Wenn es in der Miet­woh­nung brennt

Ein Ver­mie­ter muss die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung auf Leis­tung in Anspruch neh­men, ohne dass die­se bei den Mie­tern Regress neh­men kann. So hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Kla­ge auf Erstat­tung von Brand­sa­nie­rungs­kos­ten in Höhe von 13.073,12 Euro ent­schie­den und die Kla­ge abge­wie­sen. Die im Raum Düs­sel­dorf leben­de

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Die vom Klein­kind ver­stopf­te Toi­let­te – und der Was­ser­scha­den

Bei einem Drei­jäh­ri­gen ist es aus­rei­chend, wenn sich der Auf­sichts­pflich­ti­ge in Hör­wei­te auf­hält. Das Kind muss in der Woh­nung nicht unter stän­di­ger Beob­ach­tung ste­hen. Auch der nächt­li­che Gang zur Toi­let­te muss nicht unmit­tel­bar beauf­sich­tigt wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Was­ser­scha­dens die

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Gebäu­de­ver­si­che­rung – und die Haft­pflicht­ver­si­che­rung des Mie­ters

Der bei Abschluss des Gebäu­de­ver­si­che­rungs­ver­tra­ges nach ergän­zen­der Aus­le­gung der Recht­spre­chung still­schwei­gend erklär­te Regress­ver­zicht des Gebäu­de­ver­si­che­rers zuguns­ten der Mie­ter des ver­si­cher­ten Gebäu­des ist auf Fäl­le der Scha­dens­her­bei­füh­rung durch ein­fa­che Fahr­läs­sig­keit beschränkt und eröff­net dem Gebäu­de­ver­si­che­rer nur in die­sem Fall einen direk­ten Rück­griff auf den Haft­pflicht­ver­si­che­rer des Mie­ters ana­log dem Innen­aus­gleich der

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Gebäu­de­ver­si­che­rung – und der Zeit­wert­scha­den

Sehen All­ge­mei­ne Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen vor, dass der Zeit­wert­scha­den ent­spre­chend den Bestim­mun­gen über den Ver­si­che­rungs­wert fest­ge­stellt wird und dass der Zeit­wert von Gebäu­den sich aus dem Neu­wert des Gebäu­des durch einen Abzug ent­spre­chend sei­nem ins­be­son­de­re durch den Abnut­zungs­grad bestimm­ten Zustand ergibt, und schließt der Neu­wert Archi­tek­ten­ge­büh­ren und sons­ti­ge Kon­struk­ti­ons, Pla­­nungs- und Bau­neben­kos­ten

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Die Gebäu­de­ver­si­che­rung der Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft – und der Anspruch des Woh­nungs­ei­gen­tü­mers

Schließt eine Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft für das gesam­te Gebäu­de eine Gebäu­de­ver­si­che­rung ab, han­delt es sich – mit Aus­nah­me von etwai­gem Ver­bands­ei­gen­tum – um eine Ver­si­che­rung auf frem­de Rech­nung. Erbringt die Gebäu­de­ver­si­che­rung zur Regu­lie­rung eines Scha­dens an dem Son­der­ei­gen­tum eine Ver­si­che­rungs­leis­tung an die Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft, ist die­se ver­pflich­tet, die Ver­si­che­rungs­leis­tung an die­je­ni­ge Per­son aus­zu­zah­len,

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Ver­si­che­rungs­leis­tung aus der Gebäu­de­ver­si­che­rung – und der zwi­schen­zeit­li­che Woh­nungs­ver­kauf

Ist die Eigen­tums­woh­nung nach Ein­tritt des Ver­si­che­rungs­falls ver­äu­ßert wor­den, steht der Anspruch auf die Ver­si­che­rungs­leis­tung aus die­sem Ver­si­che­rungs­fall grund­sätz­lich dem Ver­äu­ße­rer und nicht dem Erwer­ber zu. Wird die ver­si­cher­te Sache vom Ver­si­che­rungs­neh­mer ver­äu­ßert, tritt gemäß § 95 Abs. 1 VVG an des­sen Stel­le der Erwer­ber in die wäh­rend der Dau­er sei­nes

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Die mög­li­che Brand­stif­tung des Soh­nes – und die Aus­kunfts­ob­lie­gen­heit gegen­über der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung

Nach § 26 Nr. 2 Buchst. a) hh) AVB hat der Ver­si­che­rungs­neh­mer soweit mög­lich dem Ver­si­che­rer unver­züg­lich jede Aus­kunft zu ertei­len, die zur Fest­stel­lung des Ver­si­che­rungs­fal­les oder des Umfangs der Leis­tungs­pflicht des Ver­si­che­rers erfor­der­lich ist, sowie jede Unter­su­chung über Ursa­che und Höhe des Scha­dens zu gestat­ten. Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs

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Gebäu­de­feu­er­ver­si­che­rung – und die Ent­schä­di­gung als steu­er­ba­re Ein­nah­me

Brennt das ver­mie­te­te Gebäu­de ab und nimmt der Ver­mie­ter des­halb eine AfaA in Anspruch, so füh­ren Leis­tun­gen einer Gebäu­de­feu­er­ver­si­che­rung auf­grund des­sel­ben Scha­dens­er­eig­nis­ses bei ihm bis zum Betrag der AfaA zu einer Ein­nah­me aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung, soweit ihm die Zah­lun­gen steu­er­lich zure­chen­bar sind. Das gilt unab­hän­gig davon, ob die Ver­si­che­rung

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Aus­kunfts- und Auf­klä­rungs­ob­lie­gen­heits­ver­let­zun­gen in der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung

Mit der Erklä­rung des Ver­si­che­rers, die Leis­tung abzu­leh­nen, endet die Sank­ti­on der Leis­tungs­frei­heit wegen schuld­haft began­ge­ner Aus­­kunfts- und Auf­klä­rungs­ob­lie­gen­heits­ver­let­zun­gen. Will der Ver­si­che­rer nach einer Leis­tungs­ab­leh­nung wie­der in die Sach­prü­fung ein­tre­ten und dafür den Schutz ver­trag­lich ver­ein­bar­ter Oblie­gen­hei­ten erneut in Anspruch neh­men, muss er dies gegen­über dem Ver­si­che­rungs­neh­mer zwei­fels­frei klar­stel­len. Die

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Der bes­te Schutz für das eige­ne Heim

Ein Sturz mit dem Fahr­rad, ein Unfall mit dem eige­nen Fahr­zeug – wir sind gegen jeg­li­che Schä­den ver­si­chert. Doch die meis­ten haben noch wei­te­re wert­vol­le Din­ge, die geschützt wer­den müs­sen: Wer sich bei­spiels­wei­se den Traum vom Eigen­heim erfüllt hat, soll­te dafür sor­gen, dass die­ser auch in Zukunft Bestand hat und

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Lei­tungs­was­ser­scha­den am Dusch-Ablauf

Der Boden­ab­lauf einer Dusche ist Teil des Rohr­sys­tems. Ein Bruch die­ses Boden­ab­lau­fes ist daher als Lei­tungs­was­ser­scha­den anzu­se­hen, so dass die Gebäu­de­ver­si­che­rung zum Ersatz für die Kos­ten der Repa­ra­tur des Ablaufs und der Erneue­rung der Flie­sen ver­pflich­tet ist. In einem jetzt vom Amts­ge­richt Mün­chen ent­schie­de­nen Rechts­streits hat­te der Eigen­tü­mer eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses

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Die ver­spä­te­te Scha­dens­mel­dung

Ein Ver­si­che­rungs­neh­mer muss unver­züg­lich einen Scha­dens­ein­tritt bei sei­ner Ver­si­che­rung anzei­gen, um sei­nen Scha­dens­er­satz­an­spruch nicht zu ver­lie­ren. Dies gilt auch für den Fall, dass ein Antrag auf Abschluss einer Ver­si­che­rung gestellt, der Ver­si­che­rungs­schein aber von der Ver­si­che­rung noch nicht zuge­sandt wur­de. In einem vom Amts­ge­richt Mün­chen ent­schie­de­nen Fall stell­te ein Ehe­paar

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Indi­zi­en für eine Eigen­brand­stif­tung

Bei einem Wohn­haus­brand ist die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung nach § 61 VVG a.F. wegen Her­bei­füh­rung des Ver­si­che­rungs­fal­les leis­tungs­frei, wenn der Ver­si­che­rungs­neh­mer den Brand selbst gelegt hat. Den Nach­weis der Eigen­brand­stif­tung hat der Ver­si­che­rer zu füh­ren. Ihm kom­men hier­bei kei­ne Beweis­erleich­te­run­gen zugu­te, so dass er den Voll­be­weis zu füh­ren hat . Weder gel­ten

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Leis­tungs­frei­heit der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung bei U‑Haft des Mie­ters?

Es liegt kei­ne zur Leis­tungs­frei­heit füh­ren­de Gefah­rerhö­hung in der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung (hier: Brand) vor, wenn die bis­he­ri­gen Mie­ter eines Wohn­hau­ses sich in Unter­su­chungs­haft befin­den, der Ver­mie­ter als Ver­si­che­rungs­neh­mer sowie von den Mie­tern beauf­trag­te Per­so­nen aber wei­ter­hin durch ihnen zur Ver­fü­gung ste­hen­de Schlüs­sel das Haus kon­trol­lie­ren, die Mie­te wei­ter gezahlt wird und

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Ewald und die Außen­mar­ki­se

Bei einem Sturm mit Wind­stär­ke 8 muss eigent­lich jedem klar sein, dass es zu Wind­stö­ßen kom­men kann, die eine Außen­mar­ki­se zer­stö­ren kön­nen. Fährt man die­se dann nicht ein, ver­liert man wegen gro­ber Fahr­läs­sig­keit den Ver­si­che­rungs­schutz. Man­che Per­so­nen benö­ti­gen zu die­ser Erkennt­nis frei­lich eine kos­ten­pflich­ti­ge Erklä­rung per gericht­li­chem Urteil. In einem vom

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Gebäu­de­ver­si­che­rung und Grund­stücks­ver­kauf

Bei einer Grund­stücks­ver­si­che­rung bzw. Gebäu­de­ver­si­che­rung tritt nach § 69 VVG a.F. (heu­te: § 95 VVG) mit dem Eigen­tums­wech­sel der neue Eigen­tü­mer anstel­le des alten Eigen­tü­mers in die bestehen­de Ver­si­che­rung ein. Die­se gesetz­li­che Bestim­mung des § 69 VVG a.F. steht nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs einer Ver­ein­ba­rung nicht ent­ge­gen, nach

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Das optisch zer­stör­te Par­kett

Ver­bleibt auch nach Repa­ra­tur einer Sache, wie hier einem Par­kett, eine nicht hin­nehm­ba­re opti­sche Beein­träch­ti­gung, liegt eine Zer­stö­rung die­ser Sache vor, nicht nur eine Beschä­di­gung. Ent­hält die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung für den Fall der Zer­stö­rung den Anspruch auf Ersatz des Neu­wer­tes, bleibt auch außer Betracht, dass das Par­kett schon 30 Jah­re alt

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Hei­zungs­kon­trol­le für die Ver­si­che­rung

Wenn im Win­ter die Was­ser­lei­tung zufriert, ist dies ärger­lich. Noch ärger­li­cher ist es dann aber für den Haus­ei­gen­tü­mer, wenn für die Frost­schä­den an dem Gebäu­de die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung nicht ein­tre­ten will, da der Eigen­tü­mer die Behei­zung angeb­lich nicht "genü­gend häu­fig" kon­trol­liert habe. Mit einem sol­chen Fall hat­te sich jetzt auch der

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