Haf­tung für hin­ter­zo­ge­ne Milch­ab­ga­be

Die Fra­ge, ob ande­re Per­so­nen als der jewei­li­ge Milch­er­zeu­ger, die an der Hin­ter­zie­hung von Milch­ab­ga­ben mit­ge­wirkt haben, als Haf­tungs­schuld­ner für die hin­ter­zo­ge­nen Abga­ben her­an­ge­zo­gen wer­den kön­nen, ist nicht grund­sätz­lich klä­rungs­be­dürf­tig, weil sie nach den maß­ge­ben­den Vor­schrif­ten ein­deu­tig zu beant­wor­ten und zu beja­hen ist. Wer eine Steu­er­hin­ter­zie­hung begeht, haf­tet nach §

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Streich­fä­hi­ge Nicht-But­ter

Unter der Bezeich­nung "poma­zán­ko­vé más­lo" (streich­fä­hi­ge But­ter) darf ein Milch­er­zeug­nis nicht ver­mark­tet wer­den, wenn es nicht als But­ter ein­ge­stuft ist. Da die Tsche­chi­sche Repu­blik die Ver­mark­tung des betref­fen­den Erzeug­nis­ses unter die­ser Bezeich­nung zuge­las­sen hat, liegt ein Ver­stoß gegen ihre uni­ons­recht­li­chen Ver­pflich­tun­gen aus der Ver­ord­nung über die ein­heit­li­che GMO vor. So

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Betriebs­über­gang im Milch­wirt­schafts­jahr

Geht eine Milch­quo­te wäh­rend eines Milch­wirt­schafts­jahrs von einem an einen ande­ren Milch­er­zeu­ger über, nimmt die­ser an einer Sal­die­rung von ihm über­lie­fer­ter Milch­men­gen mit Unter­lie­fe­run­gen ande­rer Erzeu­ger auch mit dem Teil der über­ge­gan­ge­nen Milch­quo­te teil, auf die von dem frü­he­ren Betriebs­in­ha­ber in dem Milch­wirt­schafts­jahr bereits Milch gelie­fert wor­den war. Mit die­sem

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Umstel­lung weg von der Milch­er­zeu­gung

Eine Umstel­lung im Sin­ne des Art. 23 Abs. 2 Ver­ord­nung (EG) Nr. 795/​2004 und § 17 Abs. 1 BetrPräm­Durch­fV erfor­dert nicht, dass die für die Milch­er­zeu­gung ver­wen­de­ten Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten unmit­tel­bar für die ande­re (umge­stell­te) Erzeu­gung genutzt wer­den und damit eine Umnut­zung die­ser Kapa­zi­tä­ten gege­ben ist. Die Höhe des betriebs­in­di­vi­du­el­len Betra­ges rich­tet sich im

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Die Milch­re­fe­renz­men­ge des Päch­ters

Der sub­ven­ti­ons­ähn­li­che Vor­teil aus der Milch­re­fe­renz­men­ge, abga­ben­frei Milch zu erzeu­gen und ver­mark­ten zu kön­nen, steht einem Ver­päch­ter, der nicht Erzeu­ger ist und die auf ihn bei Been­di­gung des Pacht­ver­hält­nis­ses über­ge­hen­de Refe­renz­men­ge nur durch Ver­äu­ße­rung ver­wer­ten kann, nicht zu. Ein sol­cher Ver­päch­ter hat gegen den Päch­ter kei­nen Anspruch aus § 812

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Milch­an­lie­fe­rungs­quo­te in der Insol­venz des Milch­bau­ern

Die Milch­an­lie­fe­rungs­quo­te ist eine öffen­t­­lich-rech­t­­li­che Abga­ben­ver­güns­ti­gung. Hält der Inha­ber einer Milch­an­lie­fe­rungs­quo­te die­se ein, kann er auch im Fal­le einer Über­lie­fe­rung der deut­schen ein­zel­staat­li­chen Milch­quo­te nicht zu der EU-rech­t­­lich für die­sen Fall vor­ge­se­he­nen Über­schuss­ab­ga­be her­an­ge­zo­gen wer­den . Nach § 8 Abs. 1 Milch­quo­ten­ver­ord­nung kön­nen die Milch­quo­ten nur im Rah­men und nach Maß­ga­be der

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Bewer­tung land­wirt­schaft­li­cher Grund­stü­cke und die Milch­lie­fer­rech­te

Die in dem Schrei­ben des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums der Finan­zen vom 14. Janu­ar 2003 dar­ge­stell­te Ermitt­lung des abzu­spal­ten­den Buch­werts der Milch­lie­fer­rech­te zum 1. Juli 1970 basiert auf einer ver­tret­ba­ren sach­ge­rech­ten und wirk­lich­keits­ge­rech­ten Schät­zung und kann des­halb von den Finanz­ge­rich­ten im Rah­men der ihm eige­nen Schät­zungs­be­fug­nis her­an­ge­zo­gen wer­den. Die Ver­lust­aus­schluss­klau­sel des § 55

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Buch­wert­ab­spal­tung für frü­her ver­äu­ßer­te Milch­lie­fer­rech­te

Von dem nach § 55 Abs. 1 EStG ermit­tel­ten Pau­schal­wert des Grund und Bodens darf nicht nach­träg­lich im Wege der Bilanz­be­rich­ti­gung ein Buch­wert für in der Ver­gan­gen­heit ver­äu­ßer­te Milch­lie­fer­rech­te erfolgs­wirk­sam abge­spal­ten wer­den. Sind die Milch­er­zeu­gungs­flä­chen mit den Anschaf­fungs­kos­ten bilan­ziert, ist dage­gen eine erfolgs­wirk­sa­me Bilanz­be­rich­ti­gung vor­zu­neh­men, soweit dabei nicht berück­sich­tigt wur­de, dass

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Steu­er­hin­ter­zie­hung mit­tels Milch­quo­te

Ist es straf­bar, wenn sie Milch, die aus den alten Bun­des­län­dern stammt, als sol­che aus den neu­en Bun­des­län­dern dekla­rie­ren? Ja, und zwar als Steu­er­hin­ter­zie­hung. Denn eine Steu­er­hin­ter­zie­hung kann ein Land­wirt auch durch Mani­pu­la­tio­nen bei Erhe­bung der "Milch­ab­ga­be" bege­hen. Die­se Auf­fas­sung bestä­tig­te jetzt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt und nahm die Ver­fas­sungs­be­schwer­den eines hes­si­schen

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Über­tra­gungs­be­schei­ni­gung über eine Milch­quo­te

Über­nimmt der Päch­ter einer Milch­quo­te die­se nach Been­di­gung des Pacht­ver­hält­nis­ses gegen Zah­lung von 67 % des markt­üb­li­chen Prei­ses vom Ver­päch­ter, so wird durch die hier­zu erfor­der­li­che und von den Kreis­ver­wal­tun­gen nach den Vor­schrif­ten der Milch­quo­ten­ver­ord­nung aus­zu­stel­len­de Über­tra­gungs­be­schei­ni­gung über die Milch­quo­te nach einer Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Trier ledig­lich der Über­gang der Milch­quo­te

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Milch­quo­ten­kün­di­gung

Bei der Land­pacht kann der Päch­ter, wenn er berufs­un­fä­hig wird,das Pacht­ver­hält­nis außer­or­dent­lich mit der gesetz­li­chen Frist kün­di­gen, wenn der Ver­päch­ter der Über­las­sung der Pacht­sa­che zur Nut­zung an einen Drit­ten, der eine ord­nungs­mä­ßi­ge Bewirt­schaf­tung gewähr­leis­tet, wider­spricht. Die­se Bestim­mung des § 594 c BGB ist nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs auch auf

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Milch­lie­fer­recht als abnutz­ba­res Wirt­schafts­gut

Durch die Milch-Garan­­tie­­men­gen-Ver­­or­d­­nung zuge­teil­te und vom Grund und Boden abge­spal­te­ne Milch­lie­fer­rech­te sind abnutz­ba­re imma­te­ri­el­le Wirt­schafts­gü­ter. Wer­den sol­che Milch­lie­fer­rech­te nach einer Betriebs­auf­ga­be ver­pach­tet, bemisst sich die AfA nach dem Ent­nah­me­wert. Eine Abschrei­bung auf zehn Jah­re ist dabei nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs nicht zu bean­stan­den. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 29. April 2009 –

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Ver­pach­tung von Stall und Kuh­her­de

Kann die Milch­ab­ga­be durch eine kurz­fris­ti­ge Ver­pach­tung von Stall und Kuh­her­de ver­mie­den wer­den? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich nun der Bun­des­fi­nanz­hof zu befas­sen. Dabei hat er erneut Rechts­grund­sät­ze dazu auf­ge­stellt, wann einem Land­wirt die auf sei­nem Hof erzeug­te Milch als eige­ne Milch­er­zeu­gung zuge­rech­net wer­den kann, obwohl er Stall und Her­de

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Sal­die­rung von Über­lie­fe­run­gen bei der Milch­ab­ga­be

Wei­sen der Mol­ke­rei vor­ge­leg­te Ver­trä­ge über die Ver­pach­tung der Milch­er­zeu­gung die­nen­der Pro­duk­ti­ons­mit­tel den Päch­ter als Milch­er­zeu­ger aus, erge­ben jedoch spä­te­re Prü­fun­gen, dass die Ver­trä­ge nicht den Ver­ein­ba­run­gen gemäß voll­zo­gen wur­den, wes­halb der Ver­päch­ter auch wäh­rend der Pacht­zeit Milch­er­zeu­ger war, neh­men die ihm nach­träg­lich zuzu­rech­nen­den Lie­fer­men­gen nicht am sog. Sal­die­rungs­ver­fah­ren teil.

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Milch­quo­ten-Über­nah­me

Nach § 12 Abs. 3 Satz 1 ZAV ist das Über­nah­me­recht vom Päch­ter der Anlie­­fe­­rungs-Refe­­ren­z­­men­ge inner­halb eines Monats nach Ablauf des Pacht­ver­tra­ges aus­zu­üben. Ein vor Ablauf des Pacht­ver­tra­ges erklär­tes Über­nah­me­ver­lan­gen des Päch­ters ver­mag, wie das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Lüne­burg in einer aktu­el­len Ent­schei­dung fest­ge­stellt hat, ein Über­nah­me­recht nicht zu begrün­den. Von einer Ver­pflich­tung des

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Milch­quo­ten-Ver­kaufs­stel­len

Eine von einem Bun­des­land ein­ge­rich­te­te sog. "Milch­­quo­­ten-Ver­­­kauf­s­stel­­le", die Anlie­­fe­­rungs-Refe­­ren­z­­men­gen an Milch­er­zeu­ger über­trägt, han­delt bei die­ser Tätig­keit nicht als Unter­neh­mer im Sin­ne des Umsatz­steu­er­rechts. Sie ist nicht ver­pflich­tet, in der Rech­nung über die Über­tra­gung der Anlie­­fe­­rungs-Refe­­ren­z­­men­gen Umsatz­steu­er geson­dert aus­zu­wei­sen.

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