Öffent­li­che Geh­we­ge – und die Räum­pflicht des Grund­stücks­ei­gen­tü­mers

Ein Ver­mie­ter und Grund­stücks­ei­gen­tü­mer, dem die Gemein­de nicht als Anlie­ger die all­ge­mei­ne Räum- und Streu­pflicht über­tra­gen hat, ist regel­mä­ßig nicht aus dem Miet­ver­trag gemäß § 535 Abs. 1 BGB ver­pflich­tet, auch über die Grund­stücks­gren­ze hin­aus Tei­le des öffent­li­chen Geh­wegs zu räu­men und zu streu­en. Ent­spre­chen­des gilt für die all­ge­mei­ne (delik­ti­sche) Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht

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Räum- und Streu­pflicht des Ver­mie­ters

Soweit der Win­ter­dienst grund­sätz­lich dem Gemein­de obliegt, ist ein Ver­mie­ter regel­mä­ßig nicht ver­pflich­tet, auch über die Grund­stücks­gren­ze hin­aus Tei­le des öffent­li­chen Geh­wegs zu räu­men und zu streu­en. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall ging es um eine Woh­nung in der Innen­stadt von Mün­chen. Dort liegt die Räum- und Streu­pflicht

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Win­ter­dienst – hoheit­li­che Auf­ga­be und die Haf­tung des beauf­trag­ten Unter­neh­mers

Der den Ber­li­ner Stadt­rei­ni­gungs­be­trie­ben (BSR) nach dem Ber­li­ner Stra­ßen­rei­ni­gungs­ge­setz zuge­wie­se­ne Win­ter­dienst (hier: im Bereich von Stra­ßen­bahn­hal­te­stel­len) stellt eine hoheit­li­che Auf­ga­be dar. Beauf­tragt die BSR ein Pri­vat­un­ter­neh­men mit der Wahr­neh­mung des Win­ter­diens­tes, so han­deln des­sen Mit­ar­bei­ter in Aus­übung eines ihnen anver­trau­ten öffent­li­chen Amtes im Sin­ne von Art. 34 Satz 1 GG mit

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Anlie­ger-Win­ter­dienst für die Stra­ßen-Fahr­bahn

Stra­ßen­an­lie­gern kann durch gemeind­li­che Sat­zung die Pflicht auf­er­legt wer­den, die Fahr­bah­nen zu rei­ni­gen und dort Win­ter­dienst zu leis­ten. Die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung hin­dert Gemein­den nach Ansicht des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Ber­­lin-Bran­­den­burg nicht dar­an, Stra­ßen­an­lie­ger zu ver­pflich­ten, die Fahr­bah­nen zu rei­ni­gen und dort Win­ter­dienst zu leis­ten. Anders in der Vor­in­stanz noch das Ver­wal­tungs­ge­richt Pots­dam, das

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Fahr­bahn­rei­ni­gung durch Stra­ßen­an­lie­ger

Die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung steht der Über­tra­gung der Stra­ßen­rei­ni­gungs­pflicht und Win­ter­dienst­pflicht auf Stra­ßen­an­lie­ger nicht ent­ge­gen. So hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg in den hier vor­lie­gen­den Fäl­len ent­schie­den und gleich­zei­tig zwei anders­lau­ten­de Urtei­le des Ver­wal­tungs­ge­richts Pots­dam geän­dert. Geklagt hat­ten Grund­stücks­an­lie­ger in der Gemein­de Schön­­wal­­de-Gli­en, die sich dage­gen gewehrt haben, die vor ihren Grund­stü­cken ver­lau­fen­den

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Win­ter­dienst als haus­halts­na­he Dienst­leis­tung

Auch die Inan­spruch­nah­me von Dienst­leis­tun­gen, die jen­seits der Grund­stücks­gren­ze auf frem­dem, bei­spiels­wei­se öffent­li­chem Grund geleis­tet wer­den, kann als haus­halts­na­he Dienst­leis­tung nach § 35a Abs. 2 Satz 1 EStG begüns­tigt sein . Es muss sich dabei aller­dings um Tätig­kei­ten han­deln, die ansons­ten übli­cher­wei­se von Fami­li­en­mit­glie­dern erbracht und in unmit­tel­ba­rem räum­li­chen Zusam­men­hang zum Haus­halt

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Schnee­räu­men auf dem Geh­weg

Die Fahr­bahn­mit­te bil­det die natür­li­che Gren­ze für Rei­­ni­gungs- bzw. Win­ter­dienst­pflich­ten. Die Ver­pflich­tung eines Anlie­gers zum Win­ter­dienst umfasst nicht den Geh­weg vor dem Grund­stück auf der gegen­über­lie­gen­den Stra­ßen­sei­te. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Anlie­ge­rin aus Ber­­lin-Neu­­k­ölln ent­schie­den, die sich gegen ein Buß­geld für nicht nach­ge­kom­me­ne

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Sturz auf dem eis­glat­ten Weg zur Arbeit

Wer im Win­ter sei­nen Fuß­weg zur Arbeits­stät­te trotz Schnee- und Eis­glät­te wei­ter­hin benutzt, obwohl ein gestreu­ter und geräum­ter Weg ohne Zeit­ver­zö­ge­run­gen zur Ver­fü­gung steht, haf­tet bei einem Sturz infol­ge Eis­glät­te wegen weit über­wie­gen­dem Mit­ver­schul­den allein für die durch den Sturz ver­ur­sach­ten Schä­den. Nach der Recht­spre­chung begrün­det ein Sturz infol­ge Glatt­eis

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Über­tra­gung des Win­ter­diens­tes – und die Haf­tung des Grund­stücks­ei­gen­tü­mers

Der Grund­stücks­ei­gen­tü­mer (hier: eine Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft) haf­tet grund­sätz­lich nicht für den Sturz vor dem Anwe­sen, wenn er die win­ter­li­chen Räum- und Streu­pflich­ten für den Sturz­tag auf einen Dienst­leis­ter (oder einen der Woh­nungs­ei­gen­tü­mer) dele­giert hat. Die win­ter­li­che Räum- und Streu­pflicht beruht auf der Ver­ant­wort­lich­keit durch Ver­kehrs­er­öff­nung und setzt eine kon­kre­te Gefah­ren­la­ge, d.h.

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Die ver­trag­li­che Über­nah­me des Win­ter­diens­tes

Ein Ver­trag, mit dem der Win­ter­dienst für den Eigen­tü­mer über­nom­men wird, ist kein Dienst­ver­trag, son­dern ein Werk­ver­trag. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hof, nach­dem die­se Fra­ge bis­her von den Instanz­ge­rich­ten unter­schied­lich beur­teilt wor­den. Ver­pflich­tet sich der Unter­neh­mer, eine bestimm­te Flä­che von Schnee- und Eis­glät­te frei­zu­hal­ten, ist Werk­ver­trags­recht anwend­bar. Eine sol­che Leis­tung

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Eis und Schnee an Hei­lig­abend

Ein öffent­li­cher Park­platz muss nicht lücken­los von Eis und Schnee befreit wer­den. Bei einem Unfall haf­tet der Inha­ber des Kun­den­park­plat­zes nicht, wenn die glat­te Eis­flä­che hät­te umgan­gen wer­den kön­nen. Die­se Ansicht ver­trat jeden­falls das Ober­lan­des­ge­richt Koblenz in einem bei ihm anhän­gi­gen Beru­fungs­rechts­streit. Bereits erst­in­stanz­lich vor dem Land­ge­richt Koblenz hat die

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Wenn im Win­ter der Schnee fällt…

Die gesetz­li­che Über­tra­gung der Win­ter­dienst­pflicht auf öffent­li­chen Geh­we­gen – und damit die Ände­rung der ord­nungs­recht­li­chen Ver­ant­wort­lich­keit der Anlie­ger – ist mit dem in der Ber­li­ner Ver­fas­sung garan­tier­ten Eigen­tums­grund­recht ver­ein­bar. So der Ver­fas­sungs­ge­richts­hof des Lan­des Ber­lin in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Haus­ei­gen­tü­mers, der gegen die gel­ten­de Win­ter­dienst­re­ge­lung auf öffent­li­chen Geh­we­gen

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Eis­zap­fen­be­sei­ti­gung durch die Feu­er­wehr

Der Haus­ei­gen­tü­mer hat die Kos­ten zu tra­gen, wenn die Feu­er­wehr aus­rü­cken muss und von sei­nem Haus­dach Eis­zap­fen von 1,50 m Län­ge zur Abwehr von Gefah­ren für Pas­san­ten abschlägt. In einem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Frei­burg ent­schie­de­nen Rechts­streit hat­te die Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft eines an der Haupt­ge­schäfts­stra­ße in Titi­­see-Neu­­stadt gele­ge­nen Hau­ses geklagt. Sie war von der

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Win­ter­dienst­pflicht der Gemein­den

Der Lan­des­be­trieb für Stra­ßen­bau kann nicht im Wege einst­wei­li­ger Anord­nung vor­läu­fig ver­pflich­tet wer­den, die Bun­des­stra­ßen und Land­stra­ßen I. und II. Ord­nung inner­halb einer geschlos­se­nen Orts­la­ge vom Schnee zu räu­men und die beson­ders gefähr­li­chen Fahr­bahn­stel­len zu bestreu­en. Mit die­ser Ent­schei­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt des Saar­lan­des den dies­be­züg­li­chen Antrag der Gemein­de Nam­born

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Unzu­rei­chen­der Win­ter­dienst

Ein Win­ter­dienst, der sei­nen Ver­pflich­tun­gen zur Bekämp­fung der Schnee- und Eis­glät­te auf einem Geh­weg nicht nach­kommt, kann für die Kos­ten der Ersatz­vor­nah­me voll in Anspruch genom­men wer­den. In einem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin ent­schie­de­nen Fall hat­ten hat­ten Mit­ar­bei­ter des Bezirks­am­tes Frie­d­­richs­hain-Kreu­z­berg von Ber­lin im Win­ter 2010 fest­ge­stellt, dass auf dem

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Streu­salz-Scha­den

Eine Gemein­de darf im Win­ter auch Streu­salz in Neben­stra­ßen ein­set­zen, zumal nach Mei­nung des Gerichts die Stadt im kon­kre­ten Fall nicht ver­pflich­tet gewe­sen wäre, die Anlie­ger­stra­ße über­haupt in den Win­ter­dienst mit ein­zu­be­zie­hen. Die Kla­ge eines Anwoh­ners gegen die Stadt Ober­harz (Elbin­ge­ro­de) ist dem­entspre­chend abge­wie­sen wor­den. Der Klä­ger woll­te Scha­dens­er­satz in

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Win­ter­dienst nach Leis­tungs­fä­hig­keit

Der Umfang des von der Gemein­de zu leis­ten­den Win­ter­diens­tes wird nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Dres­den im Wesent­li­chen von ihrer Leis­tungs­fä­hig­keit bestimmt. Eine all­ge­mei­ne Räum- und Streu­pflicht für die Fahr­bah­nen aller Gemein­de­stra­ßen bestehe dage­gen nicht. Bewoh­ner eines Ortes im Land­kreis Säch­si­sche Schweiz-Oster­z­ge­­bir­ge woll­ten ihre Gemein­de­ver­wal­tung gericht­lich ver­pflich­ten las­sen, in ihrer Stra­ße

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