Schreibmaschine

Das Abfin­dungs­gut­ha­ben und das ver­zö­ger­te Schiedsgutachten

Unter­lässt die nach dem Gesell­schafts­ver­trag hier­zu ver­pflich­te­te Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts über einen außer­halb objek­tiv ange­mes­se­ner Zeit lie­gen­den Zeit­raum (hier: fast zwei Jah­re) die Benen­nung eines Schieds­gut­ach­ters und die Ein­ho­lung des Gut­ach­tens über die zwi­schen ihr und dem aus­ge­schie­de­nen Gesell­schaf­ter strei­ti­ge Höhe des Abfin­dungs­gut­ha­bens, kann der Aus­ge­schie­de­ne auf Zah­lung des ihm

Lesen

Eigen­tums­er­werb bei der Auf­lö­sung einer GbR

Wird im Zusam­men­hang mit der Auf­lö­sung einer GbR das Gesamt­hand­s­ver­mö­gen ohne Aus­ein­an­der­set­zung unter den Gesell­schaf­tern auf eine ande­re GbR über­tra­gen, beruht der Erwerb der ande­ren GbR auch dann nicht auf gesell­schafts­ver­trag­li­cher Grund­la­ge im Sin­ne des § 8 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Alt. 3 GrEStG, wenn an bei­den GbR die­sel­ben Gesell­schaf­ter betei­ligt sind. Eben­so wie

Lesen
Bekleidungsgeschäft

Anspruch des GbR-Gesell­schaf­ters auf Rechnungsabschluss

Der an der Liqui­da­ti­on nicht betei­lig­te und auch sonst über den Ver­mö­gens­stand der Gesell­schaft nicht unter­rich­te­te Gesell­schaf­ter einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts hat gegen den die Abwick­lung betrei­ben­den Mit­ge­sell­schaf­ter einen Anspruch auf Rech­nungs­ab­schluss, der den Anspruch auf Rech­nungs­le­gung in sich trägt. So sah jetzt der Bun­des­ge­richts­hof einen auf der ers­ten Stu­fe geltend

Lesen
Landgericht Leipzig

Die GbR und das Grundbuch

Erwirbt eine Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts (GbR) Grund­stücks­ei­gen­tum oder Woh­nungs­ei­gen­tum, reicht es für die Ein­tra­gung des Eigen­tums­wech­sels in das Grund­buch aus, wenn die GbR und ihre Gesell­schaf­ter in der nota­ri­el­len Auf­las­sungs­ver­hand­lung benannt sind und die für die GbR Han­deln­den erklä­ren, dass sie deren allei­ni­ge Gesell­schaf­ter sind; wei­te­rer Nach­wei­se der Exis­tenz, der

Lesen
Landgericht Bremen

Die Haf­tung der GbR, die Gesell­schaf­ter­haf­tung und die Rechtskraftwirkungen

Nimmt ein Drit­ter in einem Rechts­streit die Gesell­schaf­ter einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts aus ihrer per­sön­li­chen Haf­tung für eine Gesell­schafts­schuld in Anspruch, ent­fal­tet die Rechts­kraft eines in die­sem Pro­zess ergan­ge­nen Urteils kei­ne Wir­kung in einem wei­te­ren Pro­zess, in dem er nun­mehr den Anspruch gegen die Gesell­schaft ver­folgt. Dies gilt auch dann,

Lesen

Die GbR im Grundbuchrecht

Im Anwen­dungs­be­reich des § 20 GBO müs­sen dem Grund­buch Exis­tenz und Iden­ti­tät einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts sowie die Ver­tre­tungs­be­rech­ti­gung der für die Gesell­schaft han­deln­den Per­so­nen in der Form des § 29 GBO nach­ge­wie­sen wer­den. Nach­träg­li­che Ver­si­che­run­gen der Betei­lig­ten dar­über, dass die Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts erst aus Anlass des Kauf­ver­tra­ges gegründet

Lesen

Auf­wen­dungs­er­satz­an­spruch in der GbR

Bereits vor der Aus­ein­an­der­set­zung einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts kann jeder Gesell­schaf­ter die von ihm gemach­ten Auf­wen­dun­gen, die er den Umstän­den nach für erfor­der­lich hal­ten durf­te, von der Gesell­schaft ersetzt ver­lan­gen oder, wenn der Gesell­schaft selbst kei­ne frei­en Mit­tel zur Ver­fü­gung ste­hen, die Mit­ge­sell­schaf­ter auf Auf­wen­dungs­er­satz – beschränkt auf deren Verlustanteil

Lesen

Gesell­schaf­ter­wech­sel bei der Grund­stücks-GbR und das Grundbuch

Bei der Ver­fol­gung des Rechts aus der Hypo­thek gilt zuguns­ten des Gläu­bi­gers der­je­ni­ge, wel­cher im Grund­buch als Eigen­tü­mer ein­ge­tra­gen ist, als der Eigen­tü­mer, § 1148 Satz 1 BGB. Dies gilt auch für den Gläu­bi­ger einer § 1192 Abs. 1 BGB. Die­se Eigen­tü­mer­fik­ti­on des § 1148 Satz 1 BGB ist auf die ein­ge­tra­ge­nen Gesellschafter

Lesen
Bundesfinanzhof (BFH)

Pro­zess­kos­ten­hil­fe für die Rechtsanwaltssozietät

Eine als Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts geführ­te Rechts­an­walts­so­zie­tät ist eine par­tei­fä­hi­ge Ver­ei­ni­gung im Sin­ne des Pro­zess­kos­ten­hil­fe­rechts. Die Durch­set­zung von Gebüh­ren­for­de­run­gen rechts­be­ra­ten­der Beru­fe berührt kei­ne all­ge­mei­nen Inter­es­sen. Pro­zess­kos­ten­hil­fe für die Hono­rar­k­la­ge der Rechts­an­walts­so­zie­tät ist daher bereits des­halb zu ver­sa­gen, weil die Unter­las­sung der Rechts­ver­fol­gung durch die Rechts­an­walts­so­zie­tät kei­nen all­ge­mei­nen Inter­es­sen zuwi­der­lau­fen würde

Lesen

Die Haf­tung des Gesell­schaf­ters bei geschlos­se­nen Immobilienfonds

Bei der Ver­ein­ba­rung einer quo­ta­len Haf­tung der Gesell­schaf­ter einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts ver­min­dern Leis­tun­gen aus dem Gesell­schafts­ver­mö­gen die Haf­tung der Gesell­schaf­ter nicht auto­ma­tisch. In den bei­den jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Ver­fah­ren nah­men die den geschlos­se­nen Immo­bi­li­en­fonds finan­zie­ren­den Ban­ken die Fonds­ge­sell­schaf­ter per­sön­lich auf Rück­zah­lung in Anspruch. In den Dar­le­hens­ver­trä­gen war vereinbart,

Lesen

Die Insol­venz eines GbR-Gesell­schaf­ters im lau­fen­den Zivilprozess

Nach § 240 ZPO tritt mit der Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens eine Unter­bre­chung des Zivil­pro­zes­ses grund­sätz­lich nur in Bezug auf die Par­tei ein, in deren Per­son die Vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen. Etwas ande­res ergibt sich auch nicht dar­aus, dass die in die Insol­venz gefal­le­ne Beklag­te zusam­men mit einer wei­te­ren Beklag­ten per­sön­lich haf­ten­de Gesellschafter

Lesen

Zwangs­voll­stre­ckung in ein Grund­stück in GbR-Eigentum

Die Zwangs­ver­wal­tung des Grund­stücks einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts darf nur ange­ord­net wer­den, wenn deren Gesell­schaf­ter sämt­lich aus dem Titel her­vor­ge­hen und mit den im Grund­buch ein­ge­tra­ge­nen Gesell­schaf­tern über­ein­stim­men. Hin­sicht­lich der Gesell­schaf­ter gilt § 1148 Satz 1 BGB ent­spre­chend. Ver­än­de­run­gen im Gesell­schaf­ter­be­stand sind durch eine Rechts­nach­fol­ge­klau­sel ana­log § 727 ZPO nach­zu­wei­sen. Der

Lesen

Nach­haf­tung aus der Archi­tek­ten­ge­mein­schaft und die Berufshaftpflicht

Die Nach­haf­tung eines Archi­tek­ten, der aus einer Archi­tek­ten­ge­mein­schaft aus­ge­schie­den ist, für einen nach sei­nem Aus­schei­den began­ge­nen haf­tungs­be­grün­den­den Ver­stoß eines in der Gemein­schaft ver­blie­be­nen Archi­tek­ten, ist in der von der Archi­tek­ten­ge­mein­schaft fort­ge­setz­ten Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung mit­ver­si­chert. Wer­den in einem sol­chen Fall der aus­ge­schie­de­ne Archi­tekt und die übri­gen Mit­glie­der der Archi­tek­ten­ge­mein­schaft gemein­sam als Gesamtschuldner

Lesen

Ver­sor­gungs­an­sprü­che aus der Altsozietät

Tre­ten einer Rechts­an­­walts-Par­t­­ner­­schafts­­­ge­­sel­l­­schaft Rechts­an­wäl­te bei, die zuvor mit ande­ren Rechts­an­wäl­ten eine Sozie­tät in der Rechts­form der Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts betrie­ben haben, haf­tet die Part­ner­schafts­ge­sell­schaft nur auf­grund eines erklär­ten Schuld­bei­tritts, nicht jedoch ent­spre­chend § 28 Abs. 1 HGB für die bis­her die Sozie­tät ver­pflich­ten­den Ver­sor­gungs­an­sprü­che eines aus der Sozie­tät aus­ge­schie­de­nen Alt­part­ners. Eine

Lesen

Kla­ge der GbR gegen den Wil­len eines Gesellschafters

Die Kla­ge einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts, bei der Gesamt­ver­tre­tung besteht, ist unzu­läs­sig, wenn nicht alle Gesell­schaf­ter der Pro­zess­füh­rung zustim­men. Ob die Ver­wei­ge­rungs­hal­tung der die Zustim­mung ver­wei­gern­den Gesell­schaf­ter rechts­miss­bräuch­lich ist, ist – von eng begrenz­ten Aus­nah­me­fäl­len abge­se­hen – nicht inzi­den­ter in dem ohne aus­rei­chen­de Ver­tre­tung ange­streng­ten Ver­fah­ren gegen den Geg­ner (hier:

Lesen

Die Aus­ein­an­der­set­zung einer Freiberufler-Sozietät

Die Tei­lung der Sach­wer­te und die recht­lich nicht begrenz­te, gleich­be­rech­tig­te Mög­lich­keit, um die bis­he­ri­gen Man­dan­ten der Gesell­schaft zu wer­ben, ist auch dann die sach­lich nahe lie­gen­de und ange­mes­se­ne Art der Aus­ein­an­der­set­zung einer Frei­be­ruf­ler­so­zie­tät, wenn eine sol­che Gesell­schaft nach ihrer Auf­lö­sung aus­ein­an­der­ge­setzt wird. Gehen die Gesell­schaf­ter in die­ser Wei­se vor, kann eine

Lesen

Nich­ti­ge Geschäfts­an­teils­über­tra­gun­gen bei einer Treuhand-Publikums-GbR

Die Grund­sät­ze über die feh­ler­haf­te Gesell­schaft sind nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs auch im Fall der nich­ti­gen Über­tra­gung von Geschäfts­an­tei­len einer Fonds-GbR anwend­bar. Nach der inzwi­schen gefes­tig­ten Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist eine wer­ben­de Fonds-GbR rechts­fä­hig und par­tei­fä­hig mit der Fol­ge, dass sich die per­sön­li­che Ein­stands­pflicht ihrer Mit­glie­der für die

Lesen

Wider­ruf eines Gesell­schafts­bei­tritts – die Leh­re von der feh­ler­haf­ten Gesellschaft

Die Leh­re von der feh­ler­haf­ten Gesell­schaft ist mit EU-Recht ver­ein­bar, ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hofs anhand eines Rechts­streits, in dem der Wider­ruf eines Gesell­schafts­bei­tritts nach (frü­he­ren) Haus­tür­wi­der­rufs­ge­setz erklärt wor­den war, und setzt damit ein Urteil des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on um. Der Beklag­te hat 1991 auf­grund von Ver­hand­lun­gen, die in sei­ner Privatwohnung

Lesen

Kla­ge­be­fug­nis des (Nicht-)Gesellschafters einer GbR

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs sind die Gesell­schaf­ter einer GbR durch einen Umsatz­steu­er­be­scheid, der sich gegen die (bestehen­de oder ver­meint­li­che) Gesell­schaft rich­tet, nicht beschwert, weil eine Voll­stre­ckung aus die­sem Bescheid nur in das Gesell­schafts­ver­mö­gen erfol­gen kann. Daher fehlt den (wirk­li­chen oder ver­meint­li­chen) Gesell­schaf­tern für eine per­sön­lich gegen den Gesell­schafts­be­scheid gerichtete

Lesen

Sozi­al­an­sprü­che gegen den aus­schei­den­den BGB-Gesellschafter

Dem aus­ge­schie­de­nen Gesell­schaf­ter einer BGB-Gesel­l­­schaft steht gegen­über dem Anspruch der Gesell­schaft auf Aus­gleich eines nega­ti­ven Aus­ein­an­der­set­zungs­gut­ha­bens kein Frei­stel­lungs­an­spruch und damit kein dar­auf gestütz­tes Zurück­be­hal­tungs­recht hin­sicht­lich in der Aus­ein­an­der­set­zungs­bi­lanz pas­si­vier­ter Sozi­al­an­sprü­che ein­zel­ner Gesell­schaf­ter gegen die Gesell­schaft zu. Der aus­ge­schie­de­ne Gesell­schaf­ter kann Frei­stel­lung nach § 738 Abs. 1 Satz 2 2. Halbs. BGB nur

Lesen
Auspuff

Ver­pfän­dung von Gewinn­for­de­run­gen an eine GbR

Ver­pfän­det ein Gesell­schaf­ter monat­lich ent­ste­hen­de Gewinn­for­de­run­gen aus einer Betei­li­gung an einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts, erwirbt der Pfand­gläu­bi­ger an den nach Insol­venz­eröff­nung ent­ste­hen­den For­de­run­gen auch dann kein Pfand­recht, wenn außer­dem der Gesell­schafts­an­teil selbst ver­pfän­det wur­de. Wer­den künf­ti­ge Gewinn­for­de­run­gen aus der Betei­li­gung an einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts ver­pfän­det, so ist für die insolvenzrechtliche

Lesen

Die Haf­tung des BGB-Gesell­schaf­ters und die Verjährung

Die für die Gesell­schafts­schuld maß­geb­li­che Ver­jäh­rung gilt grund­sätz­lich auch für die akzes­so­ri­sche Haf­tung des BGB-Gesel­l­­schaf­­ters aus § 128 HGB (ana­log). Nach der inzwi­schen gefes­tig­ten Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­ho­fes ist eine GbR rechts- und par­tei­fä­hig mit der Fol­ge, dass sich die per­sön­li­che Ein­stands­pflicht ihrer Mit­glie­der für die Gesell­schafts­ver­bind­lich­kei­ten aus den für die

Lesen

Gesell­schaf­ter­han­deln in der GbR

Eine Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts wird im Rechts­ver­kehr von ihren Gesell­schaf­tern ver­tre­ten, und zwar von allen Gesell­schaf­tern gemein­sam, soweit die Gesell­schaf­ter kei­ne ander­wei­ti­ge Rege­lung tref­fen. Inso­weit bestimmt § 709 Abs. 1 BGB, dass für jedes Geschäft die Zustim­mung aller Gesell­schaf­ter erfor­der­lich ist. Die­se Zustim­mung kann bei einem Rechts­ge­schäft, dass ursprüng­lich nicht von

Lesen
Geld

Aus­kunft über die Namen der Mitgesellschafter

Bei einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts (GbR) kann ein Gesell­schaf­ter, auch wenn er von der Geschäfts­füh­rung aus­ge­schlos­sen ist, sich von den Ange­le­gen­hei­ten der Gesell­schaft per­sön­lich unter­rich­ten, die Geschäfts­bü­cher und die Papie­re der Gesell­schaft ein­se­hen und sich aus ihnen eine Über­sicht über den Stand des Gesell­schafts­ver­mö­gens anfer­ti­gen, § 716 BGB. Die­ses Kontrollrecht

Lesen

Der schwer­be­hin­der­te Rechts­an­walt und die Ausgleichsabgabe

Pri­va­te und öffent­li­che Arbeit­ge­ber mit im Jah­res­durch­schnitt mehr als 20 Arbeit­neh­mern sind gesetz­lich ver­pflich­tet, eine Aus­gleichs­ab­ga­be zu zah­len, wenn sie nicht auf wenigs­tens 5 Pro­zent der Arbeits­plät­ze einen schwer­be­hin­der­ten Men­schen beschäf­ti­gen. Dabei wird grund­sätz­lich auch ein schwer­be­hin­der­ter Arbeit­ge­ber auf einen Pflicht­ar­beits­platz für schwer­be­hin­der­te Men­schen ange­rech­net. Dies gilt jedoch nach Ansicht des

Lesen

Abschrei­bung für den Erwerb von Gesellschaftsanteilen

Bei der Gewinn­ermitt­lung nach § 4 Abs. 3 EStG sind die Anschaf­fungs­kos­ten eines Gesell­schaf­ters für den Erwerb sei­ner mit­un­ter­neh­me­ri­schen Betei­li­gung in einer steu­er­li­chen Ergän­zungs­rech­nung nach Maß­ga­be der Grund­sät­ze über die Auf­stel­lung von Ergän­zungs­bi­lan­zen zu erfas­sen, wenn sie in der Über­schuss­rech­nung der Gesamt­hand nicht berück­sich­tigt wer­den kön­nen. Ein ent­gelt­li­cher Erwerb einer mit­un­ter­neh­me­ri­schen Beteiligung,

Lesen

Nut­zung von Gesell­schaft­er­ei­gen­tum in der GbR

Die Ein­brin­gung einer Sache dem Wer­te nach (quoad sor­tem) begrün­det nur die schuld­recht­li­che Ver­pflich­tung des Gesell­schaf­ters, die Sache der Gesell­schaft so zur Ver­fü­gung zu stel­len, als ob sie Gesell­schafts­ver­mö­gen wäre. Sie lässt jedoch die ding­li­che Rechts­stel­lung des Gesell­schaf­ters und sei­ne Ver­fü­gungs­be­fug­nis im Außen­ver­hält­nis unbe­rührt. Die Ein­brin­gung einer Sache quoad sortem

Lesen

Ver­lust­über­trag bei Mehrmütterorganschaft

Zu den durch das Gesetz zur Fort­ent­wick­lung des Unter­neh­mens­steu­er­rechts (Unt­StFG) ge­schaf­fe­nen ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen zur sog. Mehr­müt­ter­or­gan­schaft urteil­te der Bun­des­fi­nanz­hof im März 2006 , dass die­se ver­fas­sungs­ge­mäß sind und nicht gegen das aus dem Rechts­staats­prin­zip (Art. 20 Abs. 3 GG) ab­ge­lei­te­te Rück­wir­kungs­ver­bot ver­sto­ßen. Die hier­ge­gen von der vor dem Bun­des­fi­nanz­hof unter­le­ge­nen Klägerin

Lesen

Die Grund­stücks-GbR und der Rechts­schutz gegen dden Bebauungsplan

Mit der Nor­men­kon­troll­an­trags­be­fug­nis von Gesell­schaf­tern einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts, wenn als Eigen­tü­mer des plan­be­trof­fe­nen Grund­stücks im Grund­buch die nament­lich benann­ten Gesell­schaf­ter mit dem Zusatz „in BGB-Gesel­l­­schaft“ oder „in Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts“ ein­ge­tra­gen waren, hat­te sich jetzt das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in Lüne­burg zu befas­sen. Hin­ter­grund war eine Kla­ge gegen einen Bebauungsplan,

Lesen
Schreibmaschine

Elek­tro­ni­scher Rechts­ver­kehr im Grundbuchverfahren

Der Deut­sche Bun­des­tag hat heu­te das Ge­setz zur Ein­füh­rung des elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehrs und der elek­tro­ni­schen Akte im Grund­buch­ver­fah­ren be­schlos­sen. Damit wird der recht­li­che Rah­men für E-?Justi­ce im Grund­buch­ver­fah­ren ab­ge­steckt. Dar­über hin­aus ent­hält das Ge­setz Re­ge­lun­gen, um den Ge­sell­schaf­ten bür­ger­li­chen Rechts (sog. BGB-?Ge­sell­schaf­ten oder GbR) nach der An­er­ken­nung ihrer Rechts­fä­hig­keit durch

Lesen

Aus­ein­an­der­set­zung einer Partnerschaftsgesellschaft

Auch bei einer Part­ner­schafts­ge­sell­schaft kön­nen die Part­ner durch ein­stim­mi­gen Beschluss anstel­le der Liqui­da­ti­on nach §§ 145 ff. HGB eine ande­re Art der Aus­ein­an­der­set­zung wäh­len. Die­se kann in einer Natur­al­tei­lung bestehen. Nach Been­di­gung der Liqui­da­ti­on fin­det der inter­ne Aus­gleich der Part­ner bzw. Gesell­schaf­ter zwi­schen die­sen statt. Zur Gel­tend­ma­chung eines Aus­gleichs­an­spruchs genügt

Lesen

Gesell­schafts­ver­bind­lich­kei­ten beim Aus­schei­den eines Gesellschafters

Beruft sich in einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts der aus­ge­schie­de­ne Gesell­schaf­ter gegen­über der Aus­gleichs­for­de­rung der Gesell­schaft nach § 738 Abs. 1 i.V.m. § 739 BGB auf ein Zurück­be­hal­tungs­recht, gestützt auf sei­nen Anspruch auf Befrei­ung von den gemein­schaft­li­chen Schul­den (§ 738 Abs. 1 Satz 2 BGB), ist er, wie der Bun­des­ge­richts­hof in einer aktu­el­len Entscheidung

Lesen

Eigen­ka­pi­tal­er­satz bei der Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts

Auf eine Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts, die weder eine natür­li­che Per­son noch eine Gesell­schaft als Gesell­schaf­ter hat, bei der ein per­sön­lich haf­ten­der Gesell­schaf­ter eine natür­li­che Per­son ist, sind die Eigen­ka­pi­tal­vor­schrif­ten des § 129 a HGB a.F. in Ver­bin­dung mit den §§ 32 a, 32 b GmbHG ent­spre­chend anzu­wen­den, wenn das Insol­venz­ver­fah­ren über das Vermögen

Lesen

Ein­brin­gung von Grundstü;cksmiteigentumsanteilen in eine GbR

Brin­gen die Mit­ei­gen­tü­mer meh­re­rer Grund­stü­cke ihre Mit­ei­gen­tums­an­tei­le in eine Per­so­nen­ge­sell­schaft mit Ver­mie­tungs­ein­künf­ten ein, sind nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­fi­nanz­hof kei­ne Anschaf­fungs­vor­gän­ge gege­ben, soweit die den Gesell­schaf­tern nach der Über­tra­gung ihrer Mit­ei­gen­tums­an­tei­le nach § 39 Abs. 2 Nr. 2 AO zuzu­rech­nen­den Antei­le an den Grund­stü­cken ihre bis­he­ri­gen Mit­ei­gen­tums­an­tei­le nicht über­stei­gen. Anschaf­fungs­vor­gän­ge liegen

Lesen

GbR als GmbH-Gesellschafterin

Ist eine GmbH Eigen­tü­me­rin von Grund­stü­cken, löst die Ver­ei­ni­gung aller Gesell­schafts­an­tei­le der GmbH die Grund­er­werb­steu­er aus. Dies gilt nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs auch dann, wenn die Anteils­ver­ei­ni­gung dadurch erfolgt, dass die bis­he­ri­gen GmbH-Gesel­l­­schaf­­ter ihre Gesell­schafts­an­tei­le in eine gemein­sa­me GbR ein­brin­gen. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 2. April 2008 – II

Lesen

Heil­be­hand­lungs­leis­tun­gen einer Per­so­nen­ge­sell­schaft mit ange­stell­ten Krankengymnasten

In einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil hat der Bun­des­fi­nanz­hof die Rechts­form­neu­tra­li­tät des Umsatz­steu­er­sys­tems betont und es für zuläs­sig erach­tet, dass auch Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten Heil­be­hand­lungs­leis­tun­gen durch ent­spre­chend qua­li­fi­zier­te Ange­stell­te umsatz­steu­er­frei nach § 4 Nr. 14 UStG erbrin­gen kön­nen. Das Urteil macht deut­lich, dass die­se Steu­er­be­frei­ung glei­cher­ma­ßen durch natür­li­che Per­so­nen, juris­ti­sche Per­so­nen und Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten in

Lesen

„Gespal­te­ne Bei­trags­pflicht“ bei einem geschlos­se­nen Immobilienfonds

Der für das Gesell­schafts­recht zustän­di­ge II. Zivil­se­nat des Bun­des­ge­richts­ho­fes hat­te sich erneut mit der Fra­ge der Zuläs­sig­keit von – zu der fes­ten Ein­la­ge­schuld des Gesell­schaf­ters hin­zu­tre­ten­den – lau­fen­den finan­zi­el­len Belas­tun­gen der Gesell­schaf­ter eines geschlos­se­nen Immo­bi­li­en­fonds zu befas­sen. Kon­kret ging es um die Beur­tei­lung einer so genann­ten „gespal­te­nen Bei­trags­pflicht“ im Gesellschaftsvertrag

Lesen
Bundesfinanzhof

Schuld­zin­sen in einem Cash-Pool

Wer einen als Dar­le­hen emp­fan­ge­nen Geld­be­trag nicht dazu nutzt, Auf­wen­dun­gen im Zusam­men­hang mit sei­ner Ver­mie­tungs­tä­tig­keit zu beglei­chen, son­dern ihn in einen Cash-Pool ein­bringt, aus dem her­aus er spä­ter sei­ne Kos­ten bestrei­tet, kann nach einem Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs Schuld­zin­sen aus die­sem Dar­le­hen nicht als Wer­bungs­kos­ten von sei­nen Ein­nah­men aus Ver­mie­tung abziehen.

Lesen

Per­sön­li­che Haf­tung in der Bauherren-GbR

Ein Ver­trag, durch den ein Immo­bi­li­en­fonds in der Form einer GbR die Füh­rung sei­ner Geschäf­te umfas­send auf einen Geschäfts­be­sor­ger über­trägt, der nicht Gesell­schaf­ter der GbR ist, sowie die ihm erteil­te umfas­sen­de Voll­macht fal­len grund­sätz­lich nicht in den Anwen­dungs­be­reich des Art. 1 § 1 RBerG, sie sind daher nicht wegen Ver­sto­ßes gegen

Lesen
Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Eigen­tums­vor­be­halt beim Autokauf

Beim Auto­kauf kann der Käu­fer, der den Kauf­preis noch nicht gezahlt hat, die Ein­be­hal­tung des Fahr­zeug­brie­fes bei der Über­ga­be des Fahr­zeugs regel­mä­ßig nur dahin ver­ste­hen, dass der Ver­käu­fer ihm das Eigen­tum am Fahr­zeug zur Siche­rung sei­ner Kauf­preis­for­de­rung nur unter der auf­schie­ben­den Bedin­gung voll­stän­di­ger Zah­lung des Kauf­prei­ses über­tra­gen will. Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom

Lesen

Geschäfts­füh­rungs-GmbH bei Immobilien-GbR

Ein Ver­trag, durch den ein in der Form einer GbR betrie­be­ner Immo­bi­li­en­fonds die Füh­rung sei­ner Geschäf­te umfas­send einer GmbH über­trägt, die nicht Gesell­schaf­te­rin der GbR ist, und die der GmbH erteil­te Voll­macht fal­len grund­sätz­lich nicht in den Anwen­dungs­be­reich des Art. 1 § 1 RBerG und sind daher auch nicht wegen Verstoß

Lesen
Bekleidungsgeschäft

Gebrü­der Schmidt­lein müs­sen zahlen

Wegen irre­füh­ren­der Ange­bo­te im Inter­net hat das Land­ge­richt Ham­burg die Gebrü­der Schmidt­lein GbR zur Zah­lung einer Ver­trags­stra­fe in Höhe von ins­ge­samt 24.000,– € ver­ur­teilt. Das Unter­neh­men bot auf zahl­rei­chen Inter­net­sei­ten (z. B. www.sms-heute.de , www.klingeltoene-heute.de , www.wohnen-heute.de ) Leis­tun­gen an, die nicht als kos­ten­pflich­ti­ge Diens­te erkenn­bar waren. Nach Abmah­nung durch

Lesen
Landgericht Hamburg

Zwangs­mit­glied­schaft in einer Werbegemeinschaft

Die for­mu­lar­mä­ßi­ge Ver­pflich­tung des Mie­ters in einem Ein­kaufs­zen­trum, einer Wer­be­ge­mein­schaft in Form einer GbR bei­zu­tre­ten, ver­stößt wegen des damit ver­bun­de­nen Haf­tungs­ri­si­kos des Mie­ters gegen § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB. In einem For­mu­lar­miet­ver­trag muss die Höhe der Bei­trä­ge, die der Mie­ter in einem Ein­kaufs­zen­trum an eine Wer­be­ge­mein­schaft zu leis­ten hat, wegen

Lesen

Ver­schenk­te Grundbesitz-GbR

Bei einer Per­so­nen­ge­sell­schaft, die Eigen­tü­me­rin eines Grund­stücks ist, führt unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen auch die Über­tra­gung des Gesell­schafts­an­teils eines Gesell­schaf­ters zu einer Grund­er­werb­steu­er­pflicht. Erfolgt die Über­tra­gung aller­dings im Wege einer Schen­kung, ist dies, wie der Bund­er­fi­nanz­hof jetzt noch­mals fest­ge­stellt hat, grunderwerbsteuerfrei.

Lesen

Betriebs­auf­spal­tung und Vertretungsbefugnis

Die per­so­nel­le Ver­flech­tung einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts mit einer GmbH – und damit eine steu­er­lich rele­van­te Betriebs­auf­spal­tung – ist auch dann gege­ben, wenn der Gesel­l­­schaf­­ter-Geschäfts­­­füh­­rer der GbR, der zugleich allei­ni­ger Geschäfts­füh­rer der GmbH ist, zwar von der GbR nicht vom Ver­bot des Selbst­kon­tra­hie­rens befreit ist, auf­grund sei­ner beherr­schen­den Stel­lung in

Lesen

Anteils­über­tra­gung und Sonderbetriebsvermögen

In einem Urteil aus dem August 2005 hat der Bun­des­fi­nanz­hof bestä­tigt, dass auch eine Bruch­teils­ge­mein­schaft ohne Gesamt­hand­s­ver­mö­gen Besitz­ge­sell­schaft einer mit­un­ter­neh­me­ri­schen Betriebs­auf­spal­tung sein kann; zumin­dest „kon­klu­dent“ nimmt der BFH dabei die Grün­dung einer GbR an. Das Bruch­teils­ei­gen­tum wird folg­lich zu Son­der­be­triebs­ver­mö­gen I der Besitz­per­so­nen­ge­sell­schaft, wel­che als „Qua­­si-Wil­­len­s­­bil­­dungs-GbR“ kein ori­gi­nä­res Gesamt­hand­s­ver­mö­gen besitzt. Mit

Lesen
Bundesfinanzhof (BFH)

Zuschüs­se für Kulturorchester

Zuschüs­se, die ein in der Rechts­form einer GbR betrie­be­nes Kul­tur­or­ches­ter aus öffent­li­chen Mit­teln erhält, sind nicht nach § 3 Nr. 11 EStG steu­er­frei, soweit sie dazu bestimmt sind, die Vor­ab­ver­gü­tun­gen der Gesell­schaf­ter abzu­de­cken. Soweit die Zuschüs­se nach ihrem Zweck der antei­li­gen Deckung der Betriebs­aus­ga­ben des Orches­ters die­nen, sind die abzieh­ba­ren Betriebsausgaben

Lesen

Haf­tung in der Schein-GbR

Wer gegen­über dem Finanz­amt den Rechts­schein erweckt, Gesell­schaf­ter einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts (GbR) zu sein, haf­tet nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs auch für Steu­er­schul­den der Schein-GbR, wenn das Finanz­amt nach Treu und Glau­ben auf den gesetz­ten Rechts­schein ver­trau­en durfte.

Lesen

Gesell­schaf­ter­haf­tung in der GbR

Unter­liegt eine Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts als sol­che der Besteue­rung, ergibt sich die per­sön­li­che Haf­tung der Gesell­schaf­ter einer GbR für die Steu­er­schul­den und die steu­er­li­chen Neben­leis­tun­gen der Gesell­schaft ent­spre­chend § 128 Satz 1 HGB i.V.m. § 191 AO 1977.

Lesen

Wie­der ein­mal: PKW-Veräußerung

Ver­äu­ßert eine Frei­be­ruf­ler­so­zie­tät (etwa eine Steu­er­be­ra­tungs­ge­sell­schaft in der Rechts­form der GbR) einen PKW, des­sen Erwerb sie nicht zum Vor­steu­er­ab­zug berech­tigt und den sie ihrem Unter­neh­men zuge­ord­net hat­te, so ist die­se Ver­äu­ße­rung –anders als eine Ent­nah­me– steu­er­bar, auch wenn die GbR aus­drück­lich erklärt, die­sen Umsatz nicht ver­steu­ern zu wollen.

Lesen