Das Insolvenzgericht als Vollstreckungsgericht – und der Rechtsmittelzug

Entscheidet das Insolvenzgericht kraft besonderer Zuweisung nach § 36 Abs. 4 InsO funktional als Vollstreckungsgericht, richtet sich der Rechtsmittelzug nach den allgemeinen vollstreckungsrechtlichen Vorschriften1. Danach ist eine ausdrückliche Zulassung der Rechtsbeschwerde durch das Beschwerdegericht gemäß § 574 Abs. 1 Nr. 2 ZPO notwendig.

Das Insolvenzgericht als Vollstreckungsgericht – und der Rechtsmittelzug

Die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO) ist – im Gegensatz zur Regelung der Revision (§ 544 ZPO) – nicht anfechtbar2. Der Weg einer außerordentlichen Beschwerde ist nicht eröffnet3 und verfassungsrechtlich auch nicht geboten4.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 20. Oktober 2014 – IX ZB 54/14

  1. BGH, Beschluss vom 05.02.2004 – IX ZB 97/03, ZIP 2004, 732; vom 17.02.2004 – IX ZB 306/03, ZInsO 2004, 441; vom 06.11.2008 – IX ZB 256/08, juris; HK-InsO/Riedel, 7. Aufl.2014, § 36 Rn. 110[]
  2. BGH, Beschluss vom 10.01.2008 – IX ZB 109/07, WuM 2008, 113; BGH, Beschluss vom 16.11.2006 – IX ZA 26/06, WuM 2007, 41[]
  3. vgl. BGH, Urteil vom 07.03.2002 – IX ZB 11/02[]
  4. vgl. BVerfGE 107, 395 ff[]

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