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Familienrecht

Weitere Informationen auf der Rechtslupe Mindestbetrag für Betreuungsunterhalt

25. Januar 2010 | Familienrecht

Der Unterhaltsbedarf der Kindesmutter wegen Betreuung eines nichtehelich geborenen Kindes bemisst sich jedenfalls nach einem Mindestbedarf in Höhe des Existenzminimums, der unterhaltsrechtlich mit dem notwendigen Selbstbehalt eines Nichterwerbstätigen (zur Zeit 770 €) pauschaliert werden darf. Hat der Unterhaltsberechtigte keine kind- oder elternbezogenen Gründe für eine Verlängerung des Betreuungsunterhalts über die Vollendung des dritten Lebensjahres des [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Unterbringung durch den Betreuer

25. Januar 2010 | Familienrecht

Die zivilrechtliche Unterbringung durch einen Betreuer wegen Eigengefährdung nach § 1906 Abs. 1 Nr. 1 BGB setzt keine akute, unmittelbar bevorstehende Gefahr voraus; notwendig ist allerdings eine ernstliche und konkrete Gefahr für Leib oder Leben des Betreuten. Die Gefahr für Leib oder Leben setzt kein zielgerichtetes Verhalten des Betreuten voraus, so dass auch eine völlige [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Trennungskinder und das Betreuungs-Wechselmodell

21. Januar 2010 | Familienrecht

Oberlandesgericht Koblenz entscheidet zum familienrechtlichen Betreuungs-Wechselmodell Das Oberlandesgericht Koblenz hat in einem familienrechtlichen Umgangsverfahren entschieden, dass Ein Betreuungs-Wechselmodell setzt die Bereitschaft und Fähigkeit der Eltern voraussetzt, miteinander zu kooperieren und zu kommunizieren. Das Modell ist dagegen nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz mit dem Kindeswohl nicht vereinbar, wenn das Kind durch den ständigen Wechsel belastet [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Wahlgüterstand in deutsch-französischen Ehen

14. Januar 2010 | Familienrecht

Das Bundeskabinett hat in seiner letzten Sitzung der Zeichnung des Staatsvertrags zum deutsch-französischen Wahlgüterstand zugestimmt. Das Abkommen soll am 4. Februar 2010 beim deutsch-französischen Ministerrat gezeichnet werden. Anschließend muss der Vertrag in Deutschland und Frankreich ratifiziert werden. Ehen mit Auslandsberührung sind weit verbreitet. Im Jahr 2008 hatte bei 11 % der Eheschließungen ein Ehepartner die [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Zuwendungen in der nichtehelichen Lebensgemeinschaft

14. Januar 2010 | Familienrecht

Hat der gemeinschaftsbezogenen Zuwendung in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft die Vorstellung oder Erwartung zugrunde gelegen, die Lebensgemeinschaft, deren Ausgestaltung sie allein gedient hat, werde Bestand haben, entfällt die Geschäftsgrundlage nicht dadurch, dass die Lebensgemeinschaft durch den Tod des Zuwendenden ein natürliches Ende gefunden hat. Hat der Zuwendende das Vermögen des anderen in der Erwartung vermehrt, an [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Zusammenveranlagung von Ehegatten – auch bei Verlusten

11. Januar 2010 | Familienrecht

Ein Ehegatte kann auch dann verpflichtet sein, dem – der steuerlichen Entlastung des anderen Ehegatten dienenden – Antrag auf Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer zuzustimmen, wenn er während der Zeit des Zusammenlebens steuerliche Verluste erwirtschaftet hat, die er im Wege des Verlustvortrags in einem späteren Veranlagungszeitraum zur Verminderung seiner eigenen Steuerlast einsetzen könnte. Wenn die Ehegatten die [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Stiefkindadoption und die Verwandtschaftsverhältnisse

8. Januar 2010 | Familienrecht

Bei der “starken” (Stiefkind-)Adoption eines Volljährigen durch den Ehegatten seines überlebenden Elternteils besteht das Verwandtschaftsverhältnis zur Familie seines vorverstorbenen Elternteils nach § 1772 Abs. 1 i.V.m. § 1756 Abs. 2 BGB fort, wenn der vorverstorbene Elternteil bei Eintritt der Volljährigkeit des Kindes oder, wenn er vorher verstorben ist, in diesem Zeitpunkt die elterliche Sorge hatte. [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Süddeutsche Leitlinien zum Unterhaltsrecht

7. Januar 2010 | Familienrecht, Im Blickpunkt

Das Gesetz lässt den Richterinnen und Richtern im Unterhaltsrecht wegen der Verwendung unbestimmter Rechtsbegriffe („angemessener Unterhalt“) einen verhältnismäßig weiten Spielraum. Leitlinien bezwecken innerhalb dieses Rahmens eine möglichst gleiche Behandlung vergleichbarer Sachverhalte. Die Süddeutschen Oberlandesgerichte Bamberg, Karlsruhe, München, Nürnberg, Stuttgart und Zweibrücken verständigen sich seit 2002 auf die einheitlichen Süddeutschen Leitlinien der Familiensenate in Süddeutschland, deren [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Düsseldorfer Tabelle 2010

6. Januar 2010 | Familienrecht, Im Blickpunkt, Im Brennpunkt

Dieser Artikel beschreibt die Düsseldorfer Tabelle für 2010. Die neuen Unterhaltsbeträge finden Sie in unserem Artikel zur . Seit heute ist die neu überarbeitete Düsseldorfer Tabelle bekannt. Diese Überarbeitung hätte turnusmäßig eigentlich erst Ende des Jahres angestanden, doch nachdem sich zum Jahreswechsel die steuerlichen Kinderfreibeträge und das Kindergeld geändert haben, war bereits jetzt eine Überarbeitung [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Widerstreitende Sorgerechtsentscheidungen in der EU

6. Januar 2010 | Familienrecht

Das Gericht des EU-Mitgliedstaats, in dessen Hoheitsgebiet sich ein Kind befindet, kann nach einem aktuellen Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union nicht das Sorgerecht für dieses Kind vorläufig einem Elternteil zusprechen, wenn ein Gericht eines anderen EU-Mitgliedstaats, das in der Hauptsache zuständig ist, das Sorgerecht bereits auf den anderen Elternteil übertragen hat. In einem solchen [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Zwangsweise Unterbringung für eine nicht mehr erforderliche Heilbehandlung

5. Januar 2010 | Familienrecht

Eine Unterbringung kann nicht gemäß § 1906 Abs. 1 Nr. 2 2. Alt. BGB (“… weil … eine Heilbehandlung … notwendig ist, …“) genehmigt werden, wenn die angestrebte Heilbehandlung – aus welchen Gründen auch immer – nicht oder nicht mehr durchgeführt wird. Deshalb darf eine bereits erteilte Genehmigung nicht länger aufrechterhalten werden, wenn der Betreute [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Prozesskostenvorschuss für den Zugewinnausgleich gegen den Ex

30. Dezember 2009 | Familienrecht

Für einen Anspruch auf Zugewinnausgleich besteht ein Prozesskostenvorschussanspruch gegen den neuen Ehegatten, entschied jetzt der Bundesgerichtshof. Inhalt[↑]Der bisherige StreitstandDie “persönliche Angelegenheit” und vermögensrechtliche AnsprücheAnspruch gegen den jeweilis aktuellen EhegattenKeine Wurzel in der neuen EheZumutbarkeit für den neuen EhegattenKeine teleologische Reduktion Der bisherige Streitstand[↑] § 1360 a Abs. 4 BGB gewährt einem Ehegatten, der nicht in [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Unterhaltsklage bei teilweisem Unterhaltsrückstand

22. Dezember 2009 | Familienrecht

Ein Unterhaltsschuldner, der nur Teilleistungen auf den geschuldeten Unterhalt erbringt, gibt auch dann Veranlassung für eine Klage auf den vollen Unterhalt, wenn er zuvor nicht zur Titulierung des freiwillig gezahlten Teils aufgefordert worden ist. In Rechtsprechung und Literatur ist allerdings umstritten, ob ein Unterhaltsschuldner, der lediglich Teilleistungen auf den geschuldeten Unterhalt erbringt, damit Veranlassung zur [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Der Unterhaltsvergleich und seine Geschäftsgrundlage

18. Dezember 2009 | Familienrecht

Ist in einem pauschalen Unterhaltsvergleich keine Geschäftsgrundlage niedergelegt, kann dies für einen Ausschluss der Anpassung an die abweichenden tatsächlichen Verhältnisse bei Vertragsschluss sprechen. Die Abänderbarkeit wegen Änderung der Geschäftsgrundlage (§ 313 BGB) durch geänderte tatsächliche Verhältnisse seit Vertragsschluss oder durch eine Änderung des Gesetzes oder der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist dadurch aber regelmäßig nicht ausgeschlossen. Bundesgerichtshof, [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Mindestbedarf beim Betreuungsunterhalt

17. Dezember 2009 | Familienrecht, Im Brennpunkt

Einem Unterhaltsberechtigten steht wegen Betreuung eines nichtehelich geborenen Kindes jedenfalls ein Mindestbedarf in Höhe des Existenzminimums zu, der dem notwendigen Selbstbehalt eines nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen entspricht und gegenwärtig 770 € monatlich beträgt. Dies entschied jetzt der Bundesgerichtshof in einem Rechtsstreit, in dem die Parteien von September 1995 bis März 2006 in nichtehelicher Lebensgemeinschaft zusammen lebten. [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Nachehelicher Unterhalt und Wiederverheiratung

17. Dezember 2009 | Familienrecht

Der Unterhaltsbedarf des geschiedenen Ehegatten ist bei Wiederverheiratung des unterhaltspflichtigen Ehegatten zur gleichmäßigen Aufteilung des Einkommens der Beteiligten nach der sogenannten Drittelmethode zu bemessen. Auf Seiten des neuen Ehegatten kommt es bei der Unterhaltsbemessung nicht auf dessen Anspruch auf Familienunterhalt an, sondern auf den hypothetischen Unterhaltsanspruch im Fall einer Scheidung. Kommt hierfür ein Anspruch wegen [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die Frau als Vater

11. Dezember 2009 | Familienrecht

Die Partnerin einer lesbischen Lebensgemeinschaft kann „Vater“ im Sinne des Gesetzes für das Kind der Lebensgefährtin sein und ist dann auch in das Geburtsregister des Standesamtes als solcher einzutragen, allerdings mit dem früheren männlichen Vornamen, entschied das Oberlandesgericht Köln. In dem vom OLG Köln entschiedenen Rechststreit sind Irene und Brigitte, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Dienstleistungsverträge und der Vertragsabschluss durch den Betreuer

11. Dezember 2009 | Familienrecht

Der Abschluss eines Vertrags, durch den ein Betreuer den Betreuten zur Vergü-tung von Dienstleistungen verpflichtet (§ 611 Abs. 1 BGB), bedarf, wie sich aus einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshof ergibt, keiner vormundschaftsgerichtlichen Genehmigung nach § 1908i Abs. 1 Satz 1, § 1812 Abs. 1 Satz 2 BGB. Inhalt[↑]Einwilligungsvorbehalte bei BetreuungenDienstleistungsverträgeHistorische AuslegungDie systematische Stellung des § [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Gleichbehandlung von Unterhaltsansprüchen aus erster und zweiter Ehe

24. November 2009 | Familienrecht

Der geschiedene Ehemann kann die Herabsetzung des Unterhalts für die geschiedene Ehefrau verlangen, wenn er wieder geheiratet hat und nunmehr auch seiner neuen Ehefrau unterhaltspflichtig ist. In welchem Umfang er gegenüber der neuen Ehefrau unterhaltspflichtig ist, bestimmt sich dann allerdings nicht nach der frei wählbaren Rollenverteilung innerhalb der neuen Ehe, sondern nach den strengeren Maßstäben, [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Betreuungsunterhalt

9. November 2009 | Familienrecht

Wird der Betreuungsunterhalt auf einen angemessenen Lebensbedarf herabgesetzt, indem er auf einen Nachteilsausgleich nach der eigenen Lebensstellung des Berechtigten beschränkt worden ist, umfasst der Unterhaltsbedarf auch den Altersvorsorgebedarf. Oberlandesgericht Celle, Urteil vom 6. August 2009 – 17 UF 210/08



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