Aus­lie­fe­rung auf­grund eines Euro­päi­schen Haft­be­fehls – und die Haft­be­din­gun­gen in Ungarn

Das in der Ver­gan­gen­heit durch den Euro­päi­schen Gerichts­hof für Men­schen­rech­te und das CPT fest­ge­stell­te erheb­li­che Über­be­le­gungs­pro­blem in unga­ri­schen Haft­an­stal­ten wur­de sowohl durch gesetz­li­che, als auch orga­ni­sa­to­ri­sche und bau­li­che Maß­nah­men besei­tigt. Das Rechts­hil­fe­ver­bot gem. § 73 IRG steht der Zuläs­sig­keit der Aus­lie­fe­rung vor die­sem Hin­ter­grund der­zeit nicht ent­ge­gen, wenn die ungarischen

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Rathaus

Aus­lie­fe­rung – und der gewöhn­li­che Auf­ent­halt im Bundesgebiet

Ein der Aus­lie­fe­rung wider­strei­ten­des schutz­wür­di­ges Inter­es­se des Ver­folg­ten im Sin­ne von § 83 b Abs. 2 Nr. 2 IRG ist gege­ben, wenn der Ver­folg­te sei­nen gewöhn­li­chen Auf­ent­halt in Deutsch­land hat. Nach stän­di­ger Recht­spre­chung liegt ein gewöhn­li­cher Auf­ent­halt i.S.v. § 83b IRG ledig­lich dann vor, wenn der über fünf­jäh­ri­ge unun­ter­bro­che­ne Auf­ent­halt in Deutsch­land auch recht­mä­ßig war,

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Gefängnis

Über­stel­lung auf­grund eines Euro­päi­schen Haft­be­fehls – und die Haft­be­din­gun­gen in Rumänien

Aus Art. 4 GRCh folgt für ein mit einem Über­stel­lungs­er­su­chen befass­tes Gericht die Pflicht, in zwei Prü­fungs­schrit­ten von Amts wegen auf­zu­klä­ren, ob die kon­kre­te Gefahr besteht, dass die zu über­stel­len­de Per­son nach einer Über­ga­be einer unmensch­li­chen oder ernied­ri­gen­den Behand­lung aus­ge­setzt sein wird. Hat das Gericht im ers­ten Prü­fungs­schritt sys­te­mi­sche oder all­ge­mei­ne Mängel

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Gefängnis

Euro­päi­scher Haft­be­fehl – und die Über­stel­lung zur Straf­ver­fol­gung nach Lettland

Aus Art. 4 GRCh folgt für ein mit einem Über­stel­lungs­er­su­chen befass­tes Gericht die Pflicht, in zwei Prü­fungs­schrit­ten von Amts wegen auf­zu­klä­ren, ob die kon­kre­te Gefahr besteht, dass die zu über­stel­len­de Per­son nach einer Über­ga­be einer unmensch­li­chen oder ernied­ri­gen­den Behand­lung aus­ge­setzt sein wird. Im zwei­ten, auf die Situa­ti­on des Betrof­fe­nen bezo­ge­nen Prü­fungs­schritt ist

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Aus­lie­fe­rung nach Lett­land zur Strafverfolgung

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat eine Aus­lie­fe­rung auf­grund eines Euro­päi­schen Haft­be­fehls zur Straf­ver­fol­gung nach Lett­land einst­wei­len unter­sagt. Das Aus­lie­fe­rungs­ver­fah­ren Die mit einem Eil­an­trag ver­bun­de­ne Ver­fas­sungs­be­schwer­de betrifft eine Aus­lie­fe­rung nach Lett­land zur Straf­ver­fol­gung. Gegen den let­ti­schen Beschwer­de­füh­rer besteht ein Euro­päi­scher Haft­be­fehl vom 09.09.2019 zur Straf­ver­fol­gung. Danach füh­ren die let­ti­schen Jus­tiz­be­hör­den gegen ihn ein

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Gefängnis

Über­stel­lung auf­grund eines Euro­päi­schen Haft­be­fehl – und die Grundrechte

Bei der Ent­schei­dung uni­ons­recht­lich voll­stän­dig deter­mi­nier­ter Rechts­fra­gen kom­men die Grund­rech­te des Grund­ge­set­zes nicht als unmit­tel­ba­rer Prü­fungs­maß­stab zur Anwen­dung. Maß­geb­lich sind grund­sätz­lich die Uni­ons­grund­rech­te. Bei der Aus­le­gung der Grund­rech­te der Char­ta der Euro­päi­schen Uni­on sind sowohl die vom Euro­päi­schen Gerichts­hof für Men­schen­rech­te kon­kre­ti­sier­ten Kon­ven­ti­ons­rech­te als auch die von den Ver­­­fas­­sungs- und

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Zwei Euro­päi­sche Haft­be­feh­le – und der Spezialitätsschutz

Grund­sätz­lich erschöpft sich der Spe­zia­li­täts­schutz (§ 83h Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 IRG) in den Fäl­len der Über­ga­be nach dem Rah­men­be­schluss 2002/​584/​JI des Rates vom 13.06.2002 über den Euro­päi­schen Haft­be­fehl und die Über­ga­be­ver­fah­ren zwi­schen den Mit­glied­staa­ten (RB-EuHB) – anders als bei der Aus­lie­fe­rung – in der die Voll­stre­ckung hin­dern­den Wir­kung. Dies

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Gefängnis

Aus­lie­fe­rungs­haft – und die nur sum­ma­ri­sche Prüfung

Der Zweck der Aus­lie­fe­rungs­haft, das Aus­lie­fe­rungs­ver­fah­ren zu sichern und die Durch­füh­rung der Aus­lie­fe­rung zu ermög­li­chen, kann es zulas­sen, die Aus­lie­fe­rungs­haft bereits dann anzu­ord­nen und fort­dau­ern zu las­sen, wenn fest­ge­stellt wer­den kann, dass die Vor­aus­set­zun­gen für eine Aus­lie­fe­rung gege­ben sein kön­nen, auch wenn dies noch nicht abschlie­ßend geklärt ist und die

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Justizvollzugsanstalt

Aus­lie­fe­rungs­haft­be­fehl – und kei­ne einst­wei­li­ge Anord­nung des BVerfG

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat es abge­lehnt, eine einst­wei­li­ge Anord­nung zur Auf­he­bung eines Aus­lie­fe­rungs­haft­be­fehls (hier: zur Aus­lie­fe­rung in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka) zu erlas­sen. Der Zuläs­sig­keit des Antrags auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung steht eine Vor­weg­nah­me der Haupt­sa­che nicht ent­ge­gen. Eine unzu­läs­si­ge Vor­weg­nah­me der Haupt­sa­che ist anzu­neh­men, wenn der bean­trag­te Inhalt

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Aus­lie­fe­rung nach Polen – und die pol­ni­sche Justizreform

Bestehen Zwei­fel, ob auf­grund der Jus­tiz­re­for­men in Polen die Unab­hän­gig­keit der pol­ni­schen Jus­tiz und der Anspruch des Aus­zu­lie­fern­den auf ein fai­res Ver­fah­ren (Art. 47 Abs. 2 der Char­ta der Grund­rech­te der Euro­päi­schen Uni­on) gewähr­leis­tet ist, kann ein Haft­be­fehl auf­ge­ho­ben wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he in dem hier vorliegenden

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Aus­lie­fe­rung – und die Gefahr men­schen­un­wür­di­ger Haftbedingungen

Eine im Aus­lie­fe­rungs­ver­fah­ren ergan­ge­ne Zuläs­sig­keits­ent­schei­dung ver­stößt gegen Art.19 Abs. 4 Satz 1 GG, wenn das Ober­lan­des­ge­richt die Gefahr für den Aus­zu­lie­fern­den, im Ziel­staat men­schen­un­wür­di­gen Haft­be­din­gun­gen aus­ge­setzt zu sein, nicht hin­rei­chend auf­ge­klärt hat. Abs. 4 Satz 1 GG ent­hält ein Grund­recht auf effek­ti­ven und mög­lichst lücken­lo­sen rich­ter­li­chen Rechts­schutz gegen Akte der öffent­li­chen Gewalt. Dabei gewähr­leis­tet Art.19

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Oberlandesgericht München

Die Bewil­li­gungs­ent­schei­dung im Aus­lie­fe­rungs­ver­fah­ren – und der ein­ge­schränk­te Rechtsschutz

Die dem aus­lie­fe­rungs­recht­li­chen Zuläs­sig­keits­ver­fah­ren nach­fol­gen­de Bewil­li­gungs­ent­schei­dung ist der (verfassungs-)gerichtlichen Über­prü­fung nur ein­ge­schränkt zugäng­lich. Dies wird der Rechts­schutz­ga­ran­tie aus Art.19 Abs. 4 GG grund­sätz­lich gerecht, weil der Rechts­schutz der betrof­fe­nen Per­son prä­ven­tiv im der Bewil­li­gungs­ent­schei­dung vor­ge­schal­te­ten Zuläs­sig­keits­ver­fah­ren gewähr­leis­tet wird. Das Ergeb­nis des Zuläs­sig­keits­ver­fah­rens deter­mi­niert gemäß § 12 IRG die Bewil­li­gungs­ent­schei­dung dahin­ge­hend, dass

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Aus­lie­fe­rung zur Straf­ver­fol­gung in die Türkei

Vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat­te aktu­ell die Ver­fas­sungs­be­schwer­de eines tür­ki­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen kur­di­scher Volks­zu­ge­hö­rig­keit und ale­vi­ti­schen Glau­bens gegen sei­ne Aus­lie­fe­rung zur Straf­ver­fol­gung in die Tür­kei Erfolg: Das Aus­lie­fe­rungs­ver­fah­ren Der Beschwer­de­füh­rer wur­de von den tür­ki­schen Behör­den am 4.04.2018 über Inter­pol im Wege einer soge­nann­ten Red Noti­ce zur Fest­nah­me wegen eines Tötungs­de­likts aus­ge­schrie­ben. Als

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Tsche­tsche­nen – und die Aus­lie­fe­rung nach Russland

Vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat­ten jetzt zwei Ver­fas­sungs­be­schwer­den gegen die Aus­lie­fe­rung rus­si­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger tsche­tsche­ni­scher Her­kunft Erfolg: Die Gefahr, dass von einem Aus­lie­fe­rungs­ver­fah­ren betrof­fe­ne Per­so­nen in Tsche­tsche­ni­en poli­ti­scher Ver­fol­gung oder den Min­dest­stan­dards nicht genü­gen­den Straf­ver­fah­ren aus­ge­setzt sein wer­den, kann im Fal­le der ört­li­chen Zustän­dig­keit von Gerich­ten in Tsche­tsche­ni­en nicht dadurch besei­tigt werden,

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Aus­lie­fe­rung eines Tsche­tsche­nen nach Russland

Vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt war aktu­ell eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen die Aus­lie­fe­rung eines rus­si­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen zur Straf­ver­fol­gung nach Russ­land erfolg­reich. Die ange­grif­fe­ne Ent­schei­dung ver­stieß gegen Art.19 Abs. 4 Satz 1 GG, weil das Schles­­wig-Hol­stei­­ni­­sche Ober­lan­des­ge­richt die Gefahr des Beschwer­de­füh­rers, im Ziel­staat poli­tisch ver­folgt zu wer­den, nicht genü­gend auf­ge­klärt und nicht eigen­stän­dig geprüft hat. Abs.

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Aus­lie­fe­rung – und die einst­wei­li­ge Anord­nung des Bundesverfassungsgerichts

Als Mit­tel des vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes hat die einst­wei­li­ge Anord­nung auch im ver­fas­sungs­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren die Auf­ga­be, die Schaf­fung voll­ende­ter Tat­sa­chen zu ver­hin­dern; sie soll auf die­se Wei­se dazu bei­tra­gen, Wir­kung und Bedeu­tung einer erst noch zu erwar­ten­den Ent­schei­dung in der Haupt­sa­che zu sichern und zu erhal­ten. Des­halb blei­ben die Grün­de, die

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Aus­lie­fe­rung an die USA – und die dro­hen­de lebens­la­ge Frei­heits­stra­fe ohne Bewährung

Als Mit­tel des vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes hat die einst­wei­li­ge Anord­nung auch im ver­fas­sungs­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren die Auf­ga­be, die Schaf­fung voll­ende­ter Tat­sa­chen zu ver­hin­dern; sie soll auf die­se Wei­se dazu bei­tra­gen, Wir­kung und Bedeu­tung einer erst noch zu erwar­ten­den Ent­schei­dung in der Haupt­sa­che zu sichern und zu erhal­ten. Des­halb blei­ben die Grün­de, die

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Euro­päi­scher Haft­be­fehl – und der Grund­satz der Spezialität

Der Bun­des­ge­richts­hof hat, dem Urteil des Euro­päi­schen Gerichts­hofs vom 01.12 2008 – C388/​08 PPU – fol­gend, für Fall­kon­stel­la­tio­nen nach­träg­li­cher Ein­be­zie­hung einer nicht von der Aus­lie­fe­rungs­be­wil­li­gung umfass­ten Vor­ver­ur­tei­lung ent­schie­den, dass der Grund­satz der Spe­zia­li­tät allein der Voll­stre­ckung einer frei­heits­ent­zie­hen­den Sank­ti­on, nicht bereits der Ver­fol­gung der Tat ent­ge­gen­steht (§ 83h Abs. 1 Nr.

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Bundesverfassungsgericht

Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen eine aus­lie­fe­rungs­recht­li­che Bewilligungsentscheidung

Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de stellt, soweit sie sich gegen die Bewil­li­gung der Aus­lie­fe­rung rich­tet, im Ergeb­nis kei­nen statt­haf­ten Rechts­be­helf gegen eine mit Ver­bal­no­te des Aus­wär­ti­gen Amts mit­ge­teil­te Bewil­li­gungs­ent­schei­dung dar. Die dem aus­lie­fe­rungs­recht­li­chen Zuläs­sig­keits­ver­fah­ren nach­fol­gen­de Bewil­li­gungs­ent­schei­dung ist der (verfassungs-)gerichtlichen Über­prü­fung nur ein­ge­schränkt zugäng­lich. Dies wird der Rechts­schutz­ga­ran­tie aus Art.19 Abs. 4 GG grund­sätz­lich gerecht, weil

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Aus­lie­fe­rung – und die Gesamtstrafenbildung

Auch bei der Gesamt­stra­fen­bil­dung ist der Spe­zia­li­täts­grund­satz nach § 83h Abs. 2 Nr. 3 IRG zu beach­ten. Die Nicht­be­ach­tung des aus­lie­fe­rungs­recht­li­chen Spe­zia­li­täts­grund­sat­zes bewirkt ein Voll­stre­ckungs­hin­der­nis und steht hier der Ein­be­zie­hung eines frü­he­ren Urteils, das zu Straf­ta­ten ergan­gen ist, die nicht vom Euro­päi­schen Haft­be­fehl umfasst sind, in eine nach­träg­li­che Gesamt­stra­fe ent­ge­gen. Bun­des­ge­richts­hof, Urteil

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Aus­lie­fe­rung – und die zu erwar­ten­den Haftbedingungen

Gerich­ti­che Aus­lie­fe­rungs­ent­schei­dun­gen ver­sto­ßen gegen Art.19 Abs. 4 GG, wenn das Gericht den Sach­ver­halt hin­sicht­lich der Gefahr, dass der Beschwer­de­füh­rer (hier: in Ungarn) men­schen­un­wür­di­ge Haft­be­din­gun­gen erlei­det, nicht hin­rei­chend auf­ge­klärt hat. Der Anwen­dungs­vor­rang des Uni­ons­rechts steht dem nicht ent­ge­gen. Der Aus­lie­fe­rungs­ver­kehr mit ande­ren Mit­glied­staa­ten der Euro­päi­schen Uni­on ist durch den Rah­men­be­schluss 2002/​584/​JI des Rates

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Euro­päi­scher Haft­be­fehl – und die Gefah­ren einer nicht mehr unab­hän­gi­gen pol­ni­schen Justiz

Eine Jus­tiz­be­hör­de, die zur Voll­stre­ckung eines Euro­päi­schen Haft­be­fehls auf­ge­ru­fen ist, muss von die­ser abse­hen, wenn ihrer Ansicht nach für die betrof­fe­ne Per­son wegen Män­geln, die die Unab­hän­gig­keit der Jus­tiz in dem Mit­glied­staat, der den Haft­be­fehl aus­ge­stellt hat, beein­träch­ti­gen kön­nen, die Gefahr bestün­de, dass das Grund­recht die­ser Per­son auf ein unabhängiges

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Euro­päi­scher Haft­be­fehl – und die Haft­be­din­gun­gen im Ausstellungsstaat

Eine etwai­ge Prü­fung der Haft­be­din­gun­gen im Aus­stel­lungs­mit­glied­staat vor der Voll­stre­ckung eines Euro­päi­schen Haft­be­fehls muss sich auf die Haft­an­stal­ten beschrän­ken, in denen die betrof­fe­ne Per­son kon­kret inhaf­tiert wer­den soll. Ande­rer­seits genügt die Mög­lich­keit der betrof­fe­nen Per­son, im Aus­stel­lungs­mit­glied­staat die Haft­be­din­gun­gen in Fra­ge zu stel­len, nicht, um das Vor­lie­gen einer ech­ten Gefahr unmenschlicher

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Aus­lie­fe­rung auf­grund eines Euro­päi­schen Haft­be­fehls – und die Auf­klä­rungs­pflicht des Gerichts

Ein Ober­lan­des­ge­richt, das zur Begrün­dung sei­ner Aus­lie­fe­rungs­ent­schei­dung (hier: nach Ungarn) nur auf Ent­schei­dun­gen ande­rer Gerich­te ver­weist, ist mög­li­cher­wei­se in einer ver­fas­sungs­recht­lich zu bean­stan­den­den Art und Wei­se sei­ner Auf­klä­rungs­pflicht im aus­lie­fe­rungs­recht­li­chen Zuläs­sig­keits­ver­fah­ren nicht nach­ge­kom­men. Der blo­ße Ver­weis auf die Ent­schei­dung des Ober­lan­des­ge­richts Köln ersetzt ersicht­lich nicht die Auf­klä­rung der kon­kre­ten Umstände

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Aus­lie­fe­rung zur Straf­voll­stre­ckung an die Schweiz

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts unter­lie­gen die deut­schen Gerich­te bei der Beur­tei­lung der Zuläs­sig­keit einer Aus­lie­fe­rung der ver­fas­sungs­recht­li­chen Pflicht, zu prü­fen, ob die erbe­te­ne Aus­lie­fe­rung die gemäß Art. 79 Abs. 3 GG in Ver­bin­dung mit Art. 1 und Art.20 Abs. 3 GG unab­ding­ba­ren ver­fas­sungs­recht­li­chen Grund­sät­ze bezie­hungs­wei­se das unab­ding­ba­re Maß an Grund­rechts­schutz ver­letzt. Der

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Aus­lie­fe­rung an einen ande­ren EU-Mit­glieds­staat – und die dor­ti­gen Haftbedingungen

Gemäß Art. 51 GRCh sind die Mit­glied­staa­ten bei der Durch­füh­rung des Uni­ons­rechts an die in der Char­ta nie­der­ge­leg­ten Grund­rech­te gebun­den. Fra­gen zu deren Inhalt und Reich­wei­te kön­nen bezie­hungs­wei­se müs­sen dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on vor­ge­legt wer­den. Dies ist in dem uni­ons­recht­lich deter­mi­nier­ten Ver­fah­ren der Aus­lie­fe­rung im Anwen­dungs­be­reich des Rah­men­be­schlus­ses über

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Die unter­las­se­ne Anru­fung des EuGH im Wege des Vorabentscheidungsverfahrens

Wenn Gerich­te über die Zuläs­sig­keit eines im uni­ons­recht­lich deter­mi­nier­ten Rechts­hil­fe­ver­kehr gestell­ten Aus­lie­fe­rungs­er­su­chens befin­den, haben sie Zwei­fels­fra­gen über die Anwen­dung und Aus­le­gung von Uni­ons­recht dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on als gesetz­li­chem Rich­ter vor­zu­le­gen. Zwar ist nicht jeder Ver­stoß gegen die uni­ons­recht­li­che Vor­la­ge­pflicht ein Ver­stoß gegen die Gewähr­leis­tung des Art. 101 Abs.

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Aus­lie­fe­rung – und die Gefahr poli­ti­scher Verfolgung

Gerich­te ver­let­zen in Aus­lie­fe­rungs­sa­chen das in Art.19 Abs. 4 Satz 1 GG ent­hal­te­ne Grund­recht auf effek­ti­ven rich­ter­li­chen Rechts­schutz, wenn sie bei ent­spre­chen­den Anhalts­punk­ten nicht hin­rei­chend auf­klä­ren und eigen­stän­dig prü­fen, ob im Fal­le der Aus­lie­fe­rung poli­ti­sche Ver­fol­gung droht. Wenn ein Asyl­an­trag des Betrof­fe­nen eines Aus­lie­fe­rungs­ver­fah­rens zuvor in einem vor­ran­gig zustän­di­gen Staat abge­lehnt wur­de, muss

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Ent­zie­hungs­an­stalt – und die bevor­ste­hen­de Auslieferung

Nach § 64 Satz 2 StGB darf die Anord­nung der Unter­brin­gung nur dann erge­hen, wenn eine hin­rei­chend kon­kre­te Erfolgs­aus­sicht besteht, die unter­ge­brach­te Per­son zu hei­len oder über eine erheb­li­che Zeit vor dem Rück­fall in den Hang zu bewah­ren und von der Bege­hung erheb­li­cher rechts­wid­ri­ger Taten abzu­hal­ten, die auf den Hang zurückgehen.

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Voll­stre­ckung eines Euro­päi­schen Haft­be­fehls – und die Haft­be­din­gun­gen im Ausstellungsmitgliedstaat

Die Aus­lie­fe­rung eines Ver­folg­ten nach Rumä­ni­en zur Straf­voll­stre­ckung auf­grund eines Euro­päi­schen Haft­be­fehls ist nach § 73 IRG unzu­läs­sig, wenn nicht sicher­ge­stellt ist, dass die dor­ti­gen Haft­be­din­gun­gen den in Art. 3 EMRK ver­an­ker­ten men­schen­recht­li­chen Min­dest­an­for­de­run­gen genü­gen. Die Prü­fung, ob die Haft­be­din­gun­gen im Aus­stel­lungs­mit­glied­staat Art. 3 EMRK genü­gen, hat anhand der vom EGMR in

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Der Ver­stoß gegen den aus­lie­fe­rungs­recht­li­chen Spezialitätsgrundsatz

Ein Ver­stoß gegen den aus­lie­fe­rungs­recht­li­chen Spe­zia­li­täts­grund­satz des § 83h Abs. 1 Nr. 1 IRG kein Ver­fah­rens, son­dern ledig­lich ein Voll­stre­ckungs­hin­der­nis. Soweit der Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs vom 15.04.2015 etwas Ande­res zu ent­neh­men ist, hält er dar­an nicht wei­ter fest. Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 16. Novem­ber 2016 – 2 StR 246/​16

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Euro­päi­scher Haft­be­fehl – und die Haft­be­din­gun­gen in Rumänien

Bei der gebo­te­nen Gesamt­schau der Haft­be­din­gun­gen in Rumä­ni­en kann eine Aus­lie­fe­rung im Ein­zel­fall zuläs­sig sein. Dies gilt vor dem Hin­ter­grund der Gewähr­leis­tun­gen von § 73 Satz 1 und 2 IRG i.V.m. Art. 4 der EU-Grun­d­­rech­­te­char­­ta nament­lich auch mit Blick auf die Haft­be­din­gun­gen in Rumä­ni­en. Nach der Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on ist klargestellt,

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Aus­lie­fe­rung zur Straf­ver­fol­gung oder Straf­voll­stre­ckung an die Türkei

Eine Aus­lie­fe­rung an die Tür­kei zur Straf­ver­fol­gung oder Straf­voll­stre­ckung ist nach Ansicht des Schles­­wig-Hol­stei­­ni­­schen Ober­lan­des­ge­richts der­zeit aus­ge­schlos­sen. In dem hier ent­schie­de­nen Fall hat­ten die Behör­den der Repu­blik Tür­kei im Som­mer 2015 mit einem inter­na­tio­na­len Fahn­dungs­er­su­chen um die vor­läu­fi­ge Fest­nah­me des in Deutsch­land leben­den Ver­folg­ten ersucht. Sie hat­ten ange­kün­digt, ein förmliches

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Euro­päi­scher Haft­be­fehl – und der erfor­der­li­che Aus­lands­be­zug der Tat

Art. 16 Abs. 2 GG schützt deut­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge grund­sätz­lich vor Aus­lie­fe­rung. Aus­nahms­wei­se ist eine Aus­lie­fe­rung in den Fäl­len des Art. 16 Abs. 2 Satz 2 GG zuläs­sig, soweit rechts­staat­li­che Grund­sät­ze gewahrt sind. Die damit ver­bun­de­nen Anfor­de­run­gen wer­den unter ande­rem durch § 80 Abs. 1 und Abs. 2 IRG kon­kre­ti­siert, der zugleich die von Art. 4 Nr.

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Euro­päi­scher Haft­be­fehl wegen Insol­venz­ver­schlep­pung – und Geschäfts­füh­rung aus Deutschland

Art. 16 Abs. 2 Satz 1 GG schützt deut­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge grund­sätz­lich vor Aus­lie­fe­rung. Aus­nahms­wei­se ist eine Aus­lie­fe­rung gemäß Art. 16 Abs. 2 Satz 2 GG an einen Mit­glied­staat der Euro­päi­schen Uni­on oder an einen inter­na­tio­na­len Gerichts­hof zuläs­sig, „soweit rechts­staat­li­che Grund­sät­ze gewahrt sind“. Die damit ver­bun­de­nen Anfor­de­run­gen wer­den durch § 80 Abs. 1 und 2 IRG konkretisiert,

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Aus­lie­fe­rung eines deut­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen nach Frank­reich – und die Fra­ge des Tatorts

Zur Effek­ti­vi­tät des Rechts­schut­zes gehört, dass die Aus­lie­fe­rungs­un­ter­la­gen oder ein ihnen gleich­ste­hen­der Euro­päi­scher Haft­be­fehl eine den betrof­fe­nen Grund­rech­ten ange­mes­se­ne gericht­li­che Über­prü­fung erlau­ben. Dem­entspre­chend sehen § 83a Abs. 1 Nr. 5 IRG und Art. 8 Abs. 1 Buch­sta­be e RbEu­Hb vor, dass die Aus­lie­fe­rung nur zuläs­sig ist, wenn der über­mit­tel­te Euro­päi­sche Haft­be­fehl die Beschrei­bung der Umstände,

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Nemo ten­e­tur – und die Aus­lie­fe­rung des schwei­gen­den Angeklagten

Eine Aus­lie­fe­rung auf der Grund­la­ge eines Euro­päi­schen Haft­be­fehls ist nicht schon dann unzu­läs­sig, wenn die Selbst­be­las­tungs­frei­heit im Pro­zess­recht des ersu­chen­den Staa­tes nicht in dem­sel­ben Umfang gewähr­leis­tet ist, wie dies von Ver­fas­sungs wegen im deut­schen Straf­ver­fah­ren der Fall ist. Die im bri­ti­schen Straf­pro­zess bestehen­de Mög­lich­keit, unter bestimm­ten Umstän­den das Schwei­gen eines Angeklagten

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Aus­lie­fe­rung nach Russland

Im Aus­lie­fe­rungs­ver­fah­ren gilt der Grund­satz der Amts­auf­klä­rung. Behör­den und Gerich­te müs­sen sich ver­ge­wis­sern, dass die Aus­lie­fe­rung und die ihr zugrun­de lie­gen­den Akte mit den unab­ding­ba­ren ver­fas­sungs­recht­li­chen Grund­sät­zen ver­ein­bar sind. Ein­fach­recht­lich erklärt § 73 Satz 1 IRG die Aus­lie­fe­rung für unzu­läs­sig, wenn sie wesent­li­chen Grund­sät­zen der deut­schen Rechts­ord­nung wider­sprä­che. Die Gestal­tung des

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Euro­päi­scher Haft­be­fehl – und der Schwer­punkt des Tatgeschehens

Art. 16 Abs. 2 GG schützt deut­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge grund­sätz­lich vor Aus­lie­fe­rung. Aus­nahms­wei­se ist eine Aus­lie­fe­rung gemäß Art. 16 Abs. 2 Satz 2 GG zuläs­sig, „soweit rechts­staat­li­che Grund­sät­ze gewahrt sind“. Die damit ver­bun­de­nen Anfor­de­run­gen wer­den durch § 80 Abs. 1 und 2 IRG kon­kre­ti­siert, der zugleich die von Art. 4 Nr. 7 Buch­sta­be a des Rah­men­be­schlus­ses 2002/​584/​JI des Rates

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Aus­lie­fe­rung nach Groß­bri­tan­ni­en – und das Recht zu schweigen

Der Aus­lie­fe­rungs­ver­kehr der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land mit ande­ren Mit­glied­staa­ten der Euro­päi­schen Uni­on ist durch den Rah­men­be­schluss 2002/​584/​JI des Rates vom 13.06.2002 über den Euro­päi­schen Haft­be­fehl und die Über­ga­be­ver­fah­ren zwi­schen den Mit­glied­staa­ten zumin­dest teil­wei­se uni­ons­recht­lich deter­mi­niert. So zählt der Rah­men­be­schluss – grund­sätz­lich abschlie­ßend – bestimm­te Grün­de auf, aus denen die Voll­stre­ckung eines

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Aus­lie­fe­rung, Gesamts­stra­fen­bil­dung – und der Spezialitätsgrundsatz

Erfasst ein Euro­päi­sche Haft­be­fehl ledig­lich die im hie­si­gen Ver­fah­ren gegen­ständ­li­che Straf­tat und ist der Ange­klag­te nur zur Ver­fol­gung die­ser Straf­tat aus­ge­lie­fert wor­den, so wird hier­von die Voll­stre­ckung einer frü­her ver­häng­ten Geld­stra­fe nicht umfasst. Solan­ge der Ange­klag­te daher nicht auf die Beach­tung des Spe­­zia­­li­­täts­­grun­d­­sat- ver­zich­tet, ver­stößt bei die­ser Ver­fah­rens­la­ge die Einbeziehung

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Aus­lie­fe­rung – und die Fra­ge men­schen­wür­di­ger Haftbedingungen

Die Zuläs­sig­keit von Aus­lie­fe­rungs­haft nach Ein­gang eines Aus­lie­fe­rungs­er­su­chens der Grie­chi­schen Repu­blik setzt vor­aus, dass bin­nen ange­mes­se­ner Frist eine indi­vi­du­el­le Zusi­che­rung des ersu­chen­den Staa­tes dahin­ge­hend vor­liegt, dass die ver­folg­te Per­son für den Fall ihrer Inhaf­tie­rung in Grie­chen­land durch­gän­gig in einer Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt unter­ge­bracht wird, deren Stan­dards den Anfor­de­run­gen der Euro­päi­schen Kon­ven­ti­on zum

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Aus­lie­fe­rung in die USA – und der Spezialitätsgrundsatz

Eine Aus­lie­fe­rung darf nicht für zuläs­sig erklärt wer­den, wenn nicht gewähr­leis­tet ist, dass der ersu­chen­de Staat den Grund­satz der Spe­zia­li­tät beach­ten wird. Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts sind die deut­schen Gerich­te bei der Prü­fung der Zuläs­sig­keit der Aus­lie­fe­rung von Ver­fas­sungs wegen gehal­ten, zu prü­fen, ob die erbe­te­ne Aus­lie­fe­rung die unab­ding­ba­ren verfassungsrechtlichen

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Aus­lie­fe­rung nach Bewäh­rungs­wi­der­ruf – und die fal­sche Zustelladresse

Der Kern­be­stand der einem Ver­folg­ten aus Art. 6 MRK gewähr­ten Garan­tie auf recht­li­ches Gehör ist nicht ver­letzt, wenn die­ser dem ersu­chen­den Staat eine fal­sche Anschrift für die Zustel­lung von Schrift­stü­cken mit­ge­teilt hat und er des­halb vor einem Wider­ruf einer ihm zunächst gewähr­ten Straf­aus­set­zung zur Bewäh­rung nicht ange­hört wur­de. Nach § 79 Abs.

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Euro­päi­scher Haft­be­fehl – und die Haft­be­din­gun­gen im Ausstellungsstaat

Die Voll­stre­ckung eines Euro­päi­schen Haft­be­fehls muss auf­ge­scho­ben wer­den, wenn für die betref­fen­de Per­son auf­grund der Haft­be­din­gun­gen in dem Mit­glied­staat, in dem der Haft­be­fehl aus­ge­stellt wur­de, eine ech­te Gefahr unmensch­li­cher oder ernied­ri­gen­der Behand­lung besteht. Kann das Vor­lie­gen einer sol­chen Gefahr nicht inner­halb einer ange­mes­se­nen Frist aus­ge­schlos­sen wer­den, muss die mit der

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Euro­päi­scher Haft­be­fehl – und die Zusi­che­rung men­schen­wür­di­ger Haftbedingungen

Die all­ge­mei­ne Zusi­che­rung des Minis­te­ri­ums für Jus­tiz der Repu­blik Bul­ga­ri­en vom 13.08.2015, der zufol­ge Per­so­nen, deren Aus­lie­fe­rung auf­grund eines Euro­päi­schen Haft­be­fehls und unter einer ent­spre­chen­den Bedin­gung bewil­ligt wur­de, ent­spre­chend Art. 3 der Euro­päi­schen Kon­ven­ti­on zum Schutz der Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten sowie den euro­päi­schen Min­dest­nor­men unter­ge­bracht wer­den, ist aus­rei­chend. Die vor­he­ri­ge Einholung

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Aus­land­s­ta­ten – und die deut­sche Strafgewalt

Die Aus­deh­nung der deut­schen Straf­ge­walt auf Aus­land­s­ta­ten aus­län­di­scher Täter im Rah­men des § 6 Nr. 5 StGB bedarf zu ihrer Recht­fer­ti­gung eines hin­rei­chen­den Inlands­be­zugs; die Aus­lie­fe­rung des im Aus­land fest­ge­nom­me­nen Beschul­dig­ten und sei­ne dar­an anschlie­ßen­de Fest­nah­me im Inland ver­mö­gen nach Ansicht des 2. Straf­se­nats des Bun­des­ge­richts­hofs einen sol­chen nicht zu begrün­den. Diese

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Aus­lie­fe­rung nach Russland

Zu den unab­ding­ba­ren Grund­sät­zen der deut­schen ver­fas­sungs­recht­li­chen Ord­nung zählt wegen Art. 1 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 1 GG, dass eine ange­droh­te oder ver­häng­te Stra­fe nicht grau­sam, unmensch­lich oder ernied­ri­gend sein darf. Die zustän­di­gen Orga­ne der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land sind des­halb gehin­dert, an der Aus­lie­fe­rung eines Ver­folg­ten mit­zu­wir­ken, wenn die­ser eine sol­che Stra­fe zu gewärtigen

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Euro­päi­scher Haft­be­fehl – und die Aus­lie­fe­rung eines Deut­schen nach Polen

Mit dem Aus­lie­fe­rungs­ver­bot des Art. 16 Abs. 2 GG sol­len unter ande­rem die Grund­sät­ze der Rechts­si­cher­heit und des Ver­trau­ens­schut­zes für den von einer Aus­lie­fe­rung betrof­fe­nen Deut­schen gewahrt wer­den. Die Ver­läss­lich­keit der Rechts­ord­nung ist wesent­li­che Vor­aus­set­zung der Frei­heit, das heißt der Selbst­be­stim­mung über den eige­nen Lebens­ent­wurf und sei­ne Umset­zung. In die­ser Hinsicht

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Aus­lie­fe­rung nach Russland

Im Aus­lie­fe­rungs­ver­fah­ren haben deut­sche Gerich­te zu prü­fen, ob die Aus­lie­fe­rung und die ihr zugrun­de­lie­gen­den Akte des ersu­chen­den Staa­tes mit dem nach Art. 25 GG in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ver­bind­li­chen völ­ker­recht­li­chen Min­dest­stan­dard und den unab­ding­ba­ren ver­fas­sungs­recht­li­chen Grund­sät­zen ver­ein­bar sind. Zu den unab­ding­ba­ren Grund­sät­zen der deut­schen ver­fas­sungs­recht­li­chen Ord­nung zählt wegen Art. 1 Abs. 1 und

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Euro­päi­scher Haft­be­fehl – und die Aus­lie­fe­rung eines Deutschen

Deut­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge sind durch das Grund­ge­setz aus Art. 16 Abs. 2 GG vor Aus­lie­fe­rung geschützt. Zwar erlaubt der Geset­zes­vor­be­halt des Art. 16 Abs. 2 Satz 2 GG eine Aus­lie­fe­rung Deut­scher. Dies gilt aller­dings nur, „soweit rechts­staat­li­che Grund­sät­ze gewahrt sind“. Auf der Grund­la­ge des Art. 16 Abs. 2 Satz 2 GG und unter Rück­griff auf die

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Euro­päi­scher Haft­be­fehl – zur Voll­stre­ckung eines Abwesenheitsurteils

Gemäß § 83 Abs. 2 Nr. 1 IRG in der nun­mehr seit dem 25.07.2015 gül­ti­gen Fas­sung ist die Aus­lie­fe­rung zur Voll­stre­ckung eines Urteils, das auf­grund einer in Abwe­sen­heit des Ver­folg­ten durch­ge­führ­ten Ver­hand­lung ergan­gen ist, zunächst nur zuläs­sig, wenn die ver­ur­teil­te Per­son recht­zei­tig per­sön­lich zu der Ver­hand­lung, die zu dem Urteil geführt hat,

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