Pfän­dungs­frei­gren­zen 2011

Seit die­sem Monat gel­ten höhe­re Pfän­dungs­frei­gren­zen beim Arbeits­ein­kom­men.

Pfän­dungs­frei­gren­zen 2011

Die Höhe der Pfän­dungs­frei­gren­zen für Arbeits­ein­kom­men nach § 850c ZPO wird jedes zwei­te Jahr jeweils zum 1. Juli an die Ent­wick­lung des steu­er­li­chen Frei­be­trags für das säch­li­che Exis­tenz­mi­ni­mum (§ 32a Absatz 1 Nr. 1 EStG) ange­passt. Zuletzt wur­den die Pfän­dungs­frei­gren­zen zum 1. Juli 2005 erhöht, zum nächs­ten Anpas­sungs­zeit­punkt 2007 blie­ben die Wer­te unver­än­dert.

Die aktu­el­len Wer­te sind bereits in unse­ren Pfän­dungs­frei­be­trags­rech­ner berück­sich­tigt.

Seit dem letz­ten Stich­tag hat sich der steu­er­li­che Grund­frei­be­trag um 4,44% erhöht. Und die­se Erhö­hung zeigt sich nun auch in einer ent­spre­chen­den Erhö­hung der Pfän­dungs­frei­gren­zen.

Seit dem 1. Juli 2011 gilt die Pfän­dungs­frei­gren­zen­be­kannt­ma­chung 2011. Der unpfänd­ba­re Grund­be­trag beträgt nun­mehr 1.028,89 € (bis­her: 985,15 €) monat­lich. Bei bestehen­den gesetz­li­chen Unter­halts­pflich­ten erhöht sich die­ser Grund­be­trag um monat­lich 387,22 € (bis­her: 370,76 €) für die ers­te und um jeweils wei­te­re 215,73 € (bis­her 206,56 €) für die zwei­te bis fünf­te Per­son, der Unter­halt zu gewäh­ren ist.

Ver­dient der Schuld­ner mehr als die­sen pfän­dungs­frei­en Grund­be­trag, ver­bleibt ihm vom Mehr­be­trag eben­falls ein bestimm­ter Anteil. Den genau­en Betrag kön­nen Sie mit unse­rem Rech­ner zu den Pfän­dungs­frei­be­trä­gen bei Arbeits­ein­kom­men bestim­men, der bereits die aktu­el­len Wer­te berück­sich­tigt.

Der erhöh­te pfän­dungs­freie Grund­be­trag wirkt sich auch beim Pfän­dungs­schutz­kon­to aus, bei dem der Schuld­ner ohne gericht­li­ches Ver­fah­ren einen auto­ma­ti­schen Sockel-Pfän­dungs­schutz in Höhe des unpfänd­ba­ren Frei­be­trags erhält. Die Erhö­hung der Pfän­dungs­frei­gren­zen führt somit auch zur Erhö­hung des Sockel­pfän­dungs­schut­zes beim P-Kon­to.

  1. idF des Vier­ten Geset­zes für moder­ne Dienst­leis­tun­gen am Arbeits­markt vom 24.12.2003, BGBl I 2954, 2999[]