Gekürz­te Son­der­zah­lun­gen für Tele­kom-Beam­te

Die Kür­zung von Son­der­zah­lun­gen für die Beam­ten der Tele­kom im Rah­men der Novel­lie­rung des § 10 Post­Pers­RG war, wie jetzt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt auf eine Rich­ter­vor­la­ge des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ent­schied, ver­fas­sungs­ge­mäß. Art. 143b Abs. 3 Satz 1 GG garan­tiert den ehe­mals bei der Deut­schen Bun­des­post beschäf­tig­ten Beam­ten neben ihrem Sta­tus als Bun­des­be­am­te auch die mit die­sem Sta­tus ver­bun­de­ne, sich aus ihm ablei­ten­de umfas­sen­de Rechts­stel­lung der Bun­des­be­am­ten. Art. 143b Abs. 3 Satz 1 GG ver­mit­telt dage­gen kei­nen Schutz vor Ände­rung oder Auf­he­bung der nicht durch Art. 33 Abs. 5 GG geschütz­ten, nur auf­grund ein­fach­ge­setz­li­cher Rege­lung beim Über­gang bestehen­den Rech­te der Beam­ten.

Gekürz­te Son­der­zah­lun­gen für Tele­kom-Beam­te

Die gesetz­li­che Aus­gangs­la­ge[↑]

Im Zuge der Post­re­form wur­den aus der Deut­schen Bun­des­post die Teil­son­der­ver­mö­gen Post­dienst, Post­bank und Tele­kom gebil­det, die im Jah­re 1994 in Akti­en­ge­sell­schaf­ten umge­wan­delt wur­den. Die Umwand­lung erfolg­te auf der Grund­la­ge des neu ein­ge­füg­ten Art. 143b GG, der in Absatz 3 Satz 1 bestimmt, dass die ehe­mals bei der Deut­schen Bun­des­post täti­gen Bun­des­be­am­ten „unter Wah­rung ihrer Rechts­stel­lung“ bei den Post­nach­fol­ge­un­ter­neh­men (Deut­sche Post AG, Deut­sche Post­bank AG und Deut­sche Tele­kom AG) beschäf­tigt wer­den. Die Über­lei­tung der Bun­des­be­am­ten regel­te das hier­zu erlas­se­ne Post­per­so­nal­rechts­ge­setz (Post­Pers­RG). Zunächst konn­ten die bei den Nach­fol­ge­un­ter­neh­men beschäf­tig­ten Beam­ten leis­tungs­un­ab­hän­gi­ge Son­der­zah­lun­gen wei­ter nach den all­ge­mei­nen, für alle Bun­des­be­am­ten gel­ten­den Rege­lun­gen bean­spru­chen. Mit der Novel­lie­rung des § 10 Post­Pers­RG ent­fiel gemäß § 10 Abs. 1 Post­Pers­RG für die Beam­ten der Post­nach­fol­ge­un­ter­neh­men zum 1. Janu­ar 2004 der Anspruch auf Son­der­zah­lun­gen nach dem Bun­des­son­der­zah­lungs­ge­setz, das allen ande­ren Bun­des­be­am­ten ab 2004 eine jähr­li­che Son­der­zah­lung in Höhe von 5 % der Jah­res­be­zü­ge gewähr­te. Für die bei der Deut­schen Tele­kom AG (Tele­kom) beschäf­tig­ten Beam­ten wur­de zwar durch die Tele­kom-Son­der­zah­lungs­ver­ord­nung ein Anspruch auf Son­der­zah­lun­gen begrün­det, der jedoch bei der gro­ßen Mehr­zahl der Tele­kom-Beam­ten hin­ter dem Betrag zurück­blieb, den sie nach dem Bun­des­son­der­zah­lungs­ge­setz hät­ten bean­spru­chen kön­nen. Bereits vor der Neu­re­ge­lung war mit Wir­kung zum 1. April 2004 die durch­schnitt­li­che regel­mä­ßi­ge Arbeits­zeit der Tele­kom-Beam­ten von 38 auf 34 Wochen­stun­den ver­kürzt wor­den.

Das Ver­fah­ren[↑]

In den drei mit­ein­an­der ver­bun­de­nen Aus­gangs­ver­fah­ren klag­ten drei von der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land der Per­so­nal­ser­vice­agen­tur „Viven­to“ der Deut­schen Tele­kom AG zuge­wie­se­ne Tele­kom-Beam­te auf Zah­lung des Unter­schieds­be­trags zwi­schen der Son­der­zah­lung nach dem Bun­des­son­der­zah­lungs­ge­setz (§ 2 BSZG) und der gerin­ge­ren Zah­lung nach der Tele­kom-Son­der­zah­lungs­ver­ord­nung. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die Fra­ge der Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit des § 10 Abs. 1 Post­Pers­RG vor­ge­legt 1. Die Vor­schrift ver­sto­ße gegen den all­ge­mei­nen Gleich­be­hand­lungs­grund­satz, weil die Tele­kom-Beam­ten durch den Aus­schluss von der Gewäh­rung einer jähr­li­chen Son­der­zah­lung gegen­über ande­ren Bun­des­be­am­ten ohne trag­fä­hi­gen Grund benach­tei­ligt wür­den.

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ent­schied, dass § 10 Abs. 1 Post­Pers­RG mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar ist. Der mit der Vor­schrift bewirk­te Weg­fall der Son­der­zah­lung ver­stößt nicht gegen den in Art. 3 Abs. 1 GG in Ver­bin­dung mit Art. 33 Abs. 5 GG ver­an­ker­ten Grund­satz der glei­chen Besol­dung.

All­ge­mei­ner Gleich­heits­satz[↑]

Der all­ge­mei­ne Gleich­heits­satz des Art. 3 Abs. 1 GG gebie­tet dem Gesetz­ge­ber, wesent­lich Glei­ches gleich und wesent­lich Unglei­ches ungleich zu behan­deln 2. Er gilt für unglei­che Belas­tun­gen wie auch für unglei­che Begüns­ti­gun­gen 3. Wel­che Anfor­de­run­gen an die Recht­fer­ti­gungs­grün­de für gesetz­li­che Ungleich­be­hand­lun­gen zu stel­len sind, hängt wesent­lich davon ab, in wel­chem Maß sich die Ungleich­be­hand­lung von Per­so­nen oder Sach­ver­hal­ten auf die Aus­übung grund­recht­lich geschütz­ter Frei­hei­ten aus­wir­ken kann 4. Aus dem all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz erge­ben sich je nach Rege­lungs­ge­gen­stand und Dif­fe­ren­zie­rungs­merk­ma­len unter­schied­li­che Gren­zen für den Gesetz­ge­ber, die vom blo­ßen Will­kür­ver­bot bis zu einer stren­gen Bin­dung an Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­er­for­der­nis­se rei­chen 5.

Wird durch eine Norm eine Grup­pe von Normadres­sa­ten im Ver­gleich zu ande­ren Normadres­sa­ten ver­schie­den behan­delt, obwohl zwi­schen bei­den Grup­pen kei­ne Unter­schie­de von sol­cher Art und sol­chem Gewicht bestehen, dass sie die unglei­che Behand­lung recht­fer­ti­gen könn­ten, ver­letzt sie den all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz des Art. 3 Abs. 1 GG 6. Art. 3 Abs. 1 GG gebie­tet, dass hin­sicht­lich der Ungleich­be­hand­lung an ein sach­lich gerecht­fer­tig­tes Unter­schei­dungs­merk­mal ange­knüpft wird. Zur Begrün­dung einer Ungleich­be­hand­lung von Per­so­nen­grup­pen reicht es nicht aus, dass der Norm­ge­ber ein sei­ner Art nach geeig­ne­tes Unter­schei­dungs­merk­mal berück­sich­tigt hat. Viel­mehr muss auch für das Maß der Dif­fe­ren­zie­rung ein inne­rer Zusam­men­hang zwi­schen den vor­ge­fun­de­nen Ver­schie­den­hei­ten und der dif­fe­ren­zie­ren­den Rege­lung bestehen, der sich als sach­lich ver­tret­ba­rer Unter­schei­dungs­ge­sichts­punkt von hin­rei­chen­dem Gewicht anfüh­ren lässt 7.

Die her­ge­brach­ten Grund­sät­ze des Berufs­be­am­ten­tums[↑]

Im Bereich der Beam­ten­be­sol­dung folgt aus den in Art. 33 Abs. 5 GG gewähr­leis­te­ten her­ge­brach­ten Grund­sät­zen des Berufs­be­am­ten­tums 8, dass Beam­te eines Dienst­herrn mit glei­chen oder ver­gleich­ba­ren Dienst­pos­ten der­sel­ben Lauf­bahn in der Regel gleich zu besol­den sind 9. Die­ser Grund­satz der ämter­be­zo­ge­nen glei­chen Besol­dung erstreckt sich grund­sätz­lich auch auf Son­der­zah­lun­gen, da die­se als Teil der Gesamt­be­sol­dung anzu­se­hen sind. Dem steht nicht ent­ge­gen, dass aus Art. 33 Abs. 5 GG kein her­ge­brach­ter Grund­satz des Berufs­be­am­ten­tums abzu­lei­ten ist, der Beam­ten einen eigen­stän­di­gen Anspruch auf Gewäh­rung einer Son­der­zah­lung garan­tiert, weder dem Grun­de noch der Höhe nach. Die Gewäh­rung einer jähr­li­chen Son­der­zu­wen­dung hat erst nach 1949 Ein­gang in das Beam­ten­recht des Bun­des und der Län­der gefun­den 10 und steht grund­sätz­lich zur frei­en Dis­po­si­ti­on des Besol­dungs­ge­setz­ge­bers, der sie – ein­heit­lich für alle ihm zuge­hö­ri­gen Beam­ten – im Rah­men der all­ge­mei­nen grund­ge­setz­li­chen Bin­dun­gen jeder­zeit für die Zukunft min­dern oder strei­chen kann, soweit sich die Bezü­ge in ihrer Gesamt­hö­he noch als amts­an­ge­mes­sen dar­stel­len 11.

Der Grund­satz der glei­chen Besol­dung gilt aller­dings nicht unein­ge­schränkt. Ungleich­be­hand­lun­gen sind dann zuläs­sig, wenn sie sach­lich am Maß­stab des all­ge­mei­nen Gleich­heits­sat­zes aus Art. 3 Abs. 1 GG zu recht­fer­ti­gen sind 12. Das Bemü­hen, Aus­ga­ben zu spa­ren, reicht zwar im Besol­dungs­recht regel­mä­ßig nicht aus, um eine unter­schied­li­che Behand­lung ver­schie­de­ner Per­so­nen­grup­pen zu recht­fer­ti­gen 13; ergän­zen­de fis­ka­li­sche Erwä­gun­gen sind jedoch durch­aus zuläs­sig 14.

Beim Erlass besol­dungs­recht­li­cher Vor­schrif­ten hat der Gesetz­ge­ber einen wei­ten Spiel­raum poli­ti­schen Ermes­sens, inner­halb des­sen er das Besol­dungs­recht den tat­säch­li­chen Not­wen­dig­kei­ten und der fort­schrei­ten­den Ent­wick­lung anpas­sen und ver­schie­den­ar­ti­ge Gesichts­punk­te berück­sich­ti­gen darf 15. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt kann, sofern nicht von der Ver­fas­sung selbst getrof­fe­ne Wer­tun­gen ent­ge­gen­ste­hen, nur die Über­schrei­tung äußers­ter Gren­zen bean­stan­den, jen­seits derer sich gesetz­li­che Vor­schrif­ten bei der Abgren­zung von Lebens­sach­ver­hal­ten als evi­dent sach­wid­rig erwei­sen; es über­prüft aber nicht, ob der Gesetz­ge­ber die gerech­tes­te, zweck­mä­ßigs­te und ver­nünf­tigs­te Lösung gewählt hat 16.

Besol­dung ehe­ma­li­ger Post­be­am­ter[↑]

Der Anspruch auf glei­che Besol­dung steht gemäß Art. 143b Abs. 3 Satz 1 GG auch den ehe­mals bei der Deut­schen Bun­des­post beschäf­tig­ten Beam­ten der Deut­schen Tele­kom AG im Ver­hält­nis zu den übri­gen Bun­des­be­am­ten zu. Art. 143b Abs. 3 Satz 1 GG bestimmt zu ihren Guns­ten, dass sie „unter Wah­rung ihrer Rechts­stel­lung“ bei den Post­nach­fol­ge­un­ter­neh­men beschäf­tigt wer­den. Wie das Vor­la­ge­ge­richt zutref­fend fest­ge­stellt hat, garan­tiert Art. 143b Abs. 3 Satz 1 GG den ehe­mals bei der Deut­schen Bun­des­post beschäf­tig­ten Beam­ten nicht nur den blo­ßen Sta­tus als Bun­des­be­am­te, son­dern auch die mit die­sem Sta­tus ver­bun­de­ne, sich aus ihm ablei­ten­de umfas­sen­de Rechts­stel­lung der Bun­des­be­am­ten. Hier­zu gehört auch der Anspruch auf glei­che Ali­men­ta­ti­on der Bun­des­be­am­ten. Der blo­ße Umstand, dass die Tele­kom­Be­am­ten nun­mehr viel­fach nicht mehr mit der Wahr­neh­mung hoheit­li­cher Auf­ga­ben befasst sind und sich ihre Tätig­keit inso­weit von der Tätig­keit der meis­ten ande­ren Bun­des­be­am­ten unter­schei­det, schließt die­sen Anspruch nicht aus.

Art. 143b Abs. 3 Satz 1 GG stellt im Zuge der gemäß Art. 87f Abs. 2 GG erfolg­ten Auf­ga­ben­pri­va­ti­sie­rung von Post- und Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­dienst­leis­tun­gen klar, dass die betrof­fe­nen Beam­ten durch die Wei­ter­be­schäf­ti­gung bei einem (pri­va­ten) Nach­fol­ge­un­ter­neh­men der Deut­schen Bun­des­post kei­ne Ein­bu­ße in den Rechts­po­si­tio­nen erlei­den sol­len, die ihr Amt im sta­tus­recht­li­chen Sin­ne betref­fen 17. Das Amt im sta­tus­recht­li­chen Sinn ist durch die Zuge­hö­rig­keit zu einer bestimm­ten Lauf­bahn oder Lauf­bahn­grup­pe, durch die Besol­dungs­grup­pe sowie durch die dem Beam­ten ver­lie­he­ne Amts­be­zeich­nung gekenn­zeich­net 18. Die von der Umwand­lung betrof­fe­nen Bun­des­be­am­ten behal­ten, obgleich sie in pri­va­ten Unter­neh­men tätig wer­den, die ihnen kraft des nicht been­de­ten Dienst­ver­hält­nis­ses zum Bund zuste­hen­den (Status-)Rechte 19. Ein Aus­fluss die­ser Sta­tus­rech­te ist der Anspruch auf besol­dungs­recht­li­che Gleich­be­hand­lung.

Ande­rer­seits schließt Art. 143b Abs. 3 Satz 1 GG nicht aus, dass aus den Beson­der­hei­ten der Tätig­keit der Beam­ten bei einem pri­va­ten Unter­neh­men Grün­de her­ge­lei­tet wer­den, die eine Ungleich­be­hand­lung mit ande­ren Bun­des­be­am­ten recht­fer­ti­gen.

Ein über den Sta­tus­schutz hin­aus­ge­hen­der Schutz ist Art. 143b Abs. 3 Satz 1 GG nicht zu ent­neh­men. Art. 143b Abs. 3 Satz 1 GG ver­mit­telt kei­nen Schutz vor Ände­rung oder Auf­he­bung der nicht durch Art. 33 Abs. 5 GG geschütz­ten, nur auf­grund ein­fach­ge­setz­li­cher Rege­lung beim Über­gang bestehen­den Rech­te der Beam­ten 20.

Bereits vor der Auf­nah­me des Art. 143b Abs. 3 Satz 1 GG in das Grund­ge­setz hat­ten die Beam­ten bei der Deut­schen Bun­des­post – jen­seits ihrer Sta­tus­rech­te – kei­nen Anspruch dar­auf, dass ihnen ohne Anse­hung von sach­li­chen Unter­schie­den stets die glei­che Behand­lung zuteil wur­de wie ande­ren Bun­des­be­am­ten. Viel­mehr stand ihnen ledig­lich der in Art. 3 Abs. 1 GG in Ver­bin­dung mit Art. 33 Abs. 5 GG wur­zeln­de Anspruch auf Gleich­be­hand­lung im Ver­hält­nis zu ande­ren Bun­des­be­am­ten zu, der wegen sach­li­cher Grün­de von hin­rei­chen­dem Gewicht beschränkt wer­den konn­te.

Dies führ­te bei­spiels­wei­se dazu, dass schon seit der Post­re­form I im Jahr 1989 hin­sicht­lich Lauf­bahn und Besol­dung Unter­schie­de zwi­schen Beam­ten der Deut­schen Bun­des­post und ande­ren Bun­des­be­am­ten bestan­den. So hat­te etwa § 50 Abs. 2 des Geset­zes über die Unter­neh­mens­ver­fas­sung der Deut­schen Bun­des­post – Post­VerfG – vom 08.06.1989 21 beson­de­re Leis­tungs­zu­la­gen für Beam­te der Deut­schen Bun­des­post vor­ge­se­hen, die dazu die­nen soll­ten, die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Deut­schen Bun­des­post wegen der ver­än­der­ten Markt­si­tua­ti­on zu stär­ken 22. Die bei der Deut­schen Bun­des­post beschäf­tig­ten Beam­ten konn­ten somit schon bis­her – bei Vor­lie­gen sach­li­cher Grün­de von hin­rei­chen­dem Gewicht – von einer Ungleich­be­hand­lung im Sin­ne einer Bes­ser­stel­lung pro­fi­tie­ren, sie muss­ten gege­be­nen­falls aber auch eine Schlech­ter­stel­lung hin­neh­men. Dies galt auch für „neu ent­stan­de­ne“ Dif­fe­ren­zie­rungs­kri­te­ri­en, etwa das Erfor­der­nis der Stei­ge­rung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Deut­schen Bun­des­post.

Es bestehen kei­ne Anhalts­punk­te dafür, Art. 143b Abs. 3 Satz 1 GG einen über Art. 33 Abs. 5 GG hin­aus­ge­hen­den Schutz von ein­fach­ge­setz­lich begrün­de­ten Rechts­po­si­tio­nen zu ent­neh­men; dies wür­de zu einer weder durch die Pri­va­ti­sie­rung noch ander­wei­tig zu recht­fer­ti­gen­den Pri­vi­le­gie­rung der Beam­ten der Post­nach­fol­ge­un­ter­neh­men gegen­über den sons­ti­gen Bun­des­be­am­ten füh­ren 23. Eine sol­che Pri­vi­le­gie­rung der Beam­ten der Post­nach­fol­ge­un­ter­neh­men gegen­über den sons­ti­gen Bun­des­be­am­ten für die Zukunft ist dem Wort­laut der Ver­fas­sung, in dem ledig­lich von „Wah­rung“, also Bewah­rung und Kon­ser­vie­rung einer Rechts­stel­lung die Rede ist, und der Begrün­dung des Gesetz­ent­wurfs zu Art. 143b GG, die davon spricht, dass die Rechts­stel­lung der Beam­ten der Post­nach­fol­ge­un­ter­neh­men „unver­än­dert“ blei­ben soll 24, nicht zu ent­neh­men.

Die Rege­lung des § 10 Post­Pers­RG[↑]

Die vor­ge­leg­te Rege­lung des § 10 Abs. 1 Post­Pers­RG ist mit dem in Art. 3 Abs. 1 GG in Ver­bin­dung mit Art. 33 Abs. 5 GG ver­an­ker­ten Grund­satz der glei­chen Besol­dung ver­ein­bar. Die mit der Abschaf­fung der Son­der­zah­lung in § 10 Abs. 1 Post­Pers­RG bewirk­te Ungleich­be­hand­lung der Beam­ten der Post­nach­fol­ge­un­ter­neh­men im Ver­gleich zu den übri­gen Bun­des­be­am­ten kann sich auf einen sach­ge­rech­ten und hin­rei­chend gewich­ti­gen Dif­fe­ren­zie­rungs­grund im Sin­ne des Art. 3 Abs. 1 GG stüt­zen.

§ 10 Abs. 1 Post­Pers­RG ver­folg­te mit dem Weg­fall der Son­der­zah­lung nach dem Bun­des­son­der­zah­lungs­ge­setz in ers­ter Linie das Ziel einer Stär­kung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Post­nach­fol­ge­un­ter­neh­men.

Die­ses Ziel ist als sol­ches grund­sätz­lich hin­rei­chend gewich­tig, um eine Ungleich­be­hand­lung zu recht­fer­ti­gen. Seit der Libe­ra­li­sie­rung des Post­mark­tes wer­den die zuvor in staat­li­cher Eigen­re­gie bereit­ge­stell­ten Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­dienst­leis­tun­gen durch die Deut­sche Tele­kom AG und ande­re pri­va­te Anbie­ter im Wege einer pri­vat­wirt­schaft­li­chen Tätig­keit ange­bo­ten 25. Dem Bund kommt dem­ge­gen­über nur noch eine Gewähr­leis­tungs­ver­ant­wor­tung zu; er hat gemäß Art. 87f Abs. 1 GG dafür Sor­ge zu tra­gen, dass die pri­vat­wirt­schaft­lich täti­gen Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men flä­chen­de­ckend ange­mes­se­ne und aus­rei­chen­de Dienst­leis­tun­gen anbie­ten. Funk­tio­niert der Wett­be­werb im Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­reich nicht oder beschränkt er sich auf lukra­ti­ve Berei­che, soll der Infra­struk­tur­si­che­rungs­auf­trag des Bun­des ver­hin­dern, dass es bei und nach der Pri­va­ti­sie­rung und Libe­ra­li­sie­rung des Post- und Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­sens zu einer Unter­ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung mit den ent­spre­chen­den Dienst­leis­tun­gen kommt 26. Maß­nah­men des Bun­des, die die Besei­ti­gung bestehen­der Beein­träch­ti­gun­gen eines funk­tio­nie­ren­den Wett­be­werbs zum Ziel haben, erschei­nen danach als Aus­for­mung des Infra­struk­tur­si­che­rungs­auf­trags des Bun­des not­wen­dig und zuläs­sig.

Art. 143b Abs. 3 Satz 1 GG schließt nicht von vorn­her­ein aus, sol­che Beein­träch­ti­gun­gen auch in spe­zi­fi­schen Las­ten zu erbli­cken, die die Deut­sche Tele­kom AG des­we­gen zu tra­gen hat, weil sie wegen Art. 143b Abs. 3 GG anders als ihre pri­va­ten Wett­be­wer­ber nach wie vor eine nicht uner­heb­li­che Zahl ehe­mals bei der Deut­schen Bun­des­post beschäf­tig­ter Bun­des­be­am­ter in Diens­ten hat.

Die Ein­schät­zung des Gesetz­ge­bers, zur Her­stel­lung ver­gleich­ba­rer und fai­rer Wett­be­werbs­be­din­gun­gen sei eine Abmil­de­rung die­ser Son­der­be­las­tun­gen geeig­net und erfor­der­lich, ist ver­fas­sungs­recht­lich nicht zu bean­stan­den.

Die Abschaf­fung der Son­der­zah­lung nach dem Bun­des­son­der­zah­lungs­ge­setz war Bestand­teil einer über­grei­fen­den Rege­lungs­stra­te­gie; das Ziel der Stei­ge­rung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Post­nach­fol­ge­un­ter­neh­men soll­te nach dem Wil­len des Gesetz­ge­bers auch über eine Fle­xi­bi­li­sie­rung des Dienst­rechts der bei die­sen Unter­neh­men wei­ter­be­schäf­tig­ten Beam­ten erreicht wer­den 27. Die Ein­schät­zung des Bun­des­ge­setz­ge­bers, zur Her­stel­lung eines funk­tio­nie­ren­den Wett­be­werbs im Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­reich bedür­fe es einer gewis­sen Fle­xi­bi­li­sie­rung des Per­so­nal­ein­sat­zes der bei den Post­nach­fol­ge­un­ter­neh­men wei­ter­be­schäf­tig­ten Beam­ten, erscheint zumin­dest plau­si­bel und ist ange­sichts des wei­ten Ein­schät­zungs­spiel­raums des Gesetz­ge­bers im Bereich des Besol­dungs­rechts ver­fas­sungs­recht­lich nicht zu bean­stan­den. Dies gilt ins­be­son­de­re für die Annah­me des Gesetz­ge­bers, die Kür­zung der Son­der­zah­lung in Ver­bin­dung mit der Stär­kung leis­tungs­ab­hän­gi­ger Ver­gü­tungs­ele­men­te kön­ne – neben ande­ren Maß­nah­men wie etwa einer Erwei­te­rung der Zuwei­sungs­mög­lich­kei­ten der Beam­ten (vgl. hier­zu § 4 Post­Pers­RG) – einen Bei­trag zur Abmil­de­rung der per­so­nal­wirt­schaft­li­chen Nach­tei­le der Post­nach­fol­ge­un­ter­neh­men gegen­über Mit­be­wer­bern lie­fern, bei denen kei­ne Mit­ar­bei­ter im Beam­ten­ver­hält­nis beschäf­tigt sind.

Die durch die Kür­zung gemäß § 10 Abs. 1 Post­Pers­RG bewirk­te Ungleich­be­hand­lung der Tele­kom­Be­am­ten gegen­über ande­ren Bun­des­be­am­ten war auch nicht unver­hält­nis­mä­ßig. Der vom Besol­dungs­ge­setz­ge­ber vor­ge­nom­me­ne Aus­gleich zwi­schen sei­nen Infra­struk­tur­pflich­ten gemäß Art. 87f Abs. 1 GG sowie Art. 87f Abs. 2 Satz 1 GG und sei­ner dienst­recht­li­chen Gewähr­leis­tungs­ver­ant­wor­tung für die frü­he­ren Beam­ten der Deut­schen Bun­des­post aus Art. 33 Abs. 5 GG und Art. 143b Abs. 3 Satz 1 GG erscheint nicht unan­ge­mes­sen.

Der Besol­dungs­ge­setz­ge­ber hat die ver­fas­sungs­recht­li­che Span­nungs­la­ge zwi­schen Art. 87f GG und dem Grund­satz der Gleich­heit der Besol­dung nicht ein­sei­tig zu Las­ten der Beam­ten und zuguns­ten der Stei­ge­rung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit der pri­va­ti­sier­ten Unter­neh­men auf­ge­löst. Er ermög­lich­te durch § 10 Abs. 2 Post­Pers­RG die Ein­füh­rung von Leis­tungs­ent­geltre­ge­lun­gen, durch die der Weg­fall der Son­der­zah­lung zumin­dest teil­wei­se aus­ge­gli­chen wer­den konn­te 28. Dar­über hin­aus ist zu berück­sich­ti­gen, dass die Wochen­ar­beits­zeit der vom Weg­fall der Son­der­zah­lung betrof­fe­nen Beam­ten gekürzt wur­de. Zwar stellt die Beam­ten­be­sol­dung auch wei­ter­hin kei­ne Ent­loh­nung für bestimm­te Diens­te oder kon­kre­te Arbeits­zei­ten dar 29. Den­noch spricht nichts dage­gen, die Ver­kür­zung der Regel­ar­beits­zeit gegen­über den übri­gen Bun­des­be­am­ten (34 Wochen­stun­den gegen­über zunächst 38,5, dann 40 und spä­ter 41 Wochen­stun­den) im Rah­men der Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­prü­fung als einen ent­las­ten­den und die betrof­fe­nen Tele­kom­Be­am­ten begüns­ti­gen­den Fak­tor anzu­se­hen. Für die­je­ni­gen Beam­ten, die eine höhe­re regel­mä­ßi­ge Wochen­ar­beits­zeit als 34 Stun­den hat­ten, wur­de der Weg­fall der Son­der­zah­lung im Ver­ord­nungs­we­ge kom­pen­siert (vgl. § 5 Tele­komSZV). Damit waren nur sol­che Beam­ten von einer Kür­zung betrof­fen, die auch von der Kür­zung der Arbeits­zeit pro­fi­tier­ten.

Ent­ge­gen den Aus­füh­run­gen des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts in der Vor­la­ge ver­stößt § 10 Abs. 1 Post­Pers­RG nicht gegen das Ver­bot der unfrei­wil­li­gen Teil­zeit­be­schäf­ti­gung von Beam­ten. Zwar weist das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt zu Recht dar­auf hin, dass die Anord­nung einer unfrei­wil­li­gen Teil­zeit­be­schäf­ti­gung grund­sätz­lich nicht mit dem Ali­men­ta­ti­ons­prin­zip ver­ein­bar ist, wenn der betrof­fe­ne Beam­te durch die ent­spre­chend der Arbeits­zeit redu­zier­te Besol­dung nicht das Ein­kom­mens­ni­veau erreicht, das der Besol­dungs­ge­setz­ge­ber selbst als dem jewei­li­gen Amt ange­mes­sen ein­ge­stuft hat 30. Die vor­lie­gen­de Fall­kon­stel­la­ti­on ist aller­dings trotz des engen Zusam­men­hangs zwi­schen den sich von den übri­gen Bun­des­be­am­ten unter­schei­den­den Arbeits­zeit- und Besol­dungs­re­ge­lun­gen der bei der Deut­schen Tele­kom AG beschäf­tig­ten Beam­ten 31 nicht als unfrei­wil­li­ge Teil­zeit­be­schäf­ti­gung die­ser Beam­ten zu wer­ten.

Um eine Teil­zeit­be­schäf­ti­gung han­delt es sich, wenn die Arbeits­zeit eines Beschäf­tig­ten gegen­über der Regel­ar­beits­zeit für Voll­zeit­be­schäf­tig­te ver­kürzt ist (vgl. § 91 Abs. 1 BBG), wobei auf der Besol­dungs­sei­te im glei­chen Ver­hält­nis auch eine Kür­zung der Dienst­be­zü­ge statt­fin­det (vgl. § 6 Abs. 1 BBesG i.V.m. § 1 Abs. 2 BBesG). In der Ver­kür­zung der regel­mä­ßi­gen Arbeits­zeit von 38 auf 34 Wochen­stun­den für Tele­kom­Be­am­te liegt schon kei­ne Anord­nung einer Teil­zeit, da die auf 34 Wochen­stun­den her­ab­ge­setz­te Arbeits­zeit defi­ni­ti­ons­ge­mäß nicht Bruch­teil der Regel­ar­beits­zeit ist, son­dern die neue Regel­ar­beits­zeit. Sie stellt damit den Aus­gangs­punkt jeder neu­en Berech­nung von Teil­zeit dar. Vor allem aber zog die Kür­zung der Wochen­ar­beits­zeit kei­ne ent­spre­chen­de Kür­zung der Dienst­be­zü­ge (§ 1 Abs. 2 BBesG) nach sich, denn dazu zäh­len Son­der­zah­lun­gen als sons­ti­ge Bezü­ge gemäß § 1 Abs. 3 BBesG nicht. Eine Teil­zeit­be­schäf­ti­gung müss­te sich besol­dungs­recht­lich ins­be­son­de­re in einer ent­spre­chen­den Kür­zung des Grund­ge­halts (§ 1 Abs. 2 Nr. 1 BBesG) nie­der­schla­gen. Das Grund­ge­halt blieb vor­lie­gend jedoch trotz Ver­kür­zung der Arbeits­zeit unan­ge­tas­tet. Der Weg­fall der Son­der­zah­lung nach dem Bun­des­son­der­zah­lungs­ge­setz bedeu­tet zudem auch nur eine unge­fäh­re Kür­zung der Gesamt­be­sol­dung im Ver­hält­nis zur Ver­rin­ge­rung der Arbeits­zeit; eine Kür­zung der Dienst­be­zü­ge im glei­chen Ver­hält­nis wie die Arbeits­zeit (§ 6 Abs. 1 BBesG) liegt nicht vor.

Der Weg­fall der Son­der­zah­lung betrifft schließ­lich einen Besol­dungs­be­stand­teil, der im Rah­men einer ins­ge­samt amts­an­ge­mes­se­nen Ali­men­ta­ti­on grund­sätz­lich zur frei­en Dis­po­si­ti­on des Besol­dungs­ge­setz­ge­bers steht. Auch bei Beam­ten des­sel­ben Dienst­herrn besteht nicht sel­ten eine über die Jah­re ent­stan­de­ne (unüber­sicht­li­che) Viel­zahl mit­tel­bar und unmit­tel­bar besol­dungs­re­le­van­ter Detail­re­ge­lun­gen, die unter dem Gesichts­punkt der Besol­dungs­gleich­heit nicht schon des­halb zu bean­stan­den sind, weil sie sich von den für ande­re Beam­ten­grup­pen gel­ten­den unter­schei­den. Im Hin­blick auf die Beam­ten der Deut­schen Bun­des­post ist an die bereits mit der Post­re­form I ein­ge­führ­ten Leis­tungs­zu­la­gen (§ 50 Abs. 2 Post­VerfG), die Rege­lun­gen der Post­leis­tungs­zu­la­gen­ver­ord­nung aus dem Jahr 1996 (PostLZulV) oder die von der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­tra­ge­nen Pri­vi­le­gie­run­gen der Post­be­am­ten bei der Post­be­am­ten­kran­ken­kas­se zu erin­nern. Dies zeigt wei­ter auch der Ver­gleich mit den Beam­ten der Deut­schen Post AG und der Deut­schen Post­bank AG, die wei­te­re Zula­gen und Son­der­zah­lun­gen erhal­ten. Auch dabei han­delt es sich um besol­dungs­re­le­van­te Leis­tun­gen, die den übri­gen Bun­des­be­am­ten nicht zustan­den bezie­hungs­wei­se zuste­hen. Auch ange­sichts die­ser Son­der­re­ge­lun­gen kann die Kür­zung der Son­der­zah­lun­gen nicht als unver­hält­nis­mä­ßig erach­tet wer­den.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 17. Janu­ar 2012 – 2 BvL 4/​09

  1. BVerwG, Aus­set­zungs- und Vor­la­ge­be­schluss vom 11.12.2008 – 2 C 121.07 – in der Fas­sung des Beschlus­ses vom 31.03.2011[]
  2. vgl. BVerfGE 116, 164, 180; stRspr[]
  3. BVerfGE 110, 412, 431; 116, 164, 180; 126, 400, 416[]
  4. stRspr; vgl. BVerfGE 112, 164, 174[]
  5. stRspr; vgl. BVerfGE 110, 274, 291; 112, 164, 174; 116, 164, 180; 117, 1, 30; 124, 199, 219; 126, 400, 416 ff.[]
  6. vgl. BVerfGE 55, 72, 88; 84, 197, 199; 93, 386, 397; 100, 195, 205; 107, 205, 213; 109, 96, 123; stRspr[]
  7. BVerfGE 124, 199, 220; stRspr[]
  8. vgl. dazu etwa BVerfGE 119, 247, 260 ff., 272 f.[]
  9. vgl. schon BVerfGE 12, 326, 334[]
  10. vgl. BVerfGK 12, 234, 239[]
  11. vgl. BVerfG, Beschluss vom 29.11.1967 – 2 BvR 668/​67, JZ 1968, S. 61; BVerfGE 44, 249, 263; 49, 260, 272; 117, 330, 350[]
  12. stRspr; zuletzt BVerfGE 107, 218, 243 ff. m.w.N.: Beam­ten­be­sol­dung Ost I; BVerfGE 107, 257, 269 ff.: Beam­ten­be­sol­dung Ost II; BVerfGE 114, 258, 281: pri­va­te Alters­vor­sor­ge für Beam­te; BVerfGE 117, 330, 352 f.: Bal­lungs­raum­zu­la­ge; vgl. auch BVerfGE 12, 326, 333: unter­schied­li­che Besol­dung von Rich­tern der ordent­li­chen und der Ver­wal­tungs­ge­richts­bar­keit; BVerfGE 26, 100, 110 ff.: besol­dungs­recht­li­che Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen Rich­tern am Lan­des­so­zi­al­ge­richt und Rich­tern am Ober­ver­wal­tungs­ge­richt; BVerfGE 26, 163, 169 ff.: ver­fas­sungs­recht­lich gebo­te­ne besol­dungs­recht­li­che Gleich­stel­lung von Lan­des­ar­beits­ge­richts­di­rek­to­ren mit Senats­prä­si­den­ten am Ober­lan­des­ge­richt und am Lan­des­so­zi­al­ge­richt; aus der Kam­mer­recht­spre­chung: BVerfG, Beschluss vom 02.06.2001 – 2 BvR 571/​00, NJW 2002, S. 743: Auf­schub der linea­ren Erhö­hung der Bezü­ge in bestimm­ten Besol­dungs­grup­pen; BVerfGK 2, 64, 67, 69 f.: Nicht­ge­wäh­rung der Ein­mal­zah­lung für bestimm­te Ruhe­stands­be­am­te[]
  13. vgl. BVerfGE 19, 76, 84 f.; 76, 256, 311; 93, 386, 402; 114, 258, 291[]
  14. vgl. BVerfGE 76, 256, 311; 114, 258, 291 f.[]
  15. vgl. BVerfGE 8, 1, 22; 13, 356, 362; 26, 141, 158 ff.; 71, 39, 52 f.; 103, 310, 319 f.; 107, 257, 271; 110, 353, 364[]
  16. vgl. BVerfGE 65, 141, 148 f., 107, 257, 271[]
  17. vgl. auch die Begrün­dung der Bun­des­re­gie­rung zum Gesetz­ent­wurf BT-Drucks 12/​7269, S. 5 f.[]
  18. vgl. BVerfGE 70, 251, 266 f.; aus der fach­ge­richt­li­chen Recht­spre­chung BVerw­GE 69, 303, 306; 89, 199, 200; 126, 182, 183 f.; stRspr[]
  19. vgl. Gers­dorf, in: v. Mangoldt/​Klein/​Starck, GG, Bd. 3, 6. Aufl.2010, Art. 143b Rn.19; Ossenbühl/​Ritgen, Beam­te in pri­va­ten Unter­neh­men, Zum Rechts­sta­tus der von der Deut­schen Tele­kom AG über­nom­me­nen Bun­des­be­am­ten, 1999, S. 80 f.; Ster­zel, Der Schutz des Pri­va­ti­sie­rungs­be­am­ten gemäß Art. 143b Abs. 3 GG, 2003, S. 46 f.[]
  20. vgl. etwa Pech­stein, Öff­nungs­klau­seln im Beam­ten­recht, 1999, S. 31 ff.; Ossenbühl/​Ritgen, a.a.O., 1999, S. 44 ff.; a.A.: Stern/​Bauer, in: Stern, Post­recht der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, Stand: März 2000, Art. 143b GG Rn. 80[]
  21. BGBl I S. 1026[]
  22. vgl. dazu auch die Begrün­dung zum Ent­wurf eines Geset­zes zur Neu­struk­tu­rie­rung des Post- und Fern­mel­de­we­sens und der Deut­schen Bun­des­post – Post­struk­tur­ge­setz, BT-Drucks 11/​2854, S. 53 f. -, dort noch zu § 42 Post­VerfG; dazu auch Wag­ner, DVBl 1989, S. 277 ff., 278[]
  23. so auch Pech­stein, a.a.O., 1999, S. 33; Ossenbühl/​Ritgen, a.a.O., 1999, S. 44 ff.[]
  24. BT-Drucks 12/​6717, S. 4[]
  25. vgl. Art. 87f Abs. 2 Satz 1 GG[]
  26. vgl. BVerfGE 108, 370, 392 ff. für den Bereich des Post­we­sens[]
  27. sie­he BT-Drucks 15/​3404, S. 8[]
  28. vgl. BT-Drucks 15/​3404, S. 11[]
  29. vgl. BVerfGE 21, 329, 344 f.; 114, 258, 288; 119, 247, 269; stRspr[]
  30. vgl. BVerfGE 119, 247, 269 f. m.w.N.[]
  31. vgl. BT-Drucks 15/​3732, S. 5[]