auf­kom­mens besteht und die­se vom Steu­er­pflich­ti­gen nicht voll­stän­dig besei­tigt wor­den ist.

Euro­päi­scher Gerichts­hof, Urteil vom 27. Sep­tem­ber 2007 – C‑146/​05