Schein­selb­stän­di­ge im Deut­schen Bun­des­tag

Hat ein Mit­ar­bei­ter den Ein­satz sei­ner Arbeits­kraft tat­säch­lich selbst steu­ern kön­nen und auch das Risi­ko, vor einem Ein­satz zu erkran­ken, selbst getra­gen, da ein Aus­fall­ho­no­rar nicht gezahlt wor­den ist, ist der Mit­ar­bei­ter selb­stän­dig – und nicht abhän­gig beschäf­tigt – tätig gewe­sen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Sozi­al­ge­richt Ber­lin in dem

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Akten­ein­sicht in "UFO-Unter­la­gen"

Auf man­dats­be­zo­ge­ne Unter­la­gen der Wis­sen­schaft­li­chen Diens­te und des Spra­chen­diens­tes des Deut­schen Bun­des­ta­ges fin­det das Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz kei­ne Anwen­dung. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg in zwei Beru­fungs­ver­fah­ren die Kla­gen abge­wie­sen und die anders­lau­ten­den erst­in­stanz­li­chen Ent­schei­dun­gen auf­ge­ho­ben. In einem Fall hat der Klä­ger unter Beru­fung auf das IFG begehrt, ihm Ein­sicht

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Par­la­men­ta­rier­be­ob­ach­tung durch den Ver­fas­sungs­schutz – der Fall Rame­low

Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG gewähr­leis­tet eine von staat­li­cher Beein­flus­sung freie Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­zie­hung zwi­schen dem Abge­ord­ne­ten und den Wäh­lern sowie die Frei­heit des Abge­ord­ne­ten von exe­ku­ti­ver Beob­ach­tung, Beauf­sich­ti­gung und Kon­trol­le. In der Beob­ach­tung eines Abge­ord­ne­ten durch Behör­den des Ver­fas­sungs­schut­zes liegt ein Ein­griff in das freie Man­dat gemäß Art. 38 Abs. 1 Satz

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Schein­selb­stän­dig­keit einer Besu­cher­be­treue­rin im Bun­des­tag

Auch wenn for­mal­ver­trag­lich eine freie Mit­ar­beit in unter­neh­me­ri­scher Selb­stän­dig­keit ver­ein­bart ist, han­delt es sich um ein abhän­gi­ges Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis, wenn die tat­säch­li­chen Arbeits­be­din­gun­gen deut­lich für ein Ange­stell­ten­ver­hält­nis spre­chen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Sozi­al­ge­richt Ber­lin in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge des Deut­schen Bun­des­ta­ges abge­wie­sen, der sich gegen die Fest­stel­lung

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Zugang zu den "Gut­ten­berg-Unter­la­gen" – der Wis­sen­schaft­li­che Dienst des Deut­schen Bun­des­ta­ges

Vom Anwen­dungs­be­reich des Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­set­zes, IFG, ist nur der spe­zi­fi­sche Bereich der Wahr­neh­mung par­la­men­ta­ri­scher Ange­le­gen­hei­ten aus­ge­nom­men. Die Arbeit der Wis­sen­schaft­li­chen Diens­te des Deut­schen Bun­des­ta­ges ist Ver­wal­tungs­tä­tig­keit und fällt nicht dar­un­ter. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin in dem hier vor­lie­gen­den Fall, in dem Zugang begehrt wird zu ins­ge­samt acht Doku­men­ten der Wis­sen­schaft­li­chen Diens­te

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ESM – der Euro­päi­sche Sta­bi­li­täts­me­cha­nis­mus und der "Euro-Plus-Pakt"

Vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt waren heu­te die Anträ­ge im Organ­streit „ESM/­Eu­ro-Plus-Pakt” erfolg­reich. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat mit sei­nem heu­te ver­kün­de­ten Urteil die Anträ­ge der Frak­ti­on Bünd­nis 90/​Die Grü­nen für begrün­det erach­tet, mit denen die Antrag­stel­le­rin eine Ver­let­zung der Unter­rich­tungs­rech­te des Deut­schen Bun­des­ta­ges durch die Bun­des­re­gie­rung im Zusam­men­hang mit dem Euro­päi­schen Sta­bi­li­täts­me­cha­nis­mus (ESM)

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Infor­ma­ti­ons­zu­gang zum Sach­leis­tungs­kon­sum der Bun­des­tags-Abge­ord­ne­ten

Es besteht kein Anspruch auf Infor­ma­ti­ons­zu­gang zum Sach­leis­tungs­kon­sum der Abge­ord­ne­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges. Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg in zwei Ver­fah­ren die Kla­gen eines Journalisten/​Redakteurs eines gro­ßen Medi­en­un­ter­neh­mens auf Zugang zu Infor­ma­tio­nen über die von Abge­ord­ne­ten erwor­be­nen Büro­ar­ti­kel sowie elek­tro­ni­schen Gerä­te (Digi­tal­ka­me­ras, iPods) abge­wie­sen. Die Abge­ord­ne­ten des

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Euro-Ret­tungs­schirm und die Betei­li­gungs­rech­te des Bun­des­ta­ges

In dem Organ­streit "Betei­li­gungs­rech­te des Bundestages/​EFSF" waren die antrag­stel­len­den Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten über­wie­gend erfolg­reich. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat soeben den Antrag zwei­er Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter gegen die im Zusam­men­hang mit der Erwei­te­rung der Kom­pe­ten­zen der Euro­päi­schen Finanz­sta­bi­li­sie­rungs­fa­zi­li­tät (EFSF) neu gere­gel­te Über­tra­gung von Betei­li­gungs­rech­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges auf ein Son­der­gre­mi­um für über­wie­gend begrün­det erach­tet. Der Deut­sche

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Ein­sicht in "UFO-Unter­la­gen"

Das Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz, IFG, ist auch auf Aus­ar­bei­tun­gen des Wis­sen­schaft­li­chen Diens­tes des Deut­schen Bun­des­ta­ges anzu­wen­den, so dass dies­be­züg­lich ein Anspruch auf Zugang zu amt­li­chen Infor­ma­tio­nen besteht. Zu die­sem Ergeb­nis ist das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin in einem Fall gelangt, in dem der Klä­ger gemäß dem IFG begehrt hat­te, ihm Ein­blick in die im

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Beweis­erhe­bung und Min­der­hei­ten­rech­te im par­la­men­ta­ri­schen Unter­su­chungs­aus­schuss

Der Unter­su­chungs­aus­schuss zur Auf­klä­rung des Luft­an­griffs von Kun­duz muss­te dem Antrag der Aus­schuss­min­der­heit nicht statt­ge­ben, die Zeu­gen Gene­ral a. D. Schnei­der­han und Staats­se­kre­tär a. D. Dr. Wichert dem Zeu­gen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Dr. Frei­herr zu Gut­ten­berg in einer erneu­ten Ver­neh­mung gegen­über­zu­stel­len. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hof. Die Ver­tre­ter der Aus­schuss­min­der­heit haben nach

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Trans­pa­renz­re­geln für Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig, das in ers­ter und letz­ter Instanz für Kla­gen von Abge­ord­ne­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges gegen Maß­nah­men nach den sog. Trans­pa­renz­re­geln des Par­la­ments zustän­dig ist, hat heu­te den Kla­gen zwei­er gleich­zei­tig als Rechts­an­wäl­te täti­ger Abge­ord­ne­ter gegen Sank­tio­nen wegen einer Ver­let­zung die­ser Rege­lun­gen teil­wei­se statt­ge­ge­ben. Nach den im Abge­ord­ne­ten­ge­setz

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Lehr­stück in Demo­kra­tie

Das Fra­ge­recht der Abge­ord­ne­ten gegen­über der Bun­des­re­gie­rung gehört zu den Par­la­ments­rech­ten, die auch von der jewei­li­gen Oppo­si­ti­on effek­tiv wahr­ge­nom­men wer­den kön­nen. Doch wie ver­hält man sich als Bun­des­re­gie­rung, wenn man eine klei­ne oder gro­ße Anfra­ge aus dem Par­la­ment – aus wel­chem Grund auch immer – par­tout nicht beant­wor­ten will? Wie

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Aus­sa­ge­ge­neh­mi­gung für Schlapp­hü­te

Die nur ein­ge­schränk­te Ertei­lung von Aus­sa­ge­ge­neh­mi­gun­gen sowie die Ver­wei­ge­rung der Her­aus­ga­be von Unter­la­gen an den BND-Unter­­su­chungs­­aus­­schuss des Deut­schen Bun­des­ta­ges war zum Teil ver­fas­sungs­wid­rig, wie jetzt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt im Rah­men eines Organ­streit­ver­fah­rens fest­stell­te, dass von Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten ange­strengt wor­den war. Seit dem Jahr 2004 und ins­be­son­de­re im Jahr 2005 berich­te­ten die Medi­en

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Was ist der Bun­des­tag wert?

Was ist der Deut­sche Bun­des­tag in sei­ner aktu­el­len Zusam­men­set­zung wert? Nicht son­der­lich viel: Nur 250.000 €. Sagt zumin­dest das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in einer Streit­wert­fest­set­zung für eine Wahl­an­fech­tung. Die aktu­el­le Zusam­men­set­zung des Deut­schen Bun­des­ta­ges ist – gemes­sen auf die Wahl­pe­ri­ode von vier Jah­ren – also soviel wert wie ein hal­bes Jah­res­ge­halt eines Bun­des­ver­fas­sungs­rich­ters.

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Erwei­ter­ter Beschlag­nah­me­schutz für Abge­ord­ne­te

Der Bun­des­tag hat am Don­ners­tag ein­stim­mig einen frak­ti­ons­über­grei­fen­der Gesetz­ent­wurf zur Ände­rung der Straf­pro­zess­ord­nung ange­nom­men, mit dem der Schutz der Abge­ord­ne­ten vor Beschlag­nah­men aus­ge­wei­tet wird. Die Abge­ord­ne­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges sind nach Art. 47 GG berech­tigt, über Per­so­nen, die ihnen in ihrer Eigen­schaft als Abge­ord­ne­te oder denen sie in die­ser Eigen­schaft

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