Rech­nungs­an­for­de­run­gen beim Vor­steu­er­ab­zug

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat jetzt ent­schie­den, dass zum Vor­steu­er­ab­zug berech­ti­gen­de Rech­nun­gen grund­sätz­lich den rich­ti­gen Namen (Fir­ma) und die rich­ti­ge Adres­se des leis­ten­den Unter­neh­mers ange­ben müs­sen. Der sog. Sofort­ab­zug der Vor­steu­er gebie­te es, dass der Finanz­ver­wal­tung eine leicht nach­prüf­ba­re Fest­stel­lung des leis­ten­den Unter­neh­mers ermög­licht wer­de. Der BFH hat­te bis­her nur in Fäl­len

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Pop­corn und Nachos zum ermä­ßig­ten Umsatz­steu­er­satz

Pop­corn, Nachos, Hot dogs und Süßig­kei­ten, die ein Kinot­be­trei­ber an Ver­kaufs­the­ken im Kino anbie­tet, unter­lie­gen dem ermä­ßig­ten Umsatz­steu­er­satz von 7 %. Die­ser ermä­ßig­te Steu­er­satz kommt zur Anwen­dung, wenn Lebens­mit­tel ohne wesent­li­che wei­te­re Dienst­leis­tun­gen gelie­fert wer­den, also z.B. beim Ver­kauf im Super­markt. Wer­den die Spei­sen hin­ge­gen für den Abneh­mer zube­rei­tet und zum

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Die Steu­er­am­nes­tie vor dem BVerfG

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat eine Vor­la­ge des Finanz­ge­richts Köln zur Fra­ge der – vom FG bezwei­fel­ten – Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit der Zins­be­steue­rung und zum Straf­be­frei­ungs­er­klä­rungs­ge­setz als unzu­läs­sig zurück gewie­sen. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat in sei­nem “Zins­ur­teil” von 1991 fest­ge­stellt, dass bei der Besteue­rung von Zins­ein­künf­ten seit dem Ver­an­la­gungs­zeit­raum 1981 ein struk­tu­rel­les Voll­zugs­de­fi­zit bestand und

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Min­de­rungs­pau­se beim Kör­per­schaft­steu­er­gut­ha­ben

Eine Rea­li­sie­rung von Kör­per­schaft­steu­er­gut­ha­ben gemäß § 37 Abs. 2 KStG 1999 n.F. ist nur durch Gewinn­aus­schüt­tun­gen mög­lich, die zeit­lich nach dem Stich­tag für die erst­ma­li­ge Ermitt­lung des Gut­ha­bens nach Maß­ga­be des § 37 Abs. 1 KStG 1999 n.F. erfol­gen, wie der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt geur­teilt und damit die Auf­fas­sung der Finanz­ver­wal­tung aus dem

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Weni­ger Sta­tis­tik­pflich­ten für Hand­werks­un­ter­neh­men

Ab die­sem Früh­jahr wer­den 41 000 Hand­werks­un­ter­neh­men – in der Regel klei­ne bis mitt­le­re Unter­neh­men – von ihrer vier­tel­jähr­li­chen Aus­kunfts­pflicht zur Kon­junk­tur­sta­tis­tik im Hand­werk (Hand­werks­be­richt­erstat­tung) befreit, dann ersetzt die Aus­wer­tung von Ver­wal­tungs­da­ten die bis­he­ri­gen vier­tel­jähr­li­chen Befra­gun­gen der Stich­pro­ben­un­ter­neh­men für die­se Sta­tis­tik voll­stän­dig. Mit dem Arti­kel 4 des Geset­zes zur Ver­ein­fa­chung und

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Gesell­schaf­ter­dar­le­hen aus den USA

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil zu einer häu­fi­gen Fall­ge­stal­tung aus dem Bereich des inter­na­tio­na­len Steu­er­rechts Stel­lung genom­men: Eine deut­sche Per­so­nen­ge­sell­schaft (KG) hat­te von ihren in den USA leben­den Gesell­schaf­tern Dar­le­hen erhal­ten, und die dafür gezahl­ten Zin­sen hat­te das Finanz­amt als in Deutsch­land steu­er­pflich­ti­ge Ein­künf­te der Gesell­schaf­ter behan­delt.

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Kei­ne Ver­erb­lich­keit des Ver­lust­vor­trags

Der Gro­ße Senat des Bun­des­fi­nanz­hofs hat mit einem heu­te ver­öf­fent­lich­ten Beschluss die Ver­erb­lich­keit des Ver­lust­vor­trags besei­tigt. Der Erbe kann damit einen vom Erb­las­ser nicht aus­ge­nutz­ten Ver­lust­vor­trag nach § 10d des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes (EStG) in Zukunft nicht mehr zur Min­de­rung sei­ner eige­nen Ein­kom­men­steu­er gel­tend machen. Der Gro­ße Senat des BFH ist damit

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Pro­fi­sport­ler in der Steu­er­oa­se

Gegen­wär­tig erfreu­en sich aus aktu­el­lem Anlass The­men wie “Steu­er­flucht” und “Steu­er­oa­se” einer beson­de­ren Beach­tung. Der Bun­des­fi­nanz­hof hat dazu in einem heu­te ver­öf­fent­lich­ten Urteil ver­deut­licht, dass die gegen­wär­ti­gen Steu­er­re­ge­lun­gen nur begrenzt geeig­net sind, den deut­schen Steu­er­zu­griff beim Weg­zug ver­mö­gen­der Steu­er­pflich­ti­ger in sog. Steu­er­oa­sen sicher­zu­stel­len: Ver­legt ein Berufs­sport­ler sei­nen Wohn­sitz in das

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"Jah­res­glei­che" Rea­li­sie­rung von Kör­per­schaft­steu­er­gut­ha­ben

Ein durch die sog. Nach­steu­er­re­ge­lung des § 37 Abs. 3 KStG 2002 begrün­de­tes Kör­per­schaft­steu­er­gut­ha­ben kann – ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Finanz­ver­wal­tung im BMF-Schrei­­ben vom 6. Novem­ber 2003, BSt­Bl I 2003, 575 Tz. 40 – nach § 37 Abs. 2 KStG 2002 rea­li­siert wer­den, indem die Gesell­schaft noch im sel­ben Jahr, in dem sie

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Die feh­len­de Steu­er­ak­te

Das Finanz­amt kann auf­grund der Fest­stel­lungs­last die Ände­rung eines Fol­ge­be­scheids nach § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO nicht mit der Begrün­dung ableh­nen, es bestün­den wegen Feh­lens der Steu­er­ak­ten Unklar­hei­ten über die im ursprüng­li­chen Fol­ge­be­scheid ange­setz­ten Besteue­rungs­grund­la­gen, wenn die Ursa­chen für die Unklar­hei­ten der Finanz­ver­wal­tung zuzu­rech­nen sind. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 28.

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XPI­DERn für die Finanz­ver­wal­tung

Die Inter­net­such­ma­schi­ne “XPIDER” des Zolls und der Finanz­ver­wal­tung hat von Febru­ar 2006 bis Janu­ar die­ses Jah­res täg­lich durch­schnitt­lich 100.000 Inter­net­sei­ten auf “steu­er­lich rele­van­te unter­neh­me­ri­sche Akti­vi­tä­ten” über­prüft. Dies geht aus einer Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Klei­ne Anfra­ge im Deut­schen Bun­des­tag her­vor. Mit Hil­fe des XPI­DER-Sys­­­tems wer­de das Inter­net nach Unter­neh­mern

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Besteue­rung von pri­va­ten Wert­pa­pier­ge­schäf­ten 1999

Die Besteue­rung von pri­va­ten Wert­pa­pier­ge­schäf­ten für den Ver­an­la­gungs­zeit­raum 1999 ist nach einer Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts ver­fas­sungs­ge­mäß. Der Beschwer­de­füh­rer in dem jetzt vom BVerfG ent­schie­de­nen Fall erklär­te in sei­ner Ein­kom­men­steu­er­erklä­rung für den Ver­an­la­gungs­zeit­raum 1999 einen Gewinn aus der Ver­äu­ße­rung von Wert­pa­pie­ren in Höhe von ins­ge­samt 70 276 DM. Ent­spre­chend der Erklä­rung

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Ret­tungs­diens­te sind nicht gemein­nüt­zig

Wie der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt ent­schie­den hat, ist der Betrieb von Kran­ken­trans­por­ten und von Ret­tungs­diens­ten nicht gemein­nüt­zig und damit gewer­be­steu­er­pflich­tig. Die Finanz­ver­wal­tung beur­teilt zwar bis­her den von Wohl­fahrts­ver­bän­den (z.B. Deut­sches Rotes Kreuz und Arbei­­ter-Sama­­ri­­ter-Bund) und der öffent­li­chen Hand (z. B. der Feu­er­wehr) erbrach­ten Ret­tungs­dienst und den Kran­ken­trans­port als steu­er­be­frei­te gemein­nüt­zi­ge Ein­rich­tun­gen

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Aus­zü­ge aus dem Lie­gen­schafts­ka­tas­ter

In meh­re­ren Bun­des­län­dern erfolgt die ent­gelt­li­che Ertei­lung von Aus­zü­gen aus dem Lie­gen­schafts­ka­tas­ter nicht mehr nur durch die Ver­­­mes­­sungs- und Katas­ter­be­hör­den, son­dern ent­spre­chend den recht­li­chen und tech­ni­schen Gege­ben­hei­ten auch durch Gemein­den und öffent­lich bestell­te Ver­mes­sungs­in­ge­nieu­re. Die ent­gelt­li­che Ertei­lung von Aus­zü­gen aus dem Lie­gen­schafts­ka­tas­ter durch Ver­­­mes­­sungs- und Katas­ter­be­hör­den gilt nach Ansicht der

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Klein­sen­dun­gen aus dem Nicht-EU-Aus­land

Der BFH hat im März 2007 ent­schie­den, dass Schuld­ner der Ein­fuhr­um­satz­steu­er auch der­je­ni­ge ist, des­sen Umsät­ze zwar gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 4 UStG 1993 steu­er­bar, aber gemäß § 5 UStG 1993 steu­er­frei sind. Die­ses Urteil des BFH betraf einen deut­schen Ver­sand­händ­ler, der sei­ne Kun­den in Deutsch­land über ein Ver­sand­la­ger im Dritt­land belie­fer­te.

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Abschrei­bung von Akti­en auf den gesun­ke­nen Bör­sen­kurs

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat in einem heu­te ver­öf­fent­lich­tem Urteil ent­schie­den, dass eine Teil­wertabschrei­bung bei Akti­en, die als Finanz­an­la­ge gehal­ten wer­den, immer dann zuläs­sig ist, wenn der Bör­sen­kurs zum Bilanz­stich­tag unter die Anschaf­fungs­kos­ten gesun­ken ist und kei­ne kon­kre­ten Anhalts­punk­te für ein als­bal­di­ges Anstei­gen vor­lie­gen. Im Streit­fall han­del­te es sich um Infi­­ne­on-Akti­en, die

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Umsatz­be­steue­rung im Hof­la­den

Im Juni letz­ten Jah­res hat der Bun­des­fi­nanz­hof geur­teilt, dass nur der Ver­kauf selbst erzeug­ter land­wirt­schaftlicher Pro­duk­te in einem Hof­la­den der Besteue­rung nach Durch­schnitts­sät­zen gemäß § 24 UStG unter­liegt. Damit hat der BFH sei­ne Recht­spre­chung aus dem Jahr 2001 auf­ge­ge­ben, wonach auch die in begrenz­tem Umfang vor­ge­nom­me­ne Ver­äu­ße­rung zuge­kauf­ter land­wirt­schaftlicher Pro­duk­te

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Bewer­tungs­ver­fah­ren für Mast­ge­sell­schaf­ten

Für Mast­ge­sell­schaf­ten ord­net § 51 a BewG unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen die Zuord­nung der Tier­hal­tung zur land­wirt­schaft­li­chen Nut­zung an. Dem­zu­fol­ge ist für die betei­lig­ten Land­wir­te ein Ein­heits­wert für ihren land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betrieb zu erstel­len, in dem auch die Tier­hal­tung zu erfas­sen ist (§ 19 BewG). Gemäß § 36 BewG bemisst sich

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5 Bun­des­fi­nanz­di­rek­tio­nen

Am 1. Janu­ar 2008 tritt das Zwei­te Gesetz zur Ände­rung des Finanz­ver­wal­tungs­ge­set­zes und ande­rer Geset­ze in Kraft. Damit ist die Grund­la­ge für die Errich­tung von neu­en Mit­tel­be­hör­den der Bun­des­fi­nanz­ver­wal­tung geschaf­fen wor­den. Zum 1. Janu­ar 2008 wer­den fünf Bun­des­fi­nanz­di­rek­tio­nen mit Sitz in Ham­burg, Pots­dam, Köln, Neu­stadt an der Wein­stras­se und Nürn­berg

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Erb­schaft­steu­er-DBA Öster­reich

Das zwi­schen Deutsch­land und Öster­reich geschlos­se­ne Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men vom 4. Okto­ber 1954 für das Gebiet der Erb­schaft­steu­ern (ErbSt-DBA) ist von Deutsch­land zum Jah­res­en­de 2007 gekün­digt wor­den. Ent­spre­chend Arti­kel 12 Abs. 2 die­ses Abkom­mens tritt es damit am 1. Janu­ar 2008 außer Kraft. Grund der Kün­di­gung ist der Weg­fall der öster­rei­chi­schen Erb­schaft­steu­er mit

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Auf­lö­sung pas­si­ver Aus­gleichs­pos­ten bei Organ­schaft

Das Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs, wonach ein beim Organ­trä­ger bestehen­der pas­si­ver Aus­gleichs­pos­ten im Fall der Ver­äu­ße­rung der Organ­be­tei­li­gung erfolgs­neu­tral auf­zu­lö­sen ist, will die Finanz­ver­wal­tung über den vom BFH ent­schie­de­nen Ein­zel­fall hin­aus nicht anwen­den. Die Finanz­ver­wal­tung will viel­mehr auch zukünf­tig von einer ein­kom­mens­wirk­sa­men Auf­lö­sung der Aus­gleichs­pos­ten aus­ge­hen.

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Zugriff des Finanz­amts auf daten­ver­ar­bei­tungs­ge­stütz­te Buch­füh­rung

In zwei Ver­fah­ren des einst­wei­li­gen Rechts­schut­zes hat der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt dazu Stel­lung genom­men, in wel­chem Umfang die Finanz­ver­wal­tung bei Außen­prü­fun­gen auf die mit Hil­fe von Daten­ver­ar­bei­tungs­sys­te­men geführ­te Buch­hal­tung des Steu­er­pflich­ti­gen zugrei­fen darf. Eine Akti­en­ge­sell­schaft hat­te bestimm­te Ein­zel­kon­ten ihrer EDV-gestüt­­zen Finanz­buch­hal­tung gegen den Zugriff durch die Prü­fer gesperrt, weil eine Prü­fung

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Ein­zel­bü­ros statt Groß­raum­bü­ro

Wer ein Groß­raum­bü­ro in Ein­zel­bü­ros unter Ver­wen­dung von Rigips-Stän­­der­­werk umbaut, kann den dafür ent­ste­hen­den Auf­wand nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs sofort als Erhal­tungs­auf­wen­dun­gen bei den Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung abzie­hen.

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Besteue­rung künst­le­ri­scher Dar­bie­tun­gen in der EG

Im Aus­land ansäs­si­ge Künst­ler und deren aus­län­di­sche Ver­an­stal­ter sind bei Auf­trit­ten im Inland mit ihren Hono­ra­ren beschränkt steu­er­pflich­tig. Die Hono­ra­re unter­lie­gen einer Abgel­tungs­steu­er, die ein in Deutsch­land ansäs­si­ger Ver­an­stal­ter bei Aus­zah­lung der Hono­ra­re auf Brut­to­ba­sis ein­zu­be­hal­ten und an das Finanz­amt abzu­füh­ren hat. Andern­falls haf­tet er für den Abzugs­be­trag.

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Kar­ton ade

Die Kar­­ton-Lohn­­steu­er­­kar­­te soll im Jahr 2010 zum letz­ten Mal aus­ge­stellt wer­den. Im Jahr 2011 sol­len dann elek­tro­ni­sche Lohn­steu­er­ab­zugs­merk­ma­le ("Els­ter­Lohn II") ein­ge­führt wer­den, so jeden­falls die Pla­nun­gen der Bun­des­re­gie­rung in ihrem Ent­wurf eines Jah­res­steu­er­ge­set­zes 2008.

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