Der gemei­ne Wert nicht bör­sen­no­tier­ter Antei­le an Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten – und das Bewer­tungs­gut­ach­ten

Der gemei­ne Wert nicht bör­sen­no­tier­ter Antei­le an Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten, der sich nicht aus Ver­käu­fen unter frem­den Drit­ten, die weni­ger als ein Jahr zurück­lie­gen, ablei­ten lässt, ist nach § 11 Abs. 2 Satz 2 BewG unter Berück­sich­ti­gung der Ertrags­aus­sich­ten der Kapi­tal­ge­sell­schaft oder einer ande­ren aner­kann­ten, auch im gewöhn­li­chen Geschäfts­ver­kehr für nicht­steu­er­li­che Zwe­cke übli­chen Metho­de

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Über­gang eines Gewer­be­ver­lus­tes von einer Kapi­tal­ge­sell­schaft auf eine Per­so­nen­ge­sell­schaft

Über­trägt eine AG ihr ope­ra­ti­ves Geschäft im Wege der Aus­glie­de­rung nach § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG auf eine KG, so geht ein gewer­be­steu­er­li­cher Ver­lust­vor­trag der AG jeden­falls dann nicht auf die KG über, wenn sich die AG fort­an nicht nur auf die Ver­wal­tung der Mit­un­ter­neh­merstel­lung bei der KG beschränkt. Nach

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Ver­lust­ab­zug bei Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten – und der schäd­li­che Betei­li­gungs­er­werb

Die gesetz­li­che Rege­lung zum Ver­lust­ab­zug bei Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten nach § 8c Satz 1 KStG (jetzt § 8c Abs. 1 Satz 1 KStG) ist nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts mit dem Grund­ge­setz unver­ein­bar. Die Rege­lung in § 8c Satz 1 KStG, wonach der Ver­lust­vor­trag einer Kapi­tal­ge­sell­schaft antei­lig weg­fällt, wenn inner­halb von fünf Jah­ren mehr als

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Kapi­tal­ge­sell­schaft -> Per­so­nen­ge­sell­schaft -> Schwes­ter­per­so­nen­ge­sell­schaft

Der Gewer­be­steu­er unter­lie­gen inner­halb der Fünf-Jah­­res-Frist die Gewin­ne aus einer oder meh­re­ren Ver­äu­ße­run­gen einer der in § 18 Abs. 4 Sät­ze 1 und 2 UmwStG genann­ten Sach­ge­samt­hei­ten, soweit hier­in stil­le Reser­ven ent­hal­ten sind, die dem von der Kapi­tal­ge­sell­schaft zur Per­so­nen­ge­sell­schaft über­ge­gan­ge­nen Betriebs­ver­mö­gen zuzu­ord­nen sind. Der Gewer­be­steu­er unter­liegt damit auch der Über­gang des

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Sozi­al­ver­si­che­rungs­pflicht für hier täti­ge US-Gesell­schaf­ten

Die Mit­glie­der des board of direc­tors einer US-Kapi­­tal­ge­­sel­l­­schaft sind nach Mei­nung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts nicht ver­si­che­rungs­frei in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung und Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung. Die Mit­glie­der des board of direc­tors einer bekann­ten Schnell­re­stau­rant­ket­te, die als Kapi­tal­ge­sell­schaft nach dem Recht des Staa­tes Delaware/​USA mit Zweig­nie­der­las­sung in Mün­chen orga­ni­siert ist, sind nicht wie Vor­stands­mit­glie­der einer

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Dar­lehn­s­auf­wand als nach­träg­li­che Anschaf­fungs­kos­ten von Gesell­schafts­an­tei­len

Zu den Anschaf­fungs­kos­ten gehö­ren nach der Defi­ni­ti­on des bis 2007 für der­ar­ti­ge Rechts­fra­gen zustän­di­gen VIII. Sena­tes des Bun­des­fi­nanz­hofs neben dem Anschaf­fungs­preis und den Anschaf­fungs­ne­ben­kos­ten auch soge­nann­te nach­träg­li­che Anschaf­fungs­kos­ten. Das sind Auf­wen­dun­gen auf die Betei­li­gung, die als offe­ne oder ver­deck­te Ein­la­gen den Wert der Betei­li­gung erhö­hen oder die ander­wei­tig durch das

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Fest­schrei­bung des steu­er­li­chen Ein­la­ge­kon­tos

Die Ver­wen­dung des steu­er­li­chen Ein­la­ge­kon­tos wird nur dann gemäß § 27 Abs. 1 Satz 5 KStG 2002 fest­ge­schrie­ben, wenn min­des­tens einem Anteils­eig­ner eine Beschei­ni­gung i.S. von § 27 Abs. 3 KStG 2002 aus­ge­hän­digt wur­de. Eine Fest­schrei­bung tritt nicht ein, wenn den Anteils­eig­nern sol­che Beschei­ni­gun­gen nicht erteilt wur­den, weil die Kapi­tal­ge­sell­schaft irr­tüm­lich davon aus­ging,

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Erwerb von Gesell­schafts­an­tei­len unter dem Teil­wert

Legt ein Gesell­schaf­ter Antei­le an einer Kapi­tal­ge­sell­schaft ver­deckt in eine ande­re Kapi­tal­ge­sell­schaft ein, hat die­se die Antei­le mit dem Teil­wert zu bewer­ten. Auch wenn die auf­neh­men­de Kapi­tal­ge­sell­schaft die Antei­le in ihren Bilan­zen feh­ler­haft mit einem gerin­ge­ren Wert als dem Teil­wert ansetzt, liegt kein Erwerb unter dem Teil­wert i.S. des §

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Anteil­s­tausch an Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten

Beim Tausch von Antei­len an Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten sind Antei­le, die der Tausch­part­ner im Gegen­zug hin­gibt, im Rah­men der Bestim­mung der Ein­künf­te nach § 17 EStG nach dem gemei­nen Wert (§ 9 BewG) zu bemes­sen. Eine Ver­äu­ße­rungs­be­schrän­kung ist bei der Bewer­tung zu berück­sich­ti­gen, wenn sie im Wirt­schafts­gut selbst grün­det und für alle Ver­fü­gungs­be­rech­tig­ten

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Ein­la­ge einer wesent­li­chen Betei­li­gung

Die Ein­la­ge eines Anteils an einer Kapi­tal­ge­sell­schaft ist mit den Anschaf­fungs­kos­ten zu bewer­ten, wenn der Steu­er­pflich­ti­ge an der Gesell­schaft im Zeit­punkt der Ein­la­ge wesent­lich i.S. von § 17 EStG betei­ligt ist. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 5. Juni 2008 – IV R 73/​05

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Frei­be­ruf­ler und Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten

Betei­ligt sich eine soge­nann­te Frei­be­­ruf­­ler-Kapi­­tal­ge­­sel­l­­schaft mit­un­ter­neh­me­risch an einer Frei­be­­ruf­­ler-Per­­so­­nen­ge­­sel­l­­schaft, so erzielt die Per­so­nen­ge­sell­schaft ins­ge­samt gewerb­li­che Ein­künf­te. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 8. April 2008 – VIII R 73/​05

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EuGH-Vor­la­ge zum Kör­per­schaft­steu­er-Anrech­nungs­ver­fah­ren

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Gemein­schaf­ten ein wei­te­res Ver­fah­ren zur Ent­schei­dung vor­ge­legt. Dies­mal geht es um eine Vor­schrift, die die natio­na­le Begren­zung der Wir­kun­gen des Kör­per­­schaf­t­­steu­er-Anrech­­nungs­­­ver­­­fah­­rens (Rechts­la­ge bis 2001) sicher­stel­len soll­te (§ 50c des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes – EStG -). Hat­te ein Steu­er­in­län­der eine Betei­li­gung an einer inlän­di­schen Kapi­tal­ge­sell­schaft von

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Besteue­rung einer Liqui­da­ti­ons­ge­sell­schaft

Zieht sich die Liqui­da­ti­on einer Kapi­tal­ge­sell­schaft über mehr als drei Jah­re hin, so darf das FA nach Ablauf die­ses Zeit­raums regel­mä­ßig auch dann gegen­über der Kapi­tal­ge­sell­schaft einen Kör­per­schaft­steu­er­be­scheid erlas­sen, wenn für eine Steu­er­fest­set­zung vor Abschluss der Liqui­da­ti­on kein beson­de­rer Anlass besteht. Ein sol­ches Vor­ge­hen muss nur dann begrün­det wer­den, wenn

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Kei­ne Halb­ein­künf­te bei Auf­lö­sungs­ver­lus­ten 2001

Wur­de eine Kapi­tal­ge­sell­schaft, an der der Steu­er­pflich­ti­ge wesent­lich betei­ligt war, wegen Ver­mö­gens­lo­sig­keit im Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2001 im Han­dels­re­gis­ter gelöscht, so war sie liqui­da­ti­ons­los voll­be­en­det und ein in die­sem Zeit­punkt rea­li­sier­ter Ver­lust unter­lag noch nicht dem Halb­ein­künf­te­ver­fah­ren. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 27. März 2007 – VIII R 60/​05

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Gewerb­li­che Prä­gung durch aus­län­di­sche Kapi­tal­ge­sell­schaft

Eine aus­län­di­sche Kapi­tal­ge­sell­schaft kann unter den glei­chen Vor­aus­set­zun­gen wie eine inlän­di­sche Kapi­tal­ge­sell­schaft eine ver­mö­gens­ver­wal­ten­de Per­so­nen­ge­sell­schaft im Sin­ne von § 15 Abs. 3 Nr. 2 des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes (EStG) gewerb­lich prä­gen. Ist aus­schließ­lich die aus­län­di­sche Kapi­tal­ge­sell­schaft per­sön­lich haf­ten­der Gesell­schaf­ter und Geschäfts­füh­rer der Per­so­nen­ge­sell­schaft, so erzielt die Per­so­nen­ge­sell­schaft gewerb­li­che Ein­künf­te, auch wenn sie kein

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Mehr­ab­füh­run­gen im Organ­schafts­kon­zern

Nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs hat ein Organ­trä­ger, der sei­ne Betei­li­gung an der Organ­ge­sell­schaft ver­äu­ßert, einen bei ihm vor­han­de­nen beson­de­ren pas­si­ven Aus­gleichs­pos­ten erfolgs­neu­tral auf­zu­lö­sen. Mit die­ser Ent­schei­dung ist der BFH der Auf­fas­sung der Finanz­ver­wal­tung ent­ge­gen­ge­tre­ten, nach der in die­sen Fäl­len der pas­si­ve Aus­gleichs­pos­ten gewinn­er­hö­hend zu erfas­sen ist.

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Mehr­ab­füh­run­gen im Organ­schafts­kon­zern

Nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs hat ein Organ­trä­ger, der sei­ne Betei­li­gung an der Organ­ge­sell­schaft ver­äu­ßert, einen bei ihm vor­han­de­nen beson­de­ren pas­si­ven Aus­gleichs­pos­ten erfolgs­neu­tral auf­zu­lö­sen. Mit die­ser Ent­schei­dung ist der BFH der Auf­fas­sung der Finanz­ver­wal­tung ent­ge­gen­ge­tre­ten, nach der in die­sen Fäl­len der pas­si­ve Aus­gleichs­pos­ten gewinn­er­hö­hend zu erfas­sen ist.

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Gewich­te­ter Durch­schnitts­er­trag im Stutt­gar­ter Ver­fah­ren

Bei der Wert­ermitt­lung nicht notier­ter Antei­le an Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten für Zwe­cke der Erb­­schaft- und Schen­kungsteu­er im sog. Stutt­gar­ter Ver­fah­ren ist der gewich­te­te Durch­schnitts­er­trag auf der Grund­la­ge der letz­ten drei vor dem Besteue­rungs­zeit­punkt abge­lau­fe­nen Wirt­schafts­jah­re zu ermit­teln. Das Betriebs­er­geb­nis des im Besteue­rungs­zeit­punkt lau­fen­den Wirt­schafts­jah­res bleibt unbe­rück­sich­tigt.

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Betriebs­stät­ten aus­län­di­scher EU-Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten

Die vor dem Sys­tem­wech­sel bei der Anrech­nung der Kör­per­schaft­steu­er bestehen­de tat­säch­li­che Dis­kri­mi­nie­rung von Betriebs­stät­ten aus­län­di­scher EU-Kapi­­tal­ge­­sel­l­­schaf­­ten ist nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten des Bun­des­fi­nanz­hofs durch die Gewäh­rung eines ver­rin­ger­ten Kör­per­schaft­steu­er­sat­zes aus­zu­glei­chen.

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Wie­der ein­mal: Unter­neh­mens­steu­er­re­form

Die Regie­rungs­ko­ali­ti­on hat sich auf eine "Reform der Unter­neh­mens­steu­er in Deutsch­land" ver­stän­digt. Kern­punk­te sol­len sein: Die Steu­er­be­las­tung für Kör­per­schaf­ten wird um rund 9 Pro­zent­punk­te auf unter 30% gesenkt. Die Gleich­stel­lung von Per­­so­­nen- und Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten soll damit im Ergeb­nis der Steu­er­be­las­tung weit­ge­hend erreicht wer­den. Für Erträ­ge aus Kapi­tal­an­la­gen wird eine Abgel­tungs­steu­er ein­ge­führt.

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Exis­tenz­grün­der mit Vor­le­ben

Wer bereits – und sei es auch mit einem noch so gerin­gen Anteil – an einer Erwerbs­ge­sell­schaft betei­ligt war, kann nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs nicht mehr in den Genuß der steu­er­li­chen Exis­tenz­grün­der­för­de­rung kom­men. Bei der Beur­tei­lung, ob jemand Exis­tenz­grün­der ist, sind, so der BFH, Gewinn­ein­künf­te aus Betei­li­gun­gen an meh­re­ren Mit­un­ter­neh­mer­schaf­ten

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Steu­er­be­las­tung deut­scher Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten

Deut­sche Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten lie­gen bei der effek­ti­ven Steu­er­be­las­tung inner­halb von zwölf EU-Staa­­ten, die der Sach­ver­stän­di­gen­rat zur Begut­ach­tung der gesamt­wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung unter­sucht hat, auf Platz zwei. Wer­de noch die Ebe­ne der Anteils­eig­ner ein­be­zo­gen (so genann­te Gesamt­be­las­tung), so ver­bes­ser­ten sie sich auch nur auf Platz acht, wie die Bun­des­re­gie­rung in ihrer Ant­wort auf

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Gewer­be­steu­er­be­frei­ung auch für Besitz­per­so­nen­un­ter­neh­men

Die Befrei­ung der Betriebs­ka­pi­tal­ge­sell­schaft von der Gewer­be­steu­er nach § 3 Nr. 20 Buchst. c GewStG erstreckt sich bei einer Betriebs­auf­spal­tung auch auf die Ver­­­mie­­tungs- oder Ver­pach­tungs­tä­tig­keit des Besitz­per­so­nen­un­ter­neh­mens. Mit die­sem Urteil hat der Bun­des­fi­nanz­hof sei­ne bis­he­ri­ge ent­ge­gen­ste­hen­de Recht­spre­chung auf­ge­ge­ben.

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Son­der­pos­ten als Schul­den?

Ein in der Han­dels­bi­lanz gebil­de­ter Son­der­pos­ten mit Rück­la­ge­an­teil bil­det nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­ho­fes kei­nen Schuld­pos­ten ab, der aus zivil­recht­li­cher Sicht das Unter­neh­mens­ver­mö­gen min­dert. Er ist des­halb bei der Prü­fung der Fra­ge, ob eine Kapi­tal­ge­sell­schaft über­schul­det und des­halb eine gegen sie gerich­te­te For­de­rung eines Gesell­schaf­ters wert­los ist, regel­mä­ßig nicht zu berück­sich­ti­gen.

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