Min­der schwe­rer Fall – und der gesetz­lich ver­ty­pe Mil­de­rungs­grund

Ist nach einer Abwä­gung aller all­ge­mei­nen Straf­zu­mes­sungs­ge­sichts­punk­te das Vor­lie­gen eines min­der schwe­ren Falls abzu­leh­nen, sind bei der wei­te­ren Prü­fung, ob der mil­de­re Son­der­straf­rah­men zur Anwen­dung kommt, gesetz­lich ver­typ­te Straf­mil­de­rungs­grün­de zusätz­lich her­an­zu­zie­hen.

Min­der schwe­rer Fall – und der gesetz­lich ver­ty­pe Mil­de­rungs­grund

Erst wenn der Tatrich­ter danach wei­ter­hin kei­nen min­der schwe­ren Fall für gerecht­fer­tigt hält, darf er sei­ner kon­kre­ten Straf­zu­mes­sung den (allein) wegen des gege­be­nen gesetz­lich ver­typ­ten Mil­de­rungs­grunds gemil­der­ten Regel­straf­rah­men zugrun­de legen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 17. März 2016 – 1 StR 47/​16