PKH-Raten bei der Kün­di­gungs­schutz­kla­ge – und der Kran­ken­geld­be­zug

Der Frei­be­trag für Erwerbs­tä­ti­ge nach § 115 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1b ZPO ist bei der Berech­nung der Raten­hö­he im Rah­men der Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe zu berück­sich­ti­gen, wenn der Arbeit­neh­mer Kran­ken­geld bezieht und dies der Höhe nach aus sei­nem Arbeits­ent­gelt berech­net wird. Er bleibt unbe­rück­sich­tigt, wenn das Kran­ken­geld aus dem Arbeits­lo­sen­geld

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Pro­zess­kos­ten­hil­fe – und die Raten­hö­he bei Kran­ken­geld­be­zug

Der Frei­be­trag für Erwerbs­tä­ti­ge nach § 115 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1b ZPO ist bei der Berech­nung der Raten­hö­he im Rah­men der Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe zu berück­sich­ti­gen, wenn der Arbeit­neh­mer Kran­ken­geld bezieht und dies der Höhe nach aus sei­nem Arbeits­ent­gelt berech­net wird. Er bleibt unbe­rück­sich­tigt, wenn das Kran­ken­geld aus dem Arbeits­lo­sen­geld

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Heim­kos­ten und Eltern­un­ter­halt – und der Anspruchs­über­gang auf den Sozi­al­leis­tungs­trä­ger

Von den Unter­kunfts­kos­ten mit Aus­nah­me der Kos­ten für Hei­zungs- und Warm­was­ser­ver­sor­gung des in einem Heim leben­den und Hil­fe zum Lebens­un­ter­halt oder Grund­si­che­rung bezie­hen­den Unter­halts­be­rech­tig­ten unter­lie­gen gemäß §§ 94 Abs. 1 S. 6, 105 Abs. 2 SGB XII 56% nicht der Rück­for­de­rung und ste­hen damit einem Anspruchs­über­gang nach § 94 SGB XII ent­ge­gen

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Grund­si­che­rung und Sozi­al­hil­fe für EU-Bür­ger

Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt hat in drei aktu­el­len Urtei­len unter Berück­sich­ti­gung der Urtei­le des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts zum Grund­recht auf Gewähr­leis­tung eines men­schen­wür­di­gen Exis­tenz­mi­ni­mums kon­kre­ti­siert, in wel­chen Fall­ge­stal­tun­gen Uni­ons­bür­ger aus den EU-Mit­­­glie­d­­staa­­ten exis­tenz­si­chern­de Leis­tun­gen nach dem Recht der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de (SGB II) bezie­hungs­wei­se dem Sozi­al­hil­fe­recht (SGB XII) bean­spru­chen kön­nen. Die­se Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts

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Krank­heits­kos­ten als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen – und ihre Kür­zung um eine zumut­ba­re Belas­tung

Krank­heits­kos­ten ein­schließ­lich Zuzah­lun­gen sind außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen. Es ist von Ver­fas­sungs wegen nicht gebo­ten, bei der ein­kom­men­steu­er­recht­li­chen Berück­sich­ti­gung die­ser Auf­wen­dun­gen auf den Ansatz der zumut­ba­ren Belas­tung zu ver­zich­ten. In den bei­den hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fäl­len hat­ten die Steu­er­pflich­ti­gen Krank­heits­kos­ten als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen nach § 33 EStG im Rah­men ihrer Ein­kom­men­steu­er­erklä­rung

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Kita-Gebüh­ren – und das BAföG-Dar­le­hen als Ein­kom­men

Kommt es für die Berech­nung von Gebüh­ren für Kin­der­ta­ges­stät­ten auf die Höhe des von den Eltern erziel­ten Ein­kom­mens i.S.d. Sozi­al­hil­fe­rechts (§ 82 Abs. 1 Satz 1 SGB XII) an, so gehört zu die­sem Ein­kom­men auch der als öffen­t­­lich-rech­t­­li­ches Dar­le­hen gewähr­te Teil der Leis­tun­gen nach dem Bun­des­aus­bil­dungs­för­de­rungs­ge­setz. In dem jetzt vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in

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Eltern­un­ter­halt: Heim­kos­ten und die Aus­wahl des Pfle­ge­heims

Der Unter­halts­be­darf des Eltern­teils bestimmt sich grund­sätz­lich durch sei­ne Unter­brin­gung in einem Heim und deckt sich regel­mä­ßig mit den dort anfal­len­den Kos­ten . Hat der sozi­al­hil­fe­be­dürf­ti­ge Unter­halts­be­rech­tig­te zu den Kri­te­ri­en der Heim­aus­wahl noch kei­nen Vor­trag gehal­ten, genügt der Unter­halts­pflich­ti­ge sei­ner Oblie­gen­heit zum sub­stan­ti­ier­ten Bestrei­ten dadurch, dass er kon­kre­te, kos­ten­güns­ti­ge­re Hei­me

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Ambu­lan­tes Reha­bi­li­ta­ti­ons­zen­trum – und die Gewer­be­steu­er­pflicht

Die dem Sozi­al­recht ent­lehn­ten Begrif­fe des § 3 Nr.20 GewStG sind nach sozi­al­recht­li­chen Maß­stä­ben aus­zu­le­gen. Ein ambu­lan­tes Reha­bi­li­ta­ti­ons­zen­trum ist weder ein Kran­ken­haus i.S. des § 3 Nr.20 Buchst. b GewStG noch eine Ein­rich­tung zur vor­über­ge­hen­den Auf­nah­me pfle­ge­be­dürf­ti­ger Per­so­nen i.S. des § 3 Nr.20 Buchst. d GewStG. Reha­bi­li­ta­ti­on und Pfle­ge sind wesens­ver­schie­den. § 3 Nr.20 Buchst. d GewStG

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Schul­an­fän­ger in der dunk­len Jah­res­zeit

Mit der Ein­füh­rung des Bil­dungs­pa­kets ist es als Emp­fän­ger von ALG II – Leis­tun­gen oder Sozi­al­hil­fe mög­lich, für die Anschaf­fung von Schul­ma­te­ria­li­en Unter­stüt­zung zu bekom­men. Die Aus­stat­tung mit per­sön­li­chem Schul­be­darf nach § 28 Abs. 3 SGB II oder § 34 As. 3 SGB XII wird dann voll­stän­dig gewährt, wenn zum Stich­tag die

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Pro­zess­kos­ten­hil­fe – und die Zusa­ge des Pro­zess­fi­nan­zie­rers

Die Zusa­ge eines leis­tungs­fä­hi­gen und leis­tungs­be­rei­ten Drit­ten, einen beab­sich­tig­ten Pro­zess zu finan­zie­ren, stellt ver­wert­ba­res Ver­mö­gen im Sin­ne von § 115 Abs. 3 ZPO i.V.m. § 90 Abs. 1 SGB XII dar und besei­tigt die Bedürf­tig­keit des Antrag­stel­lers im Pro­zess­kos­ten­hil­fe­ver­fah­ren. Nach § 115 Abs. 3 ZPO i.V.m § 90 Abs. 1 SGB XII muss eine

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Grund­si­che­rung im Alter – und der Eltern­un­ter­halt

Für den Unter­halts­be­rech­tig­ten besteht grund­sätz­lich die Oblie­gen­heit zur Inan­spruch­nah­me von Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung im Alter und bei Erwerbs­min­de­rung (§§ 41 ff. SGB XII); eine Ver­let­zung die­ser Oblie­gen­heit kann zur Anrech­nung fik­ti­ver Ein­künf­te in der Höhe der ent­gan­ge­nen Leis­tun­gen füh­ren. Die Bewil­li­gung von Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung im Alter und bei Erwerbs­min­de­rung

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Ermes­sens­ein­bür­ge­rung – und der Lebens­un­ter­halt der im Aus­land leben­den Ange­hö­ri­gen

Bei der Ermes­sens­ein­bür­ge­rung muss der Ein­bür­ge­rungs­be­wer­ber nach § 8 Abs. 1 Nr. 4 StAG den Lebens­un­ter­halt auch sol­cher Ange­hö­ri­ger sichern kön­nen, die im Aus­land leben. Nach § 8 Abs. 1 StAG kann ein Aus­län­der, der recht­mä­ßig sei­nen gewöhn­li­chen Auf­ent­halt in Deutsch­land hat, auf sei­nen Antrag ein­ge­bür­gert wer­den, wenn er u.a. "sich und sei­ne Ange­hö­ri­gen zu

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Erb­streit – und die Nicht­ab­zieh­bar­keit von Pro­zess­kos­ten

Die Kos­ten eines Rechts­streits (Anwalts- u. Gerichts­kos­ten) um erbrecht­li­che Aus­­kunfts- und Pflicht­teils­an­sprü­che sind nach Ansicht des Schles­wig-Hol­stei­­ni­­schen Finanz­ge­richts nicht als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung absetz­bar . Nach § 33 Abs. 1 EStG wird auf Antrag die Ein­kom­men­steu­er ermä­ßigt, wenn einem Steu­er­pflich­ti­gen zwangs­läu­fig grö­ße­re Auf­wen­dun­gen als der über­wie­gen­den Mehr­zahl der Steu­er­pflich­ti­gen glei­cher Ein­­kom­­mens- und

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Steu­er­be­frei­ung für Ret­tungs­hel­fer – und die Hin­ter­grund­diens­te im Haus­not­ruf

Ver­gü­tun­gen für Ret­tungs­hel­fer, die im sog. Hin­ter­grund­dienst von Haus­not­ruf­be­trei­bern neben­be­ruf­lich tätig sind, unter­fal­len bis zu der gesetz­lich gere­gel­ten Höchst­gren­ze unein­ge­schränkt der Steu­er­be­frei­ung nach § 3 Nr. 26 EStG. Nach der aktu­el­len Fas­sung des § 3 Nr. 26 Satz 1 EStG sind Ein­nah­men aus neben­be­ruf­li­chen Tätig­kei­ten als Übungs­lei­ter, Aus­bil­der, Erzie­her, Betreu­er oder ver­gleich­ba­ren neben­be­ruf­li­chen

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Behörd­li­che Bestat­tung – und der Kos­ten­er­satz bei gestör­ten Fami­li­en­ver­hält­nis­sen

Das Bestat­tungs­ge­setz Schles­wig-Hol­stein sieht die gemeind­li­che Pflicht zur Vor­nah­me der Bestat­tung als pflich­ti­ge Selbst­ver­wal­tungs­auf­ga­be an und bestimmt durch den Rechts­fol­gen­ver­weis auf die §§ 230, 238 LVwG, dass die Gemein­de die Bestat­tung ohne vor­he­ri­gen (Grund-)Verwaltungsakt als Ersatz­vor­nah­me im sofor­ti­gen Voll­zug vor­zu­neh­men und den Kos­ten­er­satz auf dem damit vor­ge­zeich­ne­ten Weg nach §

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Behin­der­ten­tes­ta­ment – und die Betreu­er­ver­gü­tung

Bei einer durch ein Behin­der­ten­tes­ta­ment auf den Betrof­fe­nen über­tra­ge­nen (Vor)Erbschaft und gleich­zei­ti­ger Anord­nung der Tes­ta­ments­voll­stre­ckung wird der Tes­ta­ments­voll­stre­cker durch die Fest­set­zung der Betreu­er­ver­gü­tung aus dem Ver­mö­gen des Betrof­fe­nen nicht in eige­nen Rech­ten unmit­tel­bar betrof­fen. Er ist des­halb weder an dem Ver­gü­tungs­fest­set­zungs­ver­fah­ren zu betei­li­gen noch steht ihm gegen die abschlie­ßen­de Fest­set­zungs­ent­schei­dung

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Sozi­al­hil­fe für voll­jäh­ri­ge, bei ihren Eltern leben­de behin­der­te Men­schen

Erwerbs­un­fä­hi­ge voll­jäh­ri­ge behin­der­te Men­schen, die Leis­tun­gen für den Lebens­un­ter­halt nach dem Sozi­al­ge­setz­buch Zwölf­tes Buch – Sozi­al­hil­fe – (SGB XII) erhal­ten und bei ihren Eltern bezie­hungs­wei­se einem Eltern­teil leben, besit­zen grund­sätz­lich einen Anspruch auf Leis­tun­gen für den Lebens­un­ter­halt nach der Regel­be­darfs­stu­fe 1 (100 %). An die­ser Recht­spre­chung zur Sozi­al­hil­fe für voll­jäh­ri­ge behin­der­te

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Kin­der­geld und steu­er­li­che Frei­be­trä­ge – die geplan­ten Wer­te

Das Bun­des­ka­bi­nett hat ges­tern einen Gesetz­ent­wurf in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­bracht, mit dem der steu­er­li­che Grund­frei­be­trag, der Kin­der­frei­be­trag und das Kin­der­geld rück­wir­kend ab 1. Janu­ar 2015 sowie der Kin­der­zu­schlag (um 20 €) ab dem 1. Juli 2016 ange­ho­ben wer­den sol­len. Dabei sol­len das Kin­der­geld um 4 € und ab Janu­ar 2016 um wei­te­re

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Haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen zur Pfle­ge und Betreu­ung

Bei der Inan­spruch­nah­me haus­halts­na­her Dienst­leis­tun­gen zur Pfle­ge und Betreu­ung besteht kein Erfor­der­nis der Per­so­nen­iden­ti­tät zwi­schen Steu­er­pflich­ti­gem und gepfleg­ter oder betreu­ter Per­son. Aller­dings erfolgt kei­ne Steu­er­ermä­ßi­gung, wenn die Zah­lung an das Sozi­al­amt anstel­le des Heim­trä­gers erfolgt. Im hier vom Finanz­ge­richt Baden-Wür­t­­te­m­berg ent­schie­de­nen Fall stand einer Berück­sich­ti­gung nach § 33a Abs. 1 EStG

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Ein­rich­tun­gen der Ein­glie­de­rungs­hil­fe – und die häus­li­che Kran­ken­pfle­ge

Kran­ken­kas­sen müs­sen häus­li­che Kran­ken­pfle­ge auch in Hei­men für obdach­lo­se Män­ner gewäh­ren, die als Ein­rich­tun­gen der Ein­glie­de­rungs­hil­fe nach dem SGB XII betrie­ben wer­den. Sol­che Hei­me kön­nen "sonst geeig­ne­te Orte" im Sin­ne des § 37 Abs 2 Satz 1 SGB V sein; Per­so­nen die sich dort auf­hal­ten, sol­len nicht schlech­ter ste­hen als Men­schen, die

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Sozia­le Aus­gleichs­leis­tun­gen nach dem StrRe­haG – und die Betreu­er­ver­gü­tung

Der Ein­satz eines aus sozia­len Aus­gleichs­leis­tun­gen nach den §§ 16 ff. StrRe­haG ange­spar­ten Ver­mö­gens für die Ver­gü­tung des Berufs­be­treu­ers stellt für den Betreu­ten eine Här­te i.S.v. § 90 Abs. 3 Satz 1 SGB XII dar. Dies gilt auch für die damit erwirt­schaf­te­ten Zin­sen. Ver­gü­tungs­schuld­ner des Berufs­be­treu­ers ist bei Mit­tel­lo­sig­keit des Betreu­ten die

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Betreu­er­ver­gü­tung – und die StrRe­haG-Ent­schä­di­gung

Ent­schä­di­gungs­leis­tun­gen, die ein Betreu­ter nach den §§ 16 ff. StrRe­haG erhält, stel­len kein ver­wert­ba­res Ver­mö­gen dar. Ver­gü­tungs­schuld­ner des Berufs­be­treu­ers ist bei Mit­tel­lo­sig­keit des Betreu­ten die Staats­kas­se (§§ 1908 i Abs. 1 Satz 1, 1836 Abs. 1 Satz 3 BGB i.V.m. § 1 Abs. 2 Satz 2 VBVG) und bei vor­han­de­nem ver­wert­ba­ren Ver­mö­gen der Betreu­te (§§ 1908 i Abs.

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Hartz IV für die Sucht­kran­ken-Selbst­hil­fe­ge­mein­schaft

Das Leben in einem Haus der Ber­li­ner Syn­­a­­non-Stif­­tung ent­spricht der Unter­brin­gung in einer sta­tio­nä­ren Ein­rich­tung. Es schließt eine Ver­füg­bar­keit auf dem all­ge­mei­nen Arbeits­markt grund­sätz­lich aus. Mit­glie­der der Selbst­hil­fe­ge­mein­schaft für sucht­kran­ke Men­schen haben damit kei­nen Anspruch gegen­über den Job­cen­tern auf Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­hal­tes nach dem Zwei­ten Buch Sozi­al­ge­setz­buch ("Hartz

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Ver­wal­tungs­be­fug­nis des Tes­ta­ments­voll­stre­ckers – und der Pflicht­teils­an­spruch im Nach­lass

Der Ver­wal­tungs­be­fug­nis des Tes­ta­ments­voll­stre­ckers unter­liegt – vor­be­halt­lich einer abwei­chen­den Bestim­mung durch den Erb­las­ser – auch ein in den Nach­lass fal­len­der Pflicht­teils­an­spruch. Gemäß § 2212 BGB kann ein der Ver­wal­tung des Tes­ta­ments­voll­stre­ckers unter­lie­gen­des Recht nur von dem Tes­ta­ments­voll­stre­cker gel­tend gemacht wer­den. Der Tes­ta­ments­voll­stre­cker hat nach § 2205 Satz 1 BGB den Nach­lass

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