Biometrie

Der Fingerabdruck-Scanner als Zeiterfassungssystem

Ein Zeiterfassungssystem per Fingerabdruck-Scanner handelt es sich um biometrische Daten, deren Verarbeitung nach Art. 9 Abs. 2 Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nur ausnahmsweise möglich ist. Durch die Nutzungsweigerung eines Arbeitnehmers kommt es zu keiner Pflichtverletzung. Außerdem ist die Erfassung ohne Einwilligung des Arbeitnehmers nicht zulässig. Mit dieser Begründung hat das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg

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Arbeitszeiterfassung – und die Darlegungslast im Überstundenprozess

Wird die Arbeitszeit des Arbeitnehmers (elektronisch) erfasst und zeichnet der Arbeitgeber oder für ihn ein Vorgesetzter des Arbeitnehmers die entsprechenden Arbeitszeitnachweise ab, kann der Arbeitnehmer im Überstundenprozess der ihm obliegenden Darlegungslast für die Leistung von Überstunden schon dadurch genügen, dass er schriftsätzlich die vom Arbeitgeber abgezeichneten Arbeitsstunden und den sich

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Die Folgen des EuGH-Urteils zur Arbeitszeiterfassung

Lange Zeit war die Vertrauensarbeitszeit das Mittel der Wahl, wenn es um ein flexibles Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ging. Zwar bedeutet die Vertrauensarbeitszeit streng genommen nur, dass es keine festen Arbeitszeiten gibt. Oft ging sie aber damit einher, dass auf eine Dokumentation der Arbeitszeiten nahezu vollständig verzichtet wurde. Solange

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Möglichkeiten der Arbeitszeiterfassung

Einem Außendienstmitarbeiter kann ohne vorherige Abmahnung gekündigt werden, wenn er sich während der Arbeitszeit in seiner Privatwohnung aufhält, ohne dass dies in der Arbeitszeiterfassung vermerkt wird. So hat das Landesarbeitsgericht Hamm in einem Fall bereits 2005 entschieden. Die Einführung einer Arbeitszeiterfassung bei seinen Arbeitnehmern hat für den Arbeitgeber einige Vorteile:

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Kündigung wegen Arbeitszeitbetrug

Ein paar Minuten bei der Arbeitszeit getrickst – das fällt doch nicht auf und schadet keinem. So zu denken kann für einen Arbeitnehmer zum Verlust des Arbeitsplatzes führen. Eine fristlose Kündigung wegen Arbeitszeitbetruges kann trotz langjähriger Betriebszugehörigkeit erfolgen. Das hat das Hessische Landesarbeitsgericht im Fall eines Arbeitnehmers entschieden, der mehr

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Die nicht erfasste Arbeitspause

Einem Arbeitnehmer, der bewusst eine Zeiterfassungsanlage nicht ordnungsgemäß bedient und dadurch Arbeitszeitbetrug begeht, kann fristlos gekündigt werden – auch bei einer 25jährigen Betriebszugehörigkeit. Mit dieser Begründung hat das Hessische Landesarbeitsgericht in dem hier vorliegenden Fall die fristlose Kündigung eines Beschäftigten in einer Großmetzgerei wegen vorsätzlichen Betruges als rechtmäßig angesehen. Der

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Elektronische Arbeitszeiterfassung – und der Auskunftsanspruch des Personalrats

Der Personalrat kann nicht verlangen, dass ihm die in der elektronischen Arbeitszeiterfassung gespeicherten Daten unter Namensnennung der Beschäftigten zur Verfügung gestellt werden; seine Überwachungsaufgabe kann er bereits effektiv wahrnehmen, wenn er zunächst nur die anonymisierten Arbeitszeitlisten der Dienststelle erhält. Rechtsgrundlage für das streitige ist § 68 Abs. 2 Satz 1

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Über zwei Jahre das Zeiterfassungsgerät absichtlich falsch bedient

Die absichtliche falsche Bedienung eines Zeiterfassungsgerätes verstößt gegen die Grundpflichten eines Beamten und kann zur Zurückstufung um zwei Ämter führen. Mit dieser Begründung hat das Verwaltungsgericht Trier in dem hier vorliegenden Fall einen kurz vor dem Ruhestand stehenden Beamten einer im südwestlichen Landesteil gelegenen Verbandsgemeinde zurückgestuft, der über zwei Jahre

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Elektronische Arbeitszeiterfassung – und der Personalrat

Der Personalrat kann nicht verlangen, von der Dienststelle den Zugriff auf die in der elektronischen Arbeitszeiterfassung gespeicherten Daten der namentlich bezeichneten Beschäftigten zu erhalten. In der Agentur für Arbeit Duisburg wird die Arbeitszeit der Beschäftigten mit Hilfe von Zeiterfassungsgeräten elektronisch erfasst. Der dortige Personalrat begehrt zur Wahrnehmung seiner Aufgabe zu

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