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Zivilrecht

Weitere Informationen auf der Rechtslupe Zustellung eines Versäumnisurteils

2. Dezember 2011 | Zivilrecht

Auch ein Versäumnisurteil im schriftlichen Verfahren kann wirksam nur durch Zustellung einer Urteilsaufertigung zugestellt werden. Wird nur eine beglaubigte Abschrift zugestellt, ist dies unzureichend. Dadurch wird die Einspruchsfrist nicht ausgelöst. Die Einspruchsfrist wird durch die erfolgte Zustellung von beglaubigten Abschriften nicht wirksam in Gang gesetzt, denn eine Zustellung „des Urteils“ gemäß § 310 Abs. 3 [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Ein Pony mit Gewährleistung

2. Dezember 2011 | Zivilrecht

Dem Verkäufer eines Tieres muss grundsätzlich die Möglichkeit gegeben werden nachzubessern. Auch hier gelten die allgemeinen Gewährleistungsvorschriften. So hat das Landgericht Magdeburg in einem Fall, in dem die Kläger ein verhaltensauffälliges Pony gekauft hatten und den Kaufpreis für das Tier vom Verkäufer zurückbezahlt bekommen wollten, die Klage abgewiesen. Nach Auffassung des Landgerichts Magdeburg muss auch [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Vertraglich vereinbarter Anfechtungsausschluss

2. Dezember 2011 | Zivilrecht

Ein im Voraus vertraglich vereinbarter Ausschluss der Anfechtung wegen arglistiger Täuschung ist mit dem von § 123 BGB bezweckten Schutz der freien Selbstbestimmung unvereinbar und deshalb unwirksam, wenn die Täuschung von dem Geschäftspartner selbst oder von einer Person verübt wird, die nicht Dritter i.S. des § 123 Abs. 2 BGB ist. Das gilt auch im [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Missbräuchliche Bargeldabhebung am Geldautomaten

1. Dezember 2011 | Zivilrecht

Zur Frage der Haftung des Karteninhabers bei einer missbräuchlichen Abhebung von Bargeld an Geldautomaten mit Karte und Geheimzahl sowie über die Auslegung von Klauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die diese Haftung regeln, hat jetzt der Bundesgerichtshof noch einmal Stellung genommen und dabei seine bisherige bankfreundliche Rechtsprechung zugunsten der Bankkunden korrigiert. Bei missbräuchlicher Abhebung an einem Geldautomaten [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Richterablehnung wegen einer der Partei ungünstigen Rechtsauffassung

1. Dezember 2011 | Zivilrecht

Auch wenn über ein Ablehnungsgesuch das Gericht selbst entschieden hat, rechtfertigt die Zugrundelegung einer der Partei ungünstigen Rechtsauffassung nicht ohne weiteres die Besorgnis der Befangenheit (§ 42 Abs. 2 ZPO). In dem hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall hat der Kläger, nachdem ihm keine Prozesskostenhilfe genehmigt worden war, Anhörungsrüge nach § 321a ZPO erhoben und geltend [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Kosten eines Rechtsanwalts am dritten Ort

1. Dezember 2011 | Zivilrecht

Die Reisekosten eines Rechtsanwalts, der weder am Gerichtsort noch am Wohn- oder Geschäftsort der Partei ansässig ist (“Rechtsanwalt am dritten Ort”), werden regelmäßig nur bis zur Höhe der fiktiven Reisekosten eines am Wohn- oder Geschäftsort der Partei ansässigen Rechtsanwalts erstattet. Ob eine bestimmte Rechtsverfolgungs- oder Rechtsverteidigungsmaßnahme notwendig ist, bedarf einer typisierenden Betrachtungsweise. Daher ist es [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Fristen notieren und überprüfen

1. Dezember 2011 | Zivilrecht

Ein Rechtsanwalt hat auch die korrekte Notierung der Begründungsfrist zu prüfen, wenn ihm die Handakte zur Wahrung der Beschwerdefrist vorgelegt wird. Im hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall ist beim Streit um Kindesunterhalt Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Beschwerdebegründungsfrist beantragt und die Beschwerde begründet worden. Das Beschwerdegericht hat die Beschwerde als unzulässig [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Zu Lebzeiten errichtete Familienstiftungen und das Pflichtteilsrecht

30. November 2011 | Erbrecht

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die der Siegfried Unseld-Stiftung eingeräumten Unterbeteiligungen an Gesellschaften der Suhrkamp-Verlagsgruppe nicht in den Nachlass des im Oktober 2002 verstorbenen Verlegers Siegfried Unseld gefallen und daher bei der Berechnung des Pflichtteilsanspruchs seines Sohnes Joachim Unseld nicht zu berücksichtigen sind. Siegfried Unseld hatte im Oktober 2001 die Siegfried und Ulla Unseld Familienstiftung [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Richterliche Hinweispflicht

30. November 2011 | Zivilrecht

Das Erfordernis, einen Hinweis nach § 139 ZPO aktenkundig zu machen, ihn insbesondere wenn er erst in der mündlichen Verhandlung erteilt wird zu protokollieren, hat auch die Funktion, dass der Hinweis in einer Form erteilt wird, die der betroffenen Partei die Notwendigkeit einer prozessualen Reaktion und sei es nur in der Form eines Antrags nach [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Geschäftsbesorgung und Auskunftsanspruch

29. November 2011 | Zivilrecht

Nach Ausführung des Auftrags beziehungsweise Beendigung des Vertragsverhältnisses ist der Geschäftsbesorger, wenn er es übernommen hat, eine Ferienwohnung im eigenen Namen aber für Rechnung des Eigentümers an Feriengäste zu vermieten, ungeachtet eines sodann bestehenden Wettbewerbsverhältnisses mit dem Eigentümer diesem gegenüber verpflichtet, unter Vorlage der Verträge mit den Mietern über die während der Geschäftsbesorgung vorgenommenen Vermietungen [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Zahlungsklage nach Forderungsabtretung

25. November 2011 | Zivilrecht

Eine nach Prozesseinleitung vermögenslos gewordene Partei, die den Prozess nach einer Abtretung und Ermächtigung durch den Zessionar, die Forderung prozessual geltend zu machen, fortführt, handelt grundsätzlich nicht rechtsmissbräuchlich. Zwar liegen in einem solchen Fall die Voraussetzungen für eine gesetzliche Prozessstandschaft nach § 265 Abs. 2 ZPO nicht vor, weil die Abtretung vor Rechtshängigkeit des Anspruchs [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die Schenkung vom Erblasser

25. November 2011 | Erbrecht

Ein lebzeitiges Eigeninteresse des Erblassers an einer Schenkung kann auch dann vorliegen, wenn der Beschenkte ohne rechtliche Bindung Leistungen etwa zur Betreuung im weiteren Sinne übernimmt, tatsächlich erbringt und auch in der Zukunft vornehmen will. Gemäß § 2287 Abs. 1 BGB kann der Vertragserbe (bzw. bei einem gemeinschaftlichen Testament der Schlusserbe), nachdem ihm die Erbschaft [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Abmahnung vertragswidrigen Verhaltens

24. November 2011 | Zivilrecht

Für eine Abmahnung nach § 314 BGB genügt die bloße Rüge vertragswidrigen Verhaltens nicht; darüber hinaus muss aus der Erklärung des Gläubigers für den Schuldner deutlich werden, dass die weitere vertragliche Zusammenarbeit auf dem Spiel steht und er für den Fall weiterer Verstöße mit rechtlichen Konsequenzen rechnen muss. Nach § 314 Abs. 2 BGB ist [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Der Mieter und die moderne Heizungsanlage

24. November 2011 | Zivilrecht

Verhält sich ein Vermieter rechtsmissbräuchlich, wenn er dem Mieter seiner Wohnung den Einbau einer modernen Heizungsanlage nicht gestattet? Der Bundesgerichtshof verneint dies. Er hält den Vermieter für nicht verpflichtet, dem vom Mieter geplanten Einbau einer Gasetagenheizung in der von ihnen angemieteten Wohnung zuzustimmen. Der Vermieter ist – sofern die Mietvertragsparteien keine abweichende Vereinbarung getroffen haben [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Berufungsbegründungsfrist und der übergangene PKH-Antrag

23. November 2011 | Zivilrecht

Einem Berufungskläger ist auch dann Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen der Versäumung der Berufungsbegründungsfrist zu gewähren, wenn das Berufungsgericht sein Rechtsmittel wegen Versäumung dieser Frist verworfen hat, ohne zuvor über das Prozesskostenhilfegesuch des Rechtsmittelführers entschieden zu haben, und dieser die Verwerfungsentscheidung anficht, aber eine Berufungsbegründung während des Rechtsbeschwerdeverfahrens nicht nachholt. Nach Ansicht des Bundesgerichtshofs [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Eingriff in eine Hundebeißerei

23. November 2011 | Zivilrecht

Ein Hundehalter, der in die Beißerei zweier Hunde eingreift, um ihr eigenes Tier zu schützen, dabei von dem fremden Hund gebissen und verletzt wurde, muss sich einen hohen Mitverschuldensanteil zurechnen lassen und kann von der Halterin des fremden Tieres nur anteiligen Schadensersatz und Schmerzensgeld verlangen. In einem jetzt vom Oberlandesgericht Hamm entschiedenen Fall riss sich [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Kündigung der Krankenkasse und die Anschlussversicherung

23. November 2011 | Zivilrecht

Erst mit dem Nachweis der Anschlussversicherung wird die Kündigung einer Krankenversicherung, die eine Pflicht aus § 193 Abs. 3 S. 1 VVG erfüllt, wirksam. Erfolgt dieser Nachweis zu einem späteren Zeitpunkt als die Kündigung, findet keine Rückwirkung auf den Zeitpunkt des Zugangs der Kündigung beim Versicherer statt. So hat das Oberlandesgericht Karlsruhe in dem hier [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Rechtsberatung im Einzelhandesverband

23. November 2011 | Zivilrecht

Wenn es zum satzungsgemäßen Zweck eines Einzelhandelsverbandes gehört, seinen Mitgliedern durch Beratung und Hilfe in mit ihrer beruflichen Tätigkeit im Zusammenhang stehenden Rechtsangelegenheiten Rechtsschutz zu gewähren, darf der Einzelhandelsverband ein Mitgliedsunternehmen, das mit der Begründung abgemahnt worden ist, es habe durch seine Werbung die Marke eines Dritten verletzt, bei der Abgabe einer Unterwerfungserklärung beraten. So [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Vertragsanpassung wegen Störung der Geschäftsgrundlage

23. November 2011 | Zivilrecht

Der Anspruch der durch eine Störung der Geschäftsgrundlage benachteiligten Partei auf Vertragsanpassung verpflichtet die andere Partei, an der Anpassung mitzuwirken. Wird die Mitwirkung verweigert, kann die benachteiligte Partei auf Zustimmung zu der als angemessen erachteten Anpassung oder unmittelbar auf die Leistung klagen, die sich aus dieser Anpassung ergibt. Die Verletzung der Verpflichtung, an der Anpassung [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Stimmrechtsverbote in der Wohnungseigentümerversammlung

23. November 2011 | Zivilrecht

Von dem Stimmrechtsverbot nach § 25 Abs. 5 Alt. 2 WEG werden nur Abstimmungen über Beschlussgegenstände erfasst, die verfahrensrechtliche Maßnahmen betreffen, worunter insbesondere Beschlüsse über die Einleitung des Rechtsstreits, die Art und Weise der Prozessführung und die Frage der verfahrensrechtlichen Beendigung fallen; dass eine Beschlussfassung Auswirkungen auf den Rechtsstreit in materiell-rechtlicher Hinsicht hat oder haben [...]



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