Das Gebet auf dem Schulflur

Die Glau­bens­frei­heit des Schü­lers aus Art. 4 Abs. 1 und 2 GG berech­tigt ihn grund­sätz­lich, wäh­rend des Besuchs der Schu­le außer­halb der Unter­richts­zeit ein Gebet zu ver­rich­ten. Die­se Berech­ti­gung fin­det ihre Schran­ke in der Wah­rung des Schul­frie­dens. Das Anlie­gen des Schü­lers wird aller­dings durch den Schutz­be­reich der ver­fas­sungs­recht­lich garan­tier­ten Glau­bens­frei­heit erfasst. Art. 4 Abs.

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Kein gemein­sa­mer Ein­schu­lungs­be­reich in Berlin-Mitte

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­­burg beur­teilt – den Beschluss des Ber­li­ner Bezirks­amts Mit­te über die Bil­dung des gemein­sa­men Ein­schu­lungs­be­reichs 07 als rechts­wid­rig. Nach dem Ber­li­ner Schul­ge­setz dür­fen Grund­schu­len nur zusam­men­ge­legt wer­den, wenn inner­halb des so geschaf­fe­nen gemein­sa­men Ein­schu­lungs­be­reichs für jeden dort woh­nen­den Schul­an­fän­ger ein alters­an­ge­mes­se­ner Schul­weg zu jeder der für ihn nunmehr

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Ver­ga­be von Ober­schul­plät­zen nach der Ber­li­ner Schulreform

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­­burg hat die Ver­ga­be von Ober­schul­plät­zen auf der Grund­la­ge des geän­der­ten Schul­ge­set­zes als recht­mä­ßig bestä­tigt. Das Ber­li­ner Schul­ge­setz sieht vor, dass Inte­grier­te Sekun­dar­schu­len und Gym­na­si­en ihre frei­en Plät­ze bei einer die Auf­nah­me­ka­pa­zi­tät über­stei­gen­den Nach­fra­ge wie folgt ver­ge­ben: Bis zu 10 % sind für Här­te­fäl­le vor­ge­se­hen, min­des­tens 60 % wer­den nach

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Opus Dei-Gym­na­si­um für Jungen

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­­burg hat heu­te in einem Beru­fungs­ver­fah­ren ent­schie­den, dass ein Jun­gen­gym­na­si­um im Land Bran­den­burg grund­sätz­lich als staat­lich aner­kann­te Ersatz­schu­le geneh­migt wer­den kann. Das beklag­te Minis­te­ri­um für Bil­dung, Jugend und Sport hat­te die Geneh­mi­gung für ein der­ar­ti­ges Gym­na­si­um mit der Begrün­dung abge­lehnt, dass eine rei­ne Jun­gen­schu­le eine öffent­li­che Schu­le nicht ersetzen

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Pro­ble­me im Inter­nat – und der nor­ma­le Schulbetrieb

Das Fehl­ver­hal­ten eines Schul­trä­gers im Inter­nats­be­trieb schlägt nicht auf Schul­be­trieb durch. Mit die­ser Begrün­dung hat nun das Ver­wal­tungs­ge­richt des Saar­lands den Wei­ter­be­trieb der Don-Bosco-Schu­­len zuge­las­sen und der Kla­ge des der Lef­e­b­­v­­re-Pries­­ter­­bru­­der­­schaft St. Pius X. nahe­ste­hen­den Don-Bosco-Schu­l­­ver­­eins gegen den Wider­ruf der 1991 bzw. 1994/​1997 erteil­ten Geneh­mi­gun­gen zum Betrieb der Grund­schu­le St.

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Schü­ler­fahrt­kos­ten­er­stat­tung für Gymnasiasten

Schü­ler der 10. Klas­se eines G‑8‑Gym­na­si­ums haben den glei­chen Anspruch auf Gewäh­rung von Fahr­kos­ten wie Schü­ler der 10. Klas­se ande­rer Schul­for­men. Die nor­d­rhein-wes­t­­fä­­li­­sche Schü­ler­fahr­kos­ten­ver­ord­nung sieht vor, dass Fahr­kos­ten für den Besuch der nächst­ge­le­ge­nen Schu­le der gewähl­ten Schul­form dann zu gewäh­ren sind, wenn der Schul­weg für Schü­ler der Sekun­dar­stu­fe I mehr als

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Natur- und Umweltschule

Der Frei­staat Sach­sen muss nach einer Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Dres­den den Betrieb der »Natur- und Umwelt­schu­le – staat­lich geneh­mig­te Grund­schu­le« in Dres­den vor­läu­fig geneh­mi­gen und die Auf­nah­me des Schul­be­triebs zum 22.8.2011 gestat­ten. Der pri­va­te Trä­ger der »Natur- und Umwelt«-Grundschule konn­te im Eil­ver­fah­ren ein beson­de­res päd­ago­gi­sches Inter­es­se für sein Kon­zept der

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Schul­aus­schluss nach Körperverletzung

Ein nach einer Kör­per­ver­let­zung aus­ge­spro­che­ner Schul­aus­schluss ist rech­tens. Eine Berufs­bil­den­de Schu­le (BBS) darf einen Schü­ler, der eine Schlä­ge­rei anzet­telt und dabei ande­re erheb­lich ver­letzt, auf Dau­er aus­schlie­ßen. In dem vom Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz ent­schie­de­nen Fall hat­te der Antrag­stel­ler, ein Schü­ler der BBS Bop­pard, im Mai 2011 zusam­men mit drei Hel­fern dem

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Gemein­sa­mer Ein­schu­lungs­be­reich in Berlin-Mitte

Die Fest­le­gung gemein­sa­mer Ein­schu­lungs­be­rei­che für meh­re­re Grund­schu­len in Ber­­lin-Mit­­­te ver­stößt gegen den Grund­satz alters­an­ge­mes­se­ner Schul­we­ge. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin den Bezirk im Rah­men von Eil­ver­fah­ren ver­pflich­tet, Antrag­stel­ler an den von ihnen gewünsch­ten Grund­schu­len auf­zu­neh­men. Das Bezirks­amt Mit­te von Ber­lin hat­te im Sep­tem­ber 2010 acht Grund­schu­len in einem

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Platz­ver­ga­be an Ber­li­ner Oberschulen

Das Ver­fah­ren für die Ver­ga­be von Ober­schul­plät­zen nach dem neu­en Ber­li­ner Schul­ge­setz ist recht­lich nicht zu bean­stan­den, ent­schied jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richts Ber­lin. Zum Schul­jahr 2011/​2012 hat der Lan­des­ge­setz­ge­ber das Ber­li­ner Schul­ge­setz geän­dert. Danach erfolgt die Ver­ga­be der Schul­plät­ze an Ober­schu­len für den Fall, dass die Zahl der Anmel­dun­gen für eine

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Schu­li­sche Bau­maß­nah­men der Bezirksverwaltung

Schu­li­sche Bau­maß­nah­men der Bezirks­ver­wal­tung sind dem für das Schul­we­sen zustän­di­gen Sena­tor per­so­nal­ver­tre­tungs­recht­lich nicht zuzu­rech­nen. In der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ist geklärt, unter wel­chen Umstän­den eine Maß­nah­me, die der Dienst­stel­len­lei­ter nicht selbst trifft, ihm per­so­nal­ver­tre­tungs­recht­lich zuzu­rech­nen ist. Dies ist der Fall, wenn der Dienst­stel­len­lei­ter einem Dezer­nat oder einer ande­ren orga­ni­sa­to­ri­schen nachgeordneten

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Schul­auf­sicht­li­che Leis­tungs­über­prü­fun­gen bei Privatschulen

Art. 7 Abs. 4 GG gewähr­leis­tet unter den dort genann­ten Vor­aus­set­zun­gen unter Absa­ge an ein staat­li­ches Schul­mo­no­pol die Frei­heit, Pri­vat­schu­len zu errich­ten. Kenn­zeich­nend für die Pri­vat­schu­le ist ein Unter­richt eige­ner Prä­gung, ins­be­son­de­re im Hin­blick auf die Erzie­hungs­zie­le, die welt­an­schau­li­che Basis, die Lehr­me­tho­de und die Lehr­in­hal­te. Das Recht zur Errich­tung von Pri­vat­schu­len als

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Fran­zö­sisch statt Rus­sisch – Fremd­spra­chen­aus­lo­sung in der Schule

Schü­ler haben zwar kei­nen Anspruch auf Unter­richt für eine bestimm­te Fremd­spra­che, wohl aber bei in der Schu­le ange­bo­te­nen Fremd­spra­chen auf Zulas­sung inner­halb der bestehen­den schu­li­schen Kapa­zi­tät. So haben sich jetzt zwei Schü­ler des Ber­t­hold-Brecht-Gym­­na­­si­ums in Dres­den in gericht­li­chen Eil­ver­fah­ren vor dem Ver­wal­tug­ns­ge­richt Dres­den vor­läu­fig die Teil­nah­me am Fran­zö­sisch­un­ter­richt erstrit­ten. Sie

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Abwech­selnd bei Vater und bei Mut­ter – und die Schülerfahrkosten

Für die Erstat­tung von Schü­ler­fahr­kos­ten kommt es auch dann allein auf die mel­de­recht­li­che Haupt­woh­nung und deren Ent­fer­nung zur nächst­ge­le­ge­nen Schu­le an, wenn der betrof­fe­ne Schü­ler nach der Schei­dung sei­ner Eltern im wöchent­li­chen Wech­sel bei Mut­ter und Vater wohnt (sog. „Dop­pel­re­si­denz­mo­dell“). In dem jetzt vom Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in Koblenz ent­schie­de­nen Fall

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Lern­mit­tel­frei­heit auch für Kopien

Öffent­li­che Schu­len im Frei­staat Sach­sen kön­nen von Eltern und Schü­lern kein Kopier­geld ver­lan­gen. Die in der Säch­si­schen Ver­fas­sung garan­tier­te Lern­mit­tel­frei­heit erstreckt sich auch auf Kopien aus Schul- und Arbeits­bü­chern sowie Lern- und Übungs­hef­ten. Die Schu­len sind nach einem Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Dres­den ver­pflich­tet, Schü­lern die­se Kopien unent­gelt­lich zur Ver­fü­gung zu

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Schul­kos­ten per Kreisumlage

Eine Ver­bands­ge­mein­de kann gegen die Recht­mä­ßig­keit einer Kreis­um­la­ge nicht mit Erfolg ein­wen­den, sie müs­se die Kos­ten von Real­schu­len, die Teil eines Schul­zen­trums ande­rer Ver­bands­ge­mein­den sei­en, über die Kreis­um­la­ge mit­fi­nan­zie­ren und zugleich die Aus­ga­ben der von ihr getra­ge­nen orga­ni­sa­to­risch selb­stän­di­gen Real­schu­le auf­brin­gen. Dies ent­schied das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in Koblenz in einem

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Schü­ler­be­för­de­rung zur Missionsschule

Für die Über­nah­me von Schü­ler­be­för­de­rungs­kos­ten ist nicht immer die Ent­fer­nung zur nächs­ten Schu­le (etwa zum nächs­ten Gym­na­si­um) ent­schei­dend. Die Schü­ler­be­för­de­rungs­kos­ten müs­sen nach dem Nie­der­säch­si­schen Lan­des­schul­ge­setz viel­mehr auch beim Besuch einer wei­ter ent­fernt lie­gen­den Schu­le über­nom­men wer­den, wenn deren Besuch (statt dem der nächst­ge­le­ge­nen) auf nach­voll­zieh­ba­ren päd­ago­gi­schen Erwä­gun­gen beruht. So hat

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Ände­rung der Schul­be­zir­ke infol­ge der Auf­he­bung einer Grundschule

Die Antrags­be­fug­nis im Sin­ne des § 47 Abs. 2 Satz 1 VwGO für einen Nor­men­kon­troll­an­trag setzt vor­aus, dass die Antrag­stel­ler durch die unter­ge­setz­li­che Norm oder ihre Anwen­dung unmit­tel­bar in eige­nen Rech­ten ver­letzt sein kön­nen. Auf Belan­ge Drit­ter und auf öffent­li­che Belan­ge kön­nen sich die Antrag­stel­ler hin­ge­gen nicht stüt­zen. Im Rah­men der Normenkontrolle

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Aus­schluss von der Klassenfahrt

Aggres­si­ves Fehl­ver­hal­ten gegen­über Mit­schü­lern kann den Aus­schluss von einer Klas­sen­fahrt recht­fer­ti­gen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin die Eil­an­trä­ge zwei­er Schü­ler einer sieb­ten Klas­se eines Gym­na­si­ums in Ber­­lin-Zehlen­­dorf zurück­ge­wie­sen, die ihren Aus­schluss von einer Klas­sen­rei­se nach Amrum hat­ten rück­gän­gig machen wol­len. Die bei­den 13-jäh­­ri­­gen Antrag­stel­ler hat­ten in einer Schulpause

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Kei­ne Fahrt­kos­ten für die Realschule

In Rhein­­land-Pfalz müs­sen die Land­krei­se und kreis­frei­en Städ­te nach den gesetz­li­chen Vor­ga­ben nur dann die Schü­ler­fahrt­kos­ten über­neh­men, wenn den Schü­lern der Schul­weg ohne Benut­zung eines Ver­kehrs­mit­tels nicht zumut­bar ist. Als nicht zumut­bar gilt der Schul­weg zu einer wei­ter­füh­ren­den Schu­le, wenn er beson­ders gefähr­lich ist oder wenn der kür­zes­te nicht besonders

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Gemein­schafts­schu­len – der vor­geb­li­che Schulversuch

Die Errich­tung von „Gemein­schafts­schu­len“ in Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len setzt eine Ände­rung des Schul­ge­set­zes vor­aus. Die Schul­ver­such­ser­mäch­ti­gung in die­sem Gesetz ist hier­für kei­ne aus­rei­chen­de Rechts­grund­la­ge. Mit die­ser Begrün­dung gab jetzt das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len in Müns­ter – wie – zwei Eil­an­trä­gen der Städ­te Atten­dorn und Len­ne­stadt gegen die in der Nachbarstadt

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Mit­be­stim­mung bei den Lehrerkonferenzen

Die Maß­nah­me des Schul­lei­ters, mit wel­cher er für die Prä­senz­ta­ge zur all­ge­mei­nen Leh­rer­kon­fe­renz ein­lädt, den Beginn der Abtei­lungs­kon­fe­ren­zen fest­legt und anord­net, dass Team­ab­spra­chen sowie Klas­­sen- und Fach­kon­fe­ren­zen statt­zu­fin­den haben, ist als Auf­tei­lung der Arbeits­zeit für päd­ago­gi­sches Per­so­nal nach § 86 Abs. 2 Hmb­PersVG mit­be­stim­mungs­frei. Der­ar­ti­ge Anord­nun­gen unter­lie­gen nicht der hier allein

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Schul­weg­kos­ten­er­stat­tung bei Aus­wei­chen auf ein hes­si­sches Gymnasium

Wei­chen die in Bay­ern woh­nen­den Eltern für ihr Kind auf ein Gym­na­si­um in ein ande­res Bun­des­land aus, weil der Noten­durch­schnitt für ein baye­ri­sches Gym­na­si­um nicht aus­reicht, kön­nen Sie für die­sen Schul­be­such kei­ne Erstat­tung der Schul­weg­kos­ten vom Land ver­lan­gen. So hat jetzt der Baye­ri­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof die Beru­fung der Eltern eines im

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Täu­schung in Abschlussklausuren

Wer vor einer Prü­fungs­klau­sur bereits deren Lösung kennt, risi­k­iert, dass die­se Klau­sur in jedem Fall mit „unge­nü­gend“ bewer­tet wird. Das gilt auch dann, wenn die Kennt­nis zwar nicht ein­ge­stan­den ist, die Klau­sur­lö­sung mit der Mus­ter­lö­sung aber zu mar­kant über­ein­stimmt. So hat jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Kas­sel die Kla­ge einer Schü­le­rin gegen

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Ent­zie­hung von der Schulpflicht

Für Kin­der ab 6 Jah­ren besteht Schul­pflicht. Und wer als Erzie­hungs­be­rech­tig­ter sein Kind – auch nur vor­über­ge­hend – die­ser Schul­pflicht ent­zieht, kann sich hier­durch u.U. nach den Bestim­mun­gen des jewei­li­gen Lan­des­schul­ge­set­zes straf­bar machen. So bestä­tig­te etwa das Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt am Main jetzt in letz­ter Instanz die vor­aus­ge­hen­den Urtei­le des Amts­ge­richts Lampertheim

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Schul­pflicht und die reli­giö­se Kindererziehung

Auch wenn Eltern aus reli­giö­sen Grün­den die schu­li­schen Lern­in­hal­te ableh­nen, kön­nen sie die Schul­pflicht ihrer Kin­der nicht dadurch ver­mei­den, dass ein Eltern­teil sei­nen Wohn­sitz ins benach­bar­te Aus­land ver­legt, solan­ge der ande­re Eltern­teil in Deutsch­land ver­bleibt. In einem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen ent­schie­de­nen Fall leh­nen die Eltern, Bap­tis­ten kasa­chi­scher Her­kunft, die

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