Mit­tei­lung über ein Ver­stän­di­gungs­ge­spräch außer­halb der Haupt­ver­hand­lung – und das Pro­to­koll

Nach § 273 Abs. 1a Satz 2 StPO muss das Pro­to­koll u.a. die Beach­tung der in § 243 Abs. 4 Satz 2 StPO vor­ge­schrie­be­nen Mit­tei­lun­gen wie­der­ge­ben.

Mit­tei­lung über ein Ver­stän­di­gungs­ge­spräch außer­halb der Haupt­ver­hand­lung – und das Pro­to­koll

Wird ent­ge­gen § 243 Abs. 4 Satz 2 StPO eine Erör­te­rung nicht voll­stän­dig bekannt gemacht und damit die Infor­ma­ti­ons­pflicht nicht beach­tet, ergibt sich aus der Wie­der­ga­be der unvoll­stän­di­gen Mit­tei­lung im Pro­to­koll kein zusätz­li­cher Rechts­feh­ler; viel­mehr gibt die­ses den Gang der Haupt­ver­hand­lung gera­de zutref­fend wie­der [1].

§ 273 Abs. 1a Satz 2 StPO kann des­halb nicht ver­letzt sein.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 18. Juli 2016 – 1 StR 315/​15

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 29.04.2015 – 1 StR 235/​14, Rn.20; vom 15.01.2015 – 1 StR 315/​14, Rn. 12, NStZ-RR 2015, 223 mwN, inso­weit in BGHSt 60, 150 nicht abge­druckt; und vom 15.04.2014 – 3 StR 89/​14, NStZ 2014, 418[]