Bewer­tung der Not­ar­be­wer­ber – und die Anzahl der Dezi­mal­stel­len

Die für die Bewer­tung der fach­li­chen Eig­nung der kon­kur­rie­ren­den Bewer­ber gemäß § 6 Abs. 3 Satz 3 BNo­tO maß­geb­li­che und sich zu 60 % nach dem Ergeb­nis der nota­ri­el­len Fach­prü­fung und zu 40 % nach dem Ergeb­nis der die juris­ti­sche Aus­bil­dung abschlie­ßen­den Staats­prü­fung bestim­men­de Gesamt­punkt­zahl ist rech­ne­risch nur bis auf zwei Dezi­mal­stel­len zu ermit­teln. Die

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Bewer­tung der Not­ar­be­wer­ber – und die Fort­bil­dung

Der Begriff "jähr­lich" im Sin­ne des § 6 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 BNo­tO ist dahin­ge­hend aus­zu­le­gen, dass der Bewer­ber in jedem auf das Bestehen der nota­ri­el­len Fach­prü­fung fol­gen­den Jahr die erfor­der­li­chen Fort­bil­dungs­maß­nah­men ergrif­fen haben muss. Die Fort­bil­dung muss dabei jeweils vor Ablauf des jewei­li­gen Kalen­der­jahrs erfolgt sein. Die Fra­ge, ob die Teil­nah­me

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War­te­frist zum Anwalts­no­ta­ri­at – und die Eltern­zeit

Die Rege­lung in § 6 Abs. 2 Satz 7 BNo­tO ist dahin aus­zu­le­gen, dass auch ohne Ver­zicht auf die Zulas­sung zur Anwalt­schaft Unter­bre­chun­gen der anwalt­li­chen Tätig­keit für die Dau­er von bis zu zwölf Mona­ten wegen Schwan­ger­schaft oder Betreu­ung eines Kin­des oder eines pfle­ge­be­dürf­ti­gen Ange­hö­ri­gen nicht als "Unter­bre­chung" der Tätig­keit im Sin­ne des §

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Anwalts­no­ta­ri­at – und der Nach­weis der anwalt­li­chen Tätig­keit

Zwar ist das Vor­lie­gen der Bestel­lungs­vor­aus­set­zun­gen vom Bewer­ber nach­zu­wei­sen (§ 6 Abs. 2 Satz 1 BNo­tO). Die Beant­wor­tung der Fra­ge nach Art, Umfang und Beur­tei­lung der erfor­der­li­chen Nach­wei­se hängt aber maß­ge­bend von den Umstän­den des Ein­zel­falls ab. Uner­heb­lich ist bei Fra­gen des Bewei­ses von Tat­sa­chen ins­be­son­de­re, wie im Bereich ande­rer Lan­des­jus­tiz­ver­wal­tun­gen ver­fah­ren wird.

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Anwalts­no­ta­ri­at – und der Anspruch auf eine Notar­stel­le

Ein Rechts­an­walt kann mit sei­nem Ver­pflich­tungs­an­trag, eine aus­ge­schrie­be­ne Stel­le mit ihm zu beset­zen, schon des­halb nicht durch­drin­gen kann, weil die Bun­des­no­tar­ord­nung dem Bewer­ber für das Amt des Notars kei­nen Anspruch auf Bestel­lung gibt, son­dern ledig­lich die Vor­aus­set­zun­gen regelt, unter denen das Amt ver­lie­hen wer­den kann. Dar­aus folgt nicht, dass ein

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Kon­kur­ren­ten­streit – und die unter­lau­fe­ne Ver­fas­sungs­be­schwer­de als Amts­pflicht­ver­let­zung

Die Wei­ge­rung des Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums, mit einer Stel­len­be­set­zung bis zu einer Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts über die Ver­fas­sungs­be­schwer­de des über­gan­ge­nen Not­ar­be­wer­bers zuzu­war­ten, kann als schuld­haf­te Amts­pflicht­ver­let­zung ein­zu­ord­nen sein. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat bereits in der Haupt­sa­che­ent­schei­dung vom 08.10.2004 bezüg­lich der Kon­kur­ren­ten­kla­ge des unter­le­ge­nen Not­ar­be­wer­bers gerügt, dass der Bit­te des Not­ar­be­wer­bers um Frei­hal­tung nicht

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Amts­pflicht­ver­let­zung bei der Bewer­ber­aus­wahl – und der hypo­the­ti­sche Abbruch des Aus­wahl­ver­fah­rens

Zur Beant­wor­tung der Fra­ge, ob die fest­ge­stell­ten Amts­pflicht­ver­let­zun­gen den behaup­te­ten Scha­den ver­ur­sacht haben, ist zu prü­fen, wel­chen Ver­lauf die Din­ge bei pflicht­ge­mä­ßem Ver­hal­ten des Amts­trä­gers genom­men hät­ten und wie sich in die­sem Fal­le die Ver­mö­gens­la­ge des Ver­letz­ten dar­stel­len wür­de . Es han­delt sich dabei um den haf­tungs­aus­fül­len­den Ursa­chen­zu­sam­men­hang zwi­schen Haf­tungs­grund

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Bewer­bung auf eine neue Notar­stel­le – und die Min­dest­ver­weil­dau­er

Die Prü­fung, ob die Inter­es­sen an einer geord­ne­ten Rechts­pfle­ge die Beru­fung auf die Min­dest­ver­weil­dau­er recht­fer­ti­gen, ist stets am Ein­zel­fall zu ori­en­tie­ren . Ent­schei­dend sind des­halb die Ver­hält­nis­se vor Ort betref­fend die kon­kre­te Notar­stel­le. Dem­entspre­chend ist inso­weit der all­ge­mein gehal­te­ne Vor­trag, es habe schon Fäl­le gege­ben, in denen die Min­dest­ver­weil­dau­er in

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Beset­zung einer Notar­stel­le im Bereich des Anwalts­no­ta­ri­ats

Im Bereich des Anwalts­no­ta­ri­ats (§ 3 Abs. 2 BNo­tO) darf die Lan­des­jus­tiz­ver­wal­tung bei ihrer Ent­schei­dung um die Beset­zung einer Notar­stel­le im Fal­le der Kon­kur­renz eines bereits amtie­ren­den (Anwalts-)Notars mit Rechts­an­wäl­ten, die noch nicht Nota­re sind, im Hin­blick auf die zum 1. Mai 2011 wirk­sam wer­den­de Ände­rung des § 6 BNo­tO das Ver­trau­en der

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Die Aus­schrei­bung einer Notar­stel­le – und ihr Abbruch

Mit dem Abbruch der Aus­schrei­bung einer Notar­stel­le hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof in einem Fall zu befas­sen, in dem sich kein geeig­ne­ter Bewer­ber bewor­ben hat: Im kon­kre­ten Fall hielt der Bun­des­ge­richts­hof den Bewer­bungs­ver­fah­rens­an­spruch des klä­ge­ri­schen Not­ar­be­wer­bers als erlo­schen, weil der Beklag­te das im Mai 2010 ein­ge­lei­te­te Stel­len­be­set­zungs­ver­fah­ren mit Ver­fü­gung vom

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Beset­zung einer Notar­stel­le und die Dau­er des Anwär­ter­diens­tes

Im Hin­blick auf die nach § 4 Satz 2 BNo­tO gebo­te­ne Wah­rung einer geord­ne­ten Alters­struk­tur des Notar­be­rufs darf die Jus­tiz­ver­wal­tung im Aus­wahl­ver­fah­ren nach § 6 Abs. 3 Satz 1 BNo­tO bei annä­hernd gleich geeig­ne­ten Bewer­bern um das Amt des Notars die Dau­er des Anwär­ter­diens­tes als wei­te­ren Gesichts­punkt für eine Dif­fe­ren­zie­rung her­an­zie­hen. Das Vor­ge­hen der Jus­tiz­ver­wal­tung

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Punk­te­sys­tem bei der Beset­zung von Notar­stel­len

Die fach­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on eines Rechts­an­walts für das ange­streb­te Amt des Notars wird bun­des­weit anhand von Punk­te­sys­te­men ermit­telt. Es ist gefes­tig­te Recht­spre­chung des Senats, dass die auf­grund der Ent­schei­dun­gen des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts geän­der­ten Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten der Län­der den Vor­ga­ben des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts aus­rei­chend Rech­nung tra­gen . Die Anzahl der Son­der­punk­te bemisst sich nach der

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Neu­be­stel­lung eines Notars oder Ver­le­gung eines Amts­sit­zes?

Die Ent­schei­dung der Jus­tiz­ver­wa­lung, eine frei­ge­wor­de­ne Notar­stel­le nicht durch Ver­le­gung des Amts­sit­zes eines bereits bestell­ten Notars, son­dern durch Neu­be­stel­lung eines Notars zu beset­zen, ist gericht­lich nur beschränkt über­prüf­bar. In die­sem – der eigent­li­chen Aus­wahl­ent­schei­dung unter meh­re­ren Bewer­bern "vor­ge­la­ger­ten" – Bereich kommt der Jus­tiz­ver­wal­tung im Rah­men ihrer Orga­ni­sa­ti­ons­ho­heit ein wei­ter, in

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Schum­me­lei­en bei der Not­ar­be­wer­bung und die per­sön­li­che Eig­nung

Die per­sön­li­che Eig­nung für das Amt des Notars stellt einen unbe­stimm­ten Rechts­be­griff dar, des­sen Inter­pre­ta­ti­on durch die Lan­des­jus­tiz­ver­wal­tung gericht­lich voll über­prüf­bar ist. Die­ser ver­bleibt bei der Pro­gno­se, ob der Bewer­ber auf­grund sei­ner rich­tig fest­ge­stell­ten und recht­lich zutref­fend bewer­te­ten per­sön­li­chen Umstän­de für das Amt geeig­net ist, ein Beur­tei­lungs­spiel­raum . Der vol­len

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Bedürf­nis­prü­fung bei der Ent­schei­dung über Wie­der­be­set­zung einer frei­ge­wor­de­nen Notar­stel­le.

Mit der Bedürf­nis­prü­fung der Lan­des­jus­tiz­ver­wal­tung bei der Ent­schei­dung über die Aus­schrei­bung und Wie­der­be­set­zung einer frei­ge­wor­de­nen Notar­stel­le hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof anhand eines Fal­les aus Thü­rin­gen zu befas­sen. Anlass hier­zu war die Kla­ge eines thü­rin­gi­schen Notars, der sich gegen die Wie­der­be­set­zung einer im glei­chen Amts­ge­richts­be­zirk bele­ge­nen, frei­ge­wor­de­nen Notar­stel­le wen­det: Nach

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Kon­kur­renz um die Notar­stel­le – und der lan­des­frem­de Bewer­ber

Kon­kur­rie­ren um eine aus­ge­schrie­be­ne Notar­stel­le ein Notar aus dem Land, in dem die Stel­le zu ver­ge­ben ist, und ein Notar aus einem ande­ren Land, ist es im Rah­men der gebo­te­nen Beur­tei­lung der Belan­ge einer geord­ne­ten Rechts­pfle­ge eine zuläs­si­ge Erwä­gung, dass bei der Ver­ga­be der Stel­le an den lan­des­frem­den Bewer­ber kei­ne

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Ört­li­che War­te­fris­ten für den zukünf­ti­gen Anwalts­no­tar

In den Gebie­ten des Anwalts­no­ta­ri­ats soll ein Anwalt in der Regel als Notar nur bestellt wer­den, wenn er bei Ablauf der Bewer­bungs­frist min­des­tens fünf Jah­re zur Rechts­an­walt­schaft zuge­las­sen war und seit min­des­tens drei Jah­ren ohne Unter­bre­chung in dem in Aus­sicht genom­me­nen Amts­be­reich haupt­be­ruf­lich als Rechts­an­walt tätig ist, § 6 Abs. 2 BNo­tO.

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Ost­frie­si­scher Notar mit Zweig­stel­le

Da woll­te ein Notar bei der Umge­hung des für Nota­re gel­ten­den Zweig­stel­len­ver­bots beson­ders schlau sein: Der Notar übt sei­ne Tätig­keit in einer über­ört­li­chen Sozie­tät von Rechts­an­wäl­ten und Nota­ren aus, die zwei Kanz­lei­sit­ze im Amts­ge­richts­be­zirk Leer unter­hält. Für sein Notar­amt ist ihm einer der Orte aus dem Amts­ge­richts­be­zirk zuge­wie­sen; dort hat

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Die Bedürf­nis­se einer geord­ne­ten Rechts­pfle­ge und die Bestel­lung zum Notar

Die Pflicht der Lan­des­jus­tiz­ver­wal­tung, Nota­re nach den Bedürf­nis­sen einer geord­ne­ten Rechts­pfle­ge zu bestel­len, besteht allein der All­ge­mein­heit gegen­über; der ein­zel­ne Bewer­ber kann dar­aus kei­ne sub­jek­ti­ven Rech­te ablei­ten. Die Zuwei­sung einer Notar­stel­le ohne ihre vor­he­ri­ge Aus­schrei­bung kommt nicht in Betracht. Ein unmit­tel­ba­rer Anspruch auf Bestel­lung zum Notar besteht nicht. Die Bun­des­no­tar­ord­nung

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Alters­gren­ze für Nota­re

Die Rege­lung in §§ 47 Nr. 1, 48a BNo­tO, wonach das Amt des Notars mit Errei­chen der Alters­gren­ze von 70 Jah­ren erlischt, ist mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar, urteil­te jetzt der Bun­des­ge­richts­hof. Die­se Alters­gren­ze ver­stößt nach Ansicht des Bun­des­ge­richts­hofs auch nicht gegen das aus der Richt­li­nie 2000/​78/​EG des Rates vom 27.

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Not­ar­be­wer­ber und das Punk­te­sys­tem

Dem Bun­des­ge­richts­hof lag jetzt erneut ein Streit um die Bewer­tung der Bewer­ber um die Beset­zung einer Notar­stel­le zur Ent­schei­dung vor. Strit­tig war dabei wie­der­um das Punk­te­sys­tem, kon­kret die Fra­ge, ob allein eine „unge­wöhn­lich hohe Zahl“ von Beur­kun­dun­gen, die der Bewer­ber um die Stel­le eines Anwalts­no­tars in der Zeit unmit­tel­bar vor

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