Der von der Straf­kam­mer auf­recht­erhal­te­ne ding­li­che Arrest – und die sach­li­che Zustän­dig­keit für die Beschwer­de

Soweit sich die bei­den vor­ge­nann­ten Ange­klag­ten mit Beschwer­den gegen den Beschluss des Land­ge­richts rich­ten, mit dem der ding­li­che Arrest aus den Beschlüs­sen des Amts­ge­richts gemäß § 111i Abs. 3 StPO auf­recht­erhal­ten wor­den ist, besteht kei­ne Zustän­dig­keit des Bun­des­ge­richts­hofs.

Der von der Straf­kam­mer auf­recht­erhal­te­ne ding­li­che Arrest – und die sach­li­che Zustän­dig­keit für die Beschwer­de

Zustän­dig ist das Ober­lan­des­ge­richt (§ 121 Abs. 1 Nr. 2 GVG).

Es fehlt an einer gesetz­li­chen Rege­lung, die die Zustän­dig­keit des Bun­des­ge­richts­hofs begrün­det. Die Zustän­dig­keits­zu­wei­sung in § 305a Abs. 2 StPO betrifft ledig­lich Beschwer­den gegen Beschlüs­se gemäß § 268a Abs. 1 und 2 StPO. Die Vor­aus­set­zun­gen für eine ent­spre­chen­de Anwen­dung von § 305a Abs. 2 StPO auf Beschwer­den gegen Beschlüs­se gemäß § 111i Abs. 3 StPO lie­gen nicht vor 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Novem­ber 2016 – 1 StR 428/​16

  1. OLG Hamm, Beschluss vom 04.09.2014 – 3 Ws 253/​14 4[]